Handball-Kreisoberligen Mitte : Gut Heils Frauen haben einen Lauf

„Halt, hier geblieben“ – WaBos Kristina Jürgensen (li.) schnappt sich Bramstedts Ina Blume.
„Halt, hier geblieben“ – WaBos Kristina Jürgensen (li.) schnappt sich Bramstedts Ina Blume.

Die Kroll-Schützlinge landen den vierten Sieg in Serie. Bramstedt warnt vor einem Horror-Szenario im Abstiegskampf.

shz.de von
29. Januar 2015, 12:00 Uhr

Doppelerfolg für den SC Gut Heil Neumünster in den Handball-Kreisoberligen: Während die Männer es beim 28:24-Sieg gegen die HSG Horst/Kiebitzreihe II unnötig spannend machten, setzten die Frauen ihre Siegesserie gegen den bisherigen Tabellenzweiten HSG Horst/Kiebitzreihe fort. Die Männer der HSG 91 Nortorf standen nach der Partie gegen die HSG Eider Harde III einmal mehr mit leeren Händen da, bei den Frauen entschied die HSG WaBo 2011 dank einer starken kämpferischen Leistung das Derby gegen Bad Bramstedt für sich. Der SV Tungendorf indes kassierte gegen Spitzenreiter HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg die höchste Saisonniederlage (13:30). Auch Wift II verlor seine Partie, zeigte beim MTV Herzhorn II zumindest aber eine ansprechende Leistung. Für die Landesligareserve war es die elfte Pleite in Folge.

Kreisoberliga Männer

SC Gut Heil Neumünster – HSG Horst/Kiebitzreihe II 28:24 (12:12). „Einsatz und Disziplin“ hatte GHN-Coach Mark Stammler von seiner Mannschaft gefordert – und die setzte die Vorgaben gut um. Das Angriffsspiel der Gäste litt unter der konzentrierten Abwehrarbeit der Neumünsteraner, die sich bis zur Pause allerdings nicht absetzen konnten. Gut Heil erarbeitete sich zu Beginn der zweiten Hälfte einen Vorsprung, verpasste es dann aber trotz zahlreicher Großchancen, die Partie vorzeitig zu entscheiden. „Man hatte schon den Eindruck, wir wollten gar nicht gewinnen“, haderte Stammler, der sich des Sieges auch fünf Minuten vor dem Ende (23:22) längst nicht sicher sein konnte. Weil aber auch bei den Steinburgern die Konzentration nachließ, brachte Gut Heil die zwei Punkte schließlich unter Dach und Fach.

SC Gut Heil (Tore in Klammern): Mannke, Kandzora - Tietgen (11), Thomas (3), Velovic (4), Haupt, Kripgans (2), Steffens (2), Westphal, Hinz (4), Neumann (2).

Nächster Gegner: HSG Fockbek/Nübbel (A/Freitag, 6. Februar, 20.30 Uhr).

HSG Eider Harde III – HSG 91 Nortorf 36:31 (17:15). Nortorf überraschte die favorisierte HSG Eider Harde III in den Anfangsminuten offenbar völlig – nach 13 Minuten lag die HSG 91 mit 10:4 in Führung. Aber die Gäste schafften es nicht, das starke Niveau der Anfangsphase zu halten. So schmolz der Vorsprung nicht nur stetig, bereits zur Pause hatten die Hausherren die Partie gar gedreht. Die Nortorfer kamen fortan nicht mehr näher als auf zwei Tore heran (22:20, 39.), Mitte der zweiten Hälfte setzte sich Eider Harde III endgültig ab (29:22, 45.). „Trotzdem macht unsere teilweise gute Leistung Mut für die nächsten, wichtigen Spiele“, war Nortorfs Betreuer Kevin Rhode um ein positives Fazit bemüht.

HSG 91 Nortorf: Schulz, Preusse - Jahnke (3), Bodenbach (1), M. Reese, Pohl (7), Förster (6), Fahrenbach (2), Rohwer (3), Weimann (1), Bahr (2), Ulrich (3), Klindt (2), F. Reese (1).

Nächster Gegner: SG Kollmar/Neuendorf (A/Sonnabend, 31. Januar, 16 Uhr).

Kreisoberliga Frauen


SC Gut Heil Neumünster – HSG Horst/Kiebitzreihe 18:15 (13:7). Zum vierten Mal in Folge gingen die GHN-Frauen als Sieger vom Feld. Gegen den Tabellenzweiten legten die Einheimischen einen furiosen Start hin, offenbarten in der ersten Hälfte kaum Schwächen und warfen sich über ein 8:2 (17.) zu einer 13:7-Pausenführung. Nachdem Gut Heil die Führung auf 15:8 (34.) ausgebaut hatte, wurde es noch einmal spannend. Zwei Mal in doppelter Unterzahl spielend, konnten die Neumünsteranerinnen nicht verhindern, dass Horst/Kiebitzreihe mehrfach nach Tempogegenstößen erfolgreich war. Bis auf 16:15 aus GHN-Sicht (46.) kamen die Gäste heran. Doch Gut Heil bewies Nervenstärke. Die Schlussphase geriet zur „Abwehrschlacht“ (O-Ton GHN-Coach Thies Kroll), in der die Heimmannschaft keinen weiteren Gegentreffer zuließ. „Meine Mannschaft hat auch mental eine ganz starke Leistung abgeliefert und völlig verdient den Zweiten geschlagen“, lobte Kroll sein Team.

