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Fussball-Verbandsliga Süd-West : Hat Einfeld sich bereits aufgegeben?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der TSE zeigt im „Sechs-Punkte-Spiel“ beim MTSV Hohenwestedt eine indiskutable Leistung. Nur der TSV Wankendorf holt einen Sieg für Neumünster.

Am 13. Spieltag der Fußball-Verbandsliga Süd-West gewann von den Neumünsteraner Clubs nur der TSV Wankendorf (4:2 gegen den TSV Lägerdorf). Immerhin einen Zähler nahm der TuS Nortorf beim torlosen Unentschieden gegen den FC Reher/Puls mit, während der TS Einfeld (0:7 beim MTSV Hohenwestedt) und der MTSV Olympia Neumünster (0:4 beim FC Itzehoe) deutlich unter die Räder kamen.

FC Itzehoe – MTSV Olympia 4:0 (3:0)

FC Itzehoe: Chionidis - Pahl, Polaske, Mercan, Günaydin, Bara, Straub, Bektas, Leskien, Kiel (54. Meyer), Matz (60. Komoss).

MTSV Olympia: Wendt - S. Reichow, Mester (37. Granzow), Kost, Walther (54. M. Reichow) - Weidemann, Jace (68. Kraft), Muhs, Ocak, T. Alioua - Barck.

SR: Göttsch (Hartenholm). – Zuschauer: 150. – Tore: 1:0 Bektas (6.), 2:0, 3:0 Mercan (24., 31.), 4:0 Bara (50.). – Nächster Olympia-Gegner: TSV Wankendorf (H/Sonnabend, 14 Uhr).

„Wir haben Lehrgeld gezahlt, müssen aber ohnehin gegen andere Gegner als den FC Itzehoe punkten“, sah Olympias Trainer Holger Mischke seine Elf – mit Ausnahme eines Pfostentreffers von Marc Barck in der 15. Minute – am Lehmwohld absolut chancenlos. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gastgeber bereits mit 1:0, denn Blerim Bara setzte Onur Bektas nach einem groben Schnitzer von Olympias Defensivabteilung gekonnt in Szene, und Letzterer durfte mühelos einköpfen (6.). Fortan ließ der FCI mit einem böigen Wind im Rücken Ball und Gegner laufen und schnürte die Forstweg-Elf phasenweise in deren Strafraum ein. Aus dieser Drangperiode resultierten die Tore zum 2:0 (24.) und 3:0 (31.) jeweils durch den Ex-Neumünsteraner Hasan Mercan. In die Halbzeitpause gerettet, appellierte Mischke an den Charakter seiner Mannschaft, die zwar kurz nach der Pause durch Bara das 4:0 kassierte (50.), den Schaden sodann aber in Grenzen halten konnte. „Itzehoe hätte noch weitere Tore erzielen können. Wir sind mit dem Ergebnis gut bedient“, wusste Mischke das Resultat in die richtige Schublade einzuordnen. Die „59er“ gehen nach dieser Niederlage als Zehnter in die neue Woche.


TSV Wankendorf – TSV Lägerdorf 4:2 (2:1)

TSV Wankendorf: Ebsen - Jantzen, Balzer, Hübner, M. Schiffer - Gerndt, A. Usbek, Block - Heinrich, Schnoor (88. Steinkamp), A. Duggen.

TSV Lägerdorf: Thomssen - Ossenbrüggen, T. Kunter (32. Brahms), Y. Kuhr, Brendemühl, E. Jauk (68. Mahn), Feist, W. Jauk, Peters, Hellmann, M. Kunter (46. Hentrich).

SR: Drever (Schlutup). – Zuschauer: 65. – Tore: 1:0 M. Schiffer (5.), 2:0 Heinrich (18.), 2:1 W. Jauk (45., Foulelfmeter), 3:1 A. Duggen (66.), 4:1 Heinrich (86.), 4:2 Brendemühl (89.). – Nächster Wankendorf-Gegner: MTSV Olympia Neumünster (A/Sonnabend, 14 Uhr).

Gegen die junge Lägerdorfer Elf erwies sich Wankendorfs Trainer Torsten Block als cleverer Taktiker und schickte seine Schützlinge im nicht unbedingt handelsüblichen 4-3-3-System ins Rennen – mit Erfolg, denn aus der druckvollen Anfangsphase resultierte die beruhigende 2:0-Führung. Marcel Schiffer netzte auf Zuspiel von Arne Duggen allein vor Lägerdorfs Torwart Steffen Thomssen zum 1:0 ein (5.), und in der 18. Minute gelang Bastian Heinrich nach einer Flanke aus dem Halbfeld von Christoph Hübner mit einer herrlichen Direktabnahme das 2:0. Ärgerlich aus Wankendorfer Sicht war der Anschlusstreffer zum 2:1 durch Wladimir Jauk per Handelfmeter (45.). Denn bevor Mathias Gerndt zu seinem Handspiel auf der Torlinie gezwungen wurde, im Übrigen nur mit der Gelben Karte verwarnt, spielten die Gäste die Kugel im Strafraum ungeahndet mit der Hand und verschafften sich regelwidrig den Vorteil zur Schusssituation. In der Halbzeitpause musste Block gezwungenermaßen etwas defensiver umbauen, denn das laufintensive Spiel seiner Elf forderte eine Schaffenspause. Bestens durchgeatmet, entschied Arne Duggen vom Strafraumeck mit einem schönen Heber in den langen Torwinkel die Partie (3:1/66.), ehe Heinrich seine tolle Leistung mit dem 4:1 aus dem Gewühl heraus nach einem Eckstoß krönte (86.). Der Abstauber von Lägerdorfs Tjorven Brendemühl zum 4:2 hatte nur noch statistischen Wert (89.). Mit Matthias Balzer und Jan Steinkamp feierten überdies gleich zwei Wankendorfer ihr erfolgreiches Saisondebüt. Balzer durfte glücklicherweise auf seiner etatmäßigen Position als Innenverteidiger ran, da sich Torwart Kim Ebsen rechtzeitig von seiner Zerrung erholt hatte.


