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Leichtathletik : Hannemanns Frühform lässt für Baku hoffen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das LGN-Talent scheint für die Qualifikationswettkämpfe in Aserbaidschan gerüstet zu sein.

Einen gelungenen Freiluftsaison-Einstand feierte am Sonntag das Neumünsteraner Leichtathletik-Talent Henrik Hannemann in Kiel. Bei Temperaturen um neun Grad Celsius und böigem Gegenwind lief er die 150 m in 16,58 Sekunden. „Für die widrigen Bedingungen geht das vollkommen in Ordnung. Zudem wurde der Wettkampf aus dem vollen Training bestritten“, kommentierte der Läufer von der LGN seine Leistung in recht bescheidener Weise. Immerhin deutet sie darauf hin, dass Hannemann schon in diesem frühen Stadium der Saison in der Lage sein sollte, seine 200 m-Bestleistung von 21,96 Sek. zu unterbieten. Und in Kiel konnte dem 16-Jährigen ohnehin niemand das Wasser reichen, nicht einmal die Erwachsenen kamen an seine Zeit heran.

Der Testlauf in der Landeshauptstadt war für Henrik Hannemann der Startpunkt für die heiße Phase der Vorbereitungen auf den ersten Höhepunkt der Saison. Das sind die europäischen Qualifikationswettkämpfe für die Olympischen Jugendspiele, die im August in China stattfinden werden. Für die Ausscheidungen Ende dieses Monats in Baku (Aserbaidschan) hat der Deutsche Leichtathletikverband den Neumünsteraner für die 110 m Hürden nominiert – und nur zwei Athleten aus ganz Europa werden in das Reich der Mitte fahren können. Aber der 16-Jährige aus der Gartenstadt gibt sich optimistisch: „Als Zweiter der letztjährigen europäischen Bestenliste möchte ich in Baku natürlich unter die ersten beiden kommen.“ Außerdem möchte er seine Bestzeit von 13,64 Sekunden aus dem Vorjahr verbessern.

Die Osterferien hat der Immanuel-Kant-Schüler genutzt, um sich in einem Trainingslager auf Korsika auf die Sommersaison vorzubereiten. Er hatte sich der Trainingsgruppe des mehrfachen deutschen Meisters Gregor Traber (LAV Tübingen) angeschlossen, um unter guten Witterungsbedingungen trainieren zu können und ein wenig Abwechslung in den Sportalltag zu bringen. Und er wollte natürlich auch vom Vorbild lernen. „In puncto Hürdentechnik konnte ich mir einiges von Traber abschauen“, meinte Hannemann nach seiner Rückkehr von der Mittelmeerinsel. Aber nicht nur an der Hürdentechnik wurde gefeilt, sondern bei optimalen Bedingungen standen auch Tempoläufe, Krafttraining und Übungen zur Stabilisation auf dem Programm. Am ersten Tag ging es dabei noch entspannt zu. „Nach der Ankunft genossen wir ein bisschen den Strand. Damit war es dann aber ganz schnell vorbei“, berichtete das große LGN-Talent. Zwei Mal am Tag wurde hart gearbeitet. „Das ist der Teil der Saison, in dem man sich einfach quälen muss“, merkte Hannemann nach seiner Rückkehr treffend an.

Nun fahren er und sein Heimtrainer Peter Malinowski den Trainingsumfang langsam herunter und legen den Schwerpunkt verstärkt auf die Verbesserung von Schnelligkeit und Technik. „Wir liegen voll im Soll. Henrik hat im Wintertraining große Fortschritte gemacht“, zeigte sich Malinowski jüngst zuversichtlich. Am kommenden Wochenende folgt in Kiel die erste echte Standortbestimmung: ein Lauf über die Spezialdisziplin 110 m Hürden.

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