SC Gut Heil: Habermann - Ebbesen (1), Hinz (1), B. Kroll (2), Rathjen (2), J. Seidel (3), I. Kroll (3), Suhr (6), Szymkowiak, Schumann.

Nächster Gegner: SG Wift II (A/Sonntag, 1. Februar, 17 Uhr).

SVT – HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg 13:30 (5:15). Nur in den Anfangsminuten erwies sich der SV Tungendorf dem Spitzenreiter als ebenbürtiger Gegner. Nach dem 3:3 (8.) zog Schülp mit einem 5:0-Lauf davon. Zur Pause stand bereits ein deutliches 5:15 auf der Anzeigetafel. „Alle hatten einen schlechten Tag erwischt“, erklärte SVT-Betreuer Oliver Schnoor und bilanzierte weiter: „Leider konnten wir nicht die Leistung aus den vergangenen beiden Spielen abrufen.“ So war die Niederlage für die Tungendorfer nach den beiden Derbysiegen gegen Wift II und die Bramstedter TS nicht abzuwenden. Nach 60 Minuten stand die höchste Saisonpleite des SVT fest.

SV Tungendorf: Säring - Henke (6), Zastrow (2), Schlüter (1), C. Holm (1), Beucker (1), Berg (1), Dose (1), L. Holm, Berndt, Riepen.

Nächster Gegner: HSG WaBo 2011 (H/Sonntag, 1. Februar, 15.30 Uhr).

HSG WaBo 2011 – Bramstedter TS 25:22 (9:14). Im Kreisderby drückte Bramstedts drittligaerfahrene Rebekka Binnewies der ersten Hälfte ihren Stempel auf. „Wir haben sie nicht in den Griff bekommen. Sie warf Tore, wie sie wollte“, berichtete WaBo-Coach Tim Hildebrandt. So war vor allem Binnewies für die 14:9-Pausenführung der Gäste verantwortlich. Im zweiten Durchgang allerdings ließen sich die Bramstedterinnen von der kurzen Deckung gegen ihre beste Werferin aus dem Konzept bringen. WaBo nutzte Zeitstrafen gegen die Gäste konsequent aus, verkürzte auf 12:15 und glich beim 17:17 erstmals aus. In einem offenen Schlagabtausch setzte sich WaBo von 21:21 auf 24:21 ab und hielt den Vorsprung bis zum Ende. Für WaBo-Coach Hildebrandt war es „ein verdienter Sieg auf Grund unserer kämpferischen Leistung und weil wir uns nie aufgaben“. BT-Trainer Jörn Giesecke dagegen sprach angesichts von möglicherweise drei weiteren Absteigern über die Regelabsteiger hinaus von bevorstehenden „Endspielen“ für sein längst nicht gesichertes Team.

HSG WaBo 2011: Gundlach, Kanopka - Bass (1), Schultz (6), Harder, Könnecke (4), Witten (8), Heisch (3), Jürgensen, L. Henningsen (2), S. Henningsen, Dallmeyer (1).

Bramstedter TS: Jantzen - Staschik (1), L. Maczeyzik (2), Nehrmann, Knödler (3), Ina Blume, S. Maczeyzik (1), Binnewies (14), Ueck, Mehrens (1).

Nächster WaBo-Gegner: SV Tungendorf (A/Sonntag, 1. Februar, 15.30 Uhr). – Nächster Bramstedt-Gegner: SG Kollmar/Neuendorf (A/Sonnabend, 31. Januar, 18 Uhr).

MTV Herzhorn II – SG Wittorf/FTN II 18:15 (8:7). Eigentlich war den krisengeplagten Gästen kaum etwas vorzuwerfen. Die SG-Reserve hatte den Gegner phasenweise gut im Griff, auch die Torhüterinnen Natascha Duske und Christina Will erwischten laut Wift-Coach Ingo Schmich einen „Sahnetag“. Einzig am Abschlussglück haperte es – und das gab letztlich den Ausschlag für die Niederlage der Wift-Reserve. „Herzhorn II war definitiv zu schlagen, hatte aber oft das Quäntchen Glück, das wir aktuell leider nicht haben“, meinte Schmich, der ansonsten nur Lob für sein Team übrig hatte: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Einstellung und Kampf waren sehr gut.“


SG Wittorf/FTN II: Duske, Will - Griese, Schulz (2), Behrend (4), Westphal (3), Schlüter, Gosch, Semik (4), Lucht, Mayer, Küster (2), Westendorff.

Nächster Gegner: SC Gut Heil Neumünster (H/Sonntag, 1. Februar, 17 Uhr).

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