TuS Nortorf – FC Reher/Puls 0:0

TuS Nortorf: Fischer - Jensen (56. Stolley), Döring, Doege, Arndt - Butenschön, Lampe, Hülsen, Reuter, Viergutz (67. Huneke) - Struve (81. Klotzbücher).

FC Reher/Puls: Rohweder - Wendt, Tank, Fischer, Büch, O. Dau (56. T. Albers), Rathke, L. Dau (56. Sievers), Alter, Loßmann, Göttsche.

SR: Kohlmann (Kiel). – Zuschauer: 126 zahlende. – Tore: Fehlanzeige. – Nächster Nortorf-Gegner: TSV Lägerdorf (A/Sonntag, 14 Uhr).

Am Heinkenborsteler Weg waren sich nach 90 überaus fairen Minuten die Protagonisten einig, dass das torlose Remis dem Verlauf der Partie gerecht wurde und Schiedsrichter Jan Kohlmann (Kiel) der beste Akteur in einer unaufregenden Veranstaltung war. Die Gastgeber verstanden es sehr geschickt, die bekanntermaßen gefährlichen Standards des FC Reher/Puls aus allen Lebenslagen zu vermeiden, sodass die Gäste nur selten Lunten in der Gefahrenzone der Mittelholsteiner legen konnten. Zwei Kopfbälle von Andreas Tank (28.) und Lasse Dau (53.) werden den insgesamt rund 150 Zuschauern allein wegen der glänzenden Reaktionen von Nortorfs Torwart Stefan Fischer im Kurzzeitgedächtnis verbleiben, ansonsten gab es nichts für die Geschichtsbücher zu notieren. Auf der Gegenseite traf Kim Hülsen für den TuS nur das Außennetz (26.), der eingewechselte Marvin Huneke aussichtsreich den Ball nicht richtig (76.), und Benjamin Butenschön rutschte genauso an einer Hereingabe von Stefan Lampe vorbei, wie kurz darauf Andree Klotzbücher (84.). „Am Ende waren alle zufrieden. Denn trotz nur weniger Chancen hatte man immer das Gefühl, es könnte noch etwas passieren“, nahm Nortorfs Trainer Thomas Arndt den Zähler gegen eine Spitzenmannschaft nur allzu gerne mit, auch wenn der zweite Heimsieg des TuS weiter auf sich warten lässt.


MTSV Hohenwestedt – TS Einfeld 7:0 (5:0)

MTSV Hohenwestedt: Thun - Holz, Jera, Kasch, Olhöft, Ohrt (61. Landt), Pieper, Bollow, C. Gieseler, Butenschön, Hummel.

TS Einfeld: Behmerburg - Hinz, Robold (46. Günther), Wilhelmsen, Hnida (84. D. Tegge) - Jörs, Yildirim, Peters, M. Milbradt, Mömmert - Hoeck (56. Reinecke).

SR: Bornholdt (Brockdorf). – Zuschauer: 70. – Tore: 1:0 C. Gieseler (15.), 2:0, 3:0 Pieper (24., 26.), 4:0 C. Gieseler (29.), 5:0 Bollow (33.), 6:0, 7:0 Pieper (55., 86.). – Nächster Einfeld-Gegner: FC Itzehoe (H/Sonnabend, 14 Uhr).

„Das war eine absolut enttäuschende Mannschaftsleistung mit Fehlern, die man nicht in der F-Jugend zu sehen bekommt“, zeigte sich Einfelds Trainer „Hansi“ Neelsen nach einem desolaten Auftritt seiner Elf restlos bedient und war nicht mehr bereit, sich weiterhin vor seine Spieler zu stellen. Dabei war der schwarz-weiße Tross noch voller Zuversicht zum Kellerduell gereist, doch spätestens nach einer Viertelstunde ließ einzig und allein die Mannschaft von Trainer Dierk Schröder erkennen, um was es in dieser Partie ging. Giftig und voller Elan überrannte der MTSV die hüftsteife Gästeabwehr und produzierte Tore wie am Fließband. Der bedauernswerte Stefan Behmerburg im TSE-Gehäuse musste zwischen der 24. und 33. Minute gleich vier Mal hinter sich greifen, nachdem Hohenwestedts Christian Gieseler bereits in der 15. Minute die erste grobe Fahrlässigkeit des Tages von Einfelds letztem Mann Dennis Hinz zum 1:0 ausgenutzt hatte. Allein Michael Pieper durfte an diesem denkwürdigen Nachmittag am Sportpark Wilhelmshöh vierfach jubeln und stürzte den designierten Absteiger vom Roschdohler Weg in eine tiefe Depression. „Diese Einstellung reicht einfach nicht für die Verbandsliga“, gestand Neelsen ein und richtete seinen Blick schon voller Sorge auf den kommenden Sonnabend. Dann droht in Einfeld das nächste Unheil: Der aufstrebende und offensivstarke FC Itzehoe gastiert im Norden der Schwalestadt.

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erstellt am 28.Okt.2013 | 08:00 Uhr

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