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Reiten : „Holstenhallen sind wie ein Zuhause“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünsters Springreiterin Kendra Claricia Brinkop darf bei den VR Classics erstmals auch im internationalen Feld antreten.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2014 | 20:08 Uhr

Vorhang auf für eine Premiere: Am kommenden Donnerstag beginnt das internationale Reitturnier VR Classics in den Holstenhallen, und zum ersten Mal darf die 19-jährige Kendra Claricia Brinkop aus Neumünster in den großen internationalen Springprüfungen mitmischen. Sie hat bereits Silber bei den deutschen Meisterschaften der Junioren gewonnen, war zwei Mal Teil der deutschen Equipe bei Europameisterschaften und mit dem selbst gezüchteten Holsteiner Chalkidiki B Zehnte bei der EM. Neben dem Friedrichskooger Marten Witt wurde Brinkop vom Bundesnachwuchstrainer Markus Merschformann für das CSI in den Holstenhallen nominiert. Und diese Hallen kennt die jüngste der drei Brinkop-Schwestern seit frühester Kindheit. Der Courier hat sich mit der 19-Jährigen über ihre Pläne bei den VR Classics unterhalten.

Wer hat die frohe Botschaft von der Nominierung für die VR Classics überbracht?

Brinkop: Markus Merschformann hat vor einigen Wochen angerufen. Man muss einen Antrag stellen, wenn man international starten möchte – und es hat geklappt mit Neumünster. Die Bundestrainer versuchen, die Junioren und Junge Reiter zu berücksichtigen, die aus der Region des Turniers kommen. Das ist anderenorts auch so.

Sie haben auch früher schon die nationalen Prüfungen geritten. Wird der Druck beim Turnier 2014 größer sein als sonst bei den VR Classics?

Der Druck vielleicht nicht, aber ich erhoffe mir schon etwas mehr. Denn ein internationaler Start eröffnet einem ja auch Perspektiven, wenn man gut abschneidet. Zum Beispiel für weitere internationale Starts. Meine Ziele für 2014 sind auch wieder die deutschen Meisterschaften und die EM.

In Neumünster sind garantiert besonders viele Freunde und Bekannte im Publikum, macht das etwas aus?

Klar! Oma kommt zum Zugucken und dazu viele aus der Familie, die mich sonst eher selten sehen. Somit will ich natürlich einen richtig guten Eindruck hinterlassen. Und es ist auch schon so, das einen jeder kennt bei den VR Classics.

Wie sieht denn der Plan für die Pferde in den Holstenhallen aus?

Ich darf ja auch in der Youngster-Tour starten und habe zum ersten Mal ein sieben Jahre altes Pferd dabei. Der hat so etwas in der Halle noch nie gesehen, und deswegen erwarten wir auch nicht so viel. Erst mal schauen, wie er auf alles reagiert. Dann habe ich ein relativ neues Pferd für die großen Prüfungen mit, den neun Jahre alten französischen Hengst Romeo de Vaux. Den habe ich erst seit November 2013. Es kommt noch ein weiteres Pferd mit; aber welches, das entscheidet sich erst in dieser Woche. Außerdem darf ich auch im Championat der Junioren und Jungen Reiter starten.

Das hört sich nach einem vollen Programm an. Wie lange kennen sie das Turnier in den Holstenhallen eigentlich schon?

Das erste Mal dort geritten bin ich wohl mit neun Jahren im Ponychampionat. Und davor war ich oft einfach nur so mit. Ich kann mich echt nicht daran erinnern, wann es das erste Mal gewesen ist. Wenn man so will: Ich bin beim Holstenhallenturnier groß geworden.

Rangieren die VR Classics dann in der Kategorie „Lieblingsturnier“?

Auf jeden Fall. Es ist immer schön dort. Klar gibt es viele sehr gute Turniere, aber Neumünster ist da ganz weit vorn. Das ist ja auch wie ein Zuhause.

Was war bislang der größte Erfolg in Ihrer sportlichen Karriere?

Natürlich das Silber bei den deutschen Meisterschaften sowie die EM-Teilnahmen. Ich war mit unserem selbst gezogenen Chalkidiki B Zehnte bei der EM. Das ist schon etwas, wie ich finde.

Chalkidiki ist eine griechische Halbinsel. Wie kam dieser Name für das Pferd zu Stande?

(lacht) Es musste etwas mit C sein. Meine Mutter hat etwas Besonderes gesucht und ist im Internet unter „Inseln“ fündig geworden. Wir wollten einfach einen besonderen Namen für ihn.

Ihre Schwestern reiten auch, gab es eigentlich jemals so etwas wie Konkurrenz?

Nein, das finde ich nicht. Wir feuern uns immer gegenseitig an und fiebern mit, wenn die jeweils andere reitet. Konkurrenz – nein!

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