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Handball : Herz und Leidenschaft reichen nicht

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die SG Wift verliert gegen den Tabellenzweiten TSV Ellerbek mit 25:29. Die Schiedsrichter sorgen immer wieder für Unmut.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2014 | 08:00 Uhr

Für den Handball-Oberligisten SG Wittorf/FTN wird es langsam enger. Gegen den Tabellenzweiten TSV Ellerbek mussten sich die „Bären“ in einer nervenaufreibenden Partie mit 25:29 (11:13) geschlagen geben, hatten aber lange Zeit einen starken Kampf geliefert. Dies bestätigte auch Ellerbeks Trainer Michael Bollhöfer nach der Partie. „Wift war unheimlich stark. Hier ging es um alles, das hat man auch gemerkt“, sagte der Gästecoach. Doch der Einsatzwille sollte nicht belohnt werden. Mit nunmehr 12:24 Zählern befindet sich die SG Wift nun auf Rang 11 und muss weiter zittern.

Die 280 Zuschauer brauchten starke Nerven, um über die Runden zu kommen. Denn mehrmals rissen die umstrittenen Entscheidungen der Unparteiischen René Ratzmer und Marco Piotraschke die Fans von den Sitzen. Gegenüber auf und vor den Bänken wüteten entlang des Spielfeldes (nicht nur) die Trainer, auch sie ereiferten sich ein ums andere Mal. In den ersten Minuten hatten die Gäste noch die Nase leicht vorn, doch nach dem Treffer zum 6:4 von Sven Steffen in der 13. Minute hielten die Einheimischen bis zur 28. Minute (11:11) eine Führung. Während dieser Phase erteilten die Schiedsrichter bereits insgesamt sechs Zeitstrafen, sodass der Spielfluss ein ums andere Mal unterbrochen wurde. Die sehr kompakte Abwehr der Gäste bereitete der SG Wift zwar mehrfach Schwierigkeiten, konnte jedoch auch immer wieder überwunden werden. André Hoffmann bekam im Tor der Blau-Weißen mehrfach Szenenapplaus für seine starken Paraden. Kurz vor der Pause allerdings schaffte es Ellerbek, sich auf 13:11 abzusetzen.

Nach dem Wiederanpfiff sah es so aus, als würde die SG Wift untergehen, schnell lagen die Gäste mit 15:11 (32.) vorn. Doch Tobias Schmitt aus der eigenen „Zweiten“ präsentierte sich als starke Aushilfe und sorgte mit seinen Treffern dafür, dass die Gäste nicht vollends enteilten. Hoffmann, vor der Pause noch ganz stark zwischen den Pfosten, bekam nun jedoch keine Hand mehr an den Ball und räumte den Platz für Marco Göttsche, während Torben Petersen frühzeitig nach drei Zeitstrafen unter die Dusche geschickt wurde (39.). Ellerbek lag in dieser Phase mit 21:17 vorn (41.), schaffte dann gar einen Sechs-Tore-Vorsprung (25:19/48.) und sah wie der sichere Sieger aus. Doch mit Wut im Bauch kämpften sich die Einheimischen auf 23:25 heran (55.) und konnten nur durch eine Auszeit von Ellerbek gestoppt werden. Beim 24:26 (56.) waren alle im Lager der Blau-Weißen noch voller Hoffnung, doch wieder einmal waren die Entscheidungen der Schiedsrichter nicht nachzuvollziehen. Aus Hoffnung und Zuversicht bei Wift wurden nun Verständnislosigkeit und Entsetzen. Die Gäste konnten durch zwei schnelle Treffer den Vorsprung auf 28:24 erhöhen und waren damit nicht mehr einzuholen. Nach 60 Minuten leuchtete dann auch ein 29:25 für Ellerbek auf der Anzeigetafel.

„Wir haben mit Herz und Leidenschaft gespielt, es aber leider nicht verstanden, in der zweiten Halbzeit die Führung zurückzuerobern. Neben einigen vergebenen Chancen kamen aber fragwürdige Entscheidungen der Schiedsrichter beziehungsweise nicht gegebene Tore hinzu. Auch sagt es doch alles, wenn wir in 60 emotional geführten Minuten keinen einzigen Siebenmeter zugesprochen bekommen haben“, bilanzierte Wift-Coach Peter Bente.


SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Hoffmann, Göttsche - Schmidtke (1), Kretschmer (3), Plähn (6), Rahn (1), Bente (3), Binnewies (2), Schmitt (3), Petersen (1), Steffen (1), Aust, Rostock, Plöhn (4).

SR: Ratzmer/Piotraschke (Ratekau). – Zuschauer: 280. – Nächster Gegner: HSG Hohn/Elsdorf (H/Sonnabend, 18.30 Uhr).

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