Leichtathletik : Hannemann Deutscher Meister – „Henrik ist sagenhaft in Schuss“

Deutscher Meister über 110 m Hürden der Altersklasse U 18: Henrik Hannemann (Mitte) von der LG Neumünster.
Deutscher Meister über 110 m Hürden der Altersklasse U 18: Henrik Hannemann (Mitte) von der LG Neumünster.

Der Neumünsteraner triumphiert in Wattenscheid über 110 m Hürden der Altersklasse U 18.

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09. August 2014, 08:00 Uhr

Geschafft! Mit glänzenden 13,53 Sek. verwirklichte das große Neumünsteraner Leichtathletik-Nachwuchstalent Henrik Hannemann (LGN) gestern Nachmittag bei den deutschen U 18-Meisterschaften in Bochum mit dem Gewinn des Titels über 110 m Hürden seinen nächsten Traum.

Einziger Wermutstropfen für den Schwalestädter: Die Zeit, die deutlich besser ist als seine Bestleistung von 13,59 Sek. und mit der er sich dem deutschen Rekord auf drei Hundertstelsekunden näherte, fand keine Anerkennung, da der Rückenwind gestern mit 2,1 m/Sek. einen Hauch zu stark wehte (erlaubt sind 2,0 m/Sek.).

Bereits im Vorlauf hatte der Athlet der LGN, der als haushoher Favorit gestartet war, mit 13,76 Sek. das Feld klar dominiert, als er als Einziger unter der 14-Sekunden-Marke geblieben war. Da sein bis dato stärkster Konkurrent, Manuel Eitel vom SSV Ulm 46, disqualifiziert wurde, verbesserten sich die Aussichten Hannemanns auf den Titelgewinn erheblich. Im Endlauf setzte er sich vom Start weg an die Spitze des Feldes und baute seinen Vorsprung bis ins Ziel kontinuierlich aus. Lediglich der Dresdner Jonathon Petzke konnte ihm in etwa folgen und wurde mit 13,81 Sek. Zweiter.

Der Titelgewinn ist für den 17-jährigen Neumünsteraner vorläufiger Höhepunkt einer über Jahre beständigen Entwicklung, in deren Verlauf er seine Leistungen auf der Grundlage eines nachhaltigen Trainingsaufbaus Stück für Stück steigern konnte. „Henrik ist sagenhaft in Schuss. Vielleicht war er durch den Rückenwind etwas zu dicht an den Hürden. Schade, dass die Zeit nicht gültig ist“, kommentierte Trainer und Meistermacher Peter Malinowski den Titelgewinn seines Schützlings. „Und am Sonntag werden wir nochmals angreifen.“ Morgen nämlich stehen die 200 m an, und auch dort zählt der Gartenstädter, der dem SV Tungendorf angehört, zum engsten Favoritenkreis.

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