Fussball-Regionalliga Nord : „Haben uns in Überzahl viel zu viele Fouls geleistet“

Enges Duell: Yannik Jakubowski vom VfR markiert Eichedes Haris Huseni, der die Kugel mit der Brust kontrolliert.
Enges Duell: Yannik Jakubowski vom VfR markiert Eichedes Haris Huseni, der die Kugel mit der Brust kontrolliert.

VfR-Rekordtrainer Ervin Lamce ist mit dem Auftritt seines Teams nicht zufrieden. Gästecoach Oliver Zapel findet warme Worte

shz.de von
11. November 2013, 21:00 Uhr

Es war ein leistungsgerechtes Remis, das 637 Zuschauer im Landesduell zwischen dem VfR Neumünster und dem SV Eichede erlebten. Verzeichneten die Gäste in den ersten 45 Minuten phasenweise deutliche Vorteile und auch die klar besseren Chancen, war nach dem Wiederbeginn die Heimelf das spielbestimmende Team. Zu einem Siegtreffer reichte es weder hüben noch drüben.

„Die Partie hatte keinen Sieger verdient“, meinte VfR-Trainer Ervin Lamce, der vom Rasensport-Vorstandsmitglied Siegfried Guder für seinen 214. Einsatz an der Seitenlinie mit einigen kleineren Präsenten geehrt wurde. Immerhin ist Lamce nun der dienstälteste Coach in der Clubhistorie. „Das zeigt, welch Vertrauen dir hier entgegengebracht wird. Gerade in der heutigen Zeit ist eine solch lange Amtsperiode ungewöhnlich und besonders“, richtete Gästecoach Oliver Zapel warme Worte in Richtung seines Pendants.

Zu gerne hätte Lamce in seinem Rekordspiel den ersten Heimsieg der Saison gefeiert, aber daraus wurde nichts. „Nach 20 Minuten gab es einen Bruch bei uns. Auch ärgert es mich, dass wir erneut eine Führung nicht über die Bühne geschaukelt haben. Auch haben wir zu wenig zweite Bälle bekommen und uns in Überzahl viel zu viele Fouls geleistet. Das hat Eichede in die Karten gespielt“, resümierte Lamce. Zapel bilanzierte: „Wir waren auf dem besten Weg, in Führung zu gehen, da fiel plötzlich ein Tor für den VfR. Gut war, dass wir mit dem 1:1 sofort eine Reaktion gezeigt haben. Auch hat mir gefallen, dass wir die brenzligen Situation nach den VfR-Standards gemeistert haben.“ Die Rote Karte für Arnold Lechler bezeichnete Zapel als „Fleckchen auf die gute Leistung“ und merkte an: „Mit seiner Hereinnahme wollten wir ,all in’ gehen. Aber das ging ,all in’ in die Hose.“

Pikant: Der VfR muss nun zum frisch gebackenen Zwangsabsteiger SV Wilhelmshaven. „Am liebsten würde ich dort gar nicht mehr hinfahren“, grantelte Lamce und verwies auf unnötige Bus- und Verpflegungskosten. Der 2. VfR-Vorsitzende Gerd Grümmer erklärte: „Wir warten ab, wie sich der Zwangsabstieg auf den laufenden Spielbetrieb auswirken wird.“ Nach aktuellem Stand würde Wilhelmshaven in der Wertung bleiben. Es bleibt abzuwarten, ob das Team vom Jadebusen nun aber möglicherweise noch zurückgezogen wird. Der SVW hat für heute eine Pressekonferenz anberaumt.

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