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Handball-Kreisoberligen Mitte : Gut Heils Defensive wird zum aggressiven Bollwerk

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die GHN-Frauen gewinnen das Derby gegen Wift II mit 20:18. Die GHN-Männer stehen wieder an der Tabellenspitze.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2014 | 19:30 Uhr

Der SC Gut Heil ist an die Tabellenspitze der Männerhandball-Kreisoberliga zurückgekehrt. Die „Männer vom Wasserturm“ besiegten die HSG Fockbek/Nübbel mit 29:25 und profitierten zudem von der ersten Saisonniederlage des bisherigen Tabellenersten HSG Horst/Kiebitzreihe II (24:25 bei der HSG Kremperheide/Münsterdorf II). Um ein Haar hätte der SV Tungendorf seinen ersten Punkt eingefahren, am Ende gab es für den Aufsteiger bei der HSG Eider Harde III allerdings eine ärgerliche 31:32-Niederlage. Das Spiel der HSG 91 Nortorf gegen die SG Kollmar/Neuendorf wurde kurzfristig auf kommenden Sonntag, 16 Uhr, verschoben.

Bei den gleichklassigen Frauen war Derbyzeit angesagt. In zwei engen Spielen triumphierten der SC Gut Heil (20:18 gegen die SG Wift II) und der SV Tungendorf (18:17 bei der HSG WaBo). Die Bramstedter TS war spielfrei.

Kreisoberliga Männer

HSG Eider Harde III – SV Tungendorf 32:31 (17:13). „Wir sind gut ins Spiel gestartet“, kommentierte Gästebetreuerin Janine Säring den viel versprechenden Beginn des Außenseiters, der in der 13. Minute mit 9:6 vorne lag. In der Folge kamen die Hausherren auf und führten eine Viertelstunde später nach einem 10:3-Lauf mit 16:12 sowie zur Pause mit 17:13. „Wir haben jedoch nicht nachgelassen und uns wieder herangekämpft“, sah Säring einen nie aufsteckenden Gast. Tungendorf schaffte sogar über die Station 21:21 (42.) eine 22:21-Führung (43.) Es sollte jedoch das letzte Mal sein, dass Eider Harde III zurücklag. Bis zum 25:25 (49.) bewegte sich der SVT auf einem Level, geriet dann aber ins Hintertreffen. Als die Einheimischen vier Tore Differenz aufgebaut hatten (31:27/55.), schien alles klar zu sein. Doch die Gäste kämpften sich abermals zurück (31:30/58.), ohne jedoch noch einen entscheidenden Stich landen zu können. „Es gab viele umstrittene Situationen, die gegen uns gepfiffen wurden. Ein Sieg war daher einfach nicht möglich“, haderte Säring mit der Schiedsrichterleistung in Hohn.

SV Tungendorf (Tore in Klammern): Korten, Nielsen - Bottke (1), Meder (1), C. Schmidt-Holländer (1), Horst (4), M. Kraft (4), Mittendorfer (7), Beierke, P. Schmidt-Holländer (4), Deutschmann (8), Gass (1).

Nächster Gegner: MTV Herzhorn II (H/Sonntag, 2. November, 15.30 Uhr).

SC Gut Heil Neumünster – HSG Fockbek/Nübbel 29:25 (16:15). Den Hausherren war anzumerken, dass sie gewillt waren, die klare 27:35-Niederlage bei Kremperheide/Münsterdorf II in der Woche zuvor wettmachen zu wollen. „Couragiert und engagiert gingen meine Jungs zu Werke“, berichtete GHN-Trainer Mark Stammler, der allerdings auch einen nicht abzuschüttelnden Gast sah: „Nichtsdestotrotz lief die erste Halbzeit ziemlich ausgeglichen.“ Es lag jedoch in erster Linie an seinem eigenen Team, dass Fockbek/Nübbel dranblieb. Durch technische Fehler und eine schlechte Wurfausbeute machte sich Gut Heil das Leben selbst schwer. Nach der nur knappen 16:15-Pausenführung erwies sich als Bonuspunkt, dass sich die Abwehr der Gastgeber steigerte. GHN kam fortan zu einfachen Ballgewinnen und setzte sich im Duell mit dem selbst ernannten „grün-weißen Ballett“ ab der 50. Minute entscheidend ab.

SC Gut Heil: Mannke, Kandzora - Tietgen (3), Knapp, Thomas, Velovic, Kripgans Neumann (4), Steffens (3), Hinz, Fleischer (9), Rohwedder (2), Röder (3), Jessulat (5).

Nächster Gegner: SV Tungendorf (H/Sonnabend, 8. November, 15.25 Uhr).

Kreisoberliga Frauen

SC Gut Heil Neumünster – SG Wift II 20:18 (10:9). „Wir sind wieder in der Spur“, atmetete Gut Heils Trainer Thies Kroll nach dem Derbysieg und einigen unglücklichen Niederlagen zuvor erst einmal durch. Sein Team hatte allerdings ein dickes Brett zu bohren. Die Gäste erarbeiteten sich zu Beginn eine knappe Führung, die Gut Heil erst kurz vor der Pause zu seinen Gunsten umwandelte. Der 10:9-Halbzeitvorsprung beseelte aber keineswegs die Einheimischen, stattdessen setzte Wift II zum Zwischenspurt an (11:14/37.). In der Folge bissen die Wittorferinnen in der GHN-Deckung aber auf Granit. Kroll bezeichnete seine Deckung als „aggressives Bollwerk auf schnellen Beinen“. Da sich die plötzlich trickreiche Offensive ebenfalls steigerte, kamen seine Schützlinge zum 14:14 (41.). Beim 17:17 (58.) lief alles auf eine Punkteteilung hinaus, ehe Gut Heil gleich drei Treffer in Serie gelangen – damit war der Käse zum Bahnhof gerollt. „Mit vier vergebenen Siebenmetern haben wir uns das Leben unnötig schwer gemacht. Unsere durchweg geschlossene Mannschaftsleistung hat jedoch alles ausgebügelt“, freute sich Thies Kroll. Gästecoach Ingo Schmich bilanzierte als fairer Verlierer: „Der Abschluss wurde nach der Pause viel zu schnell gesucht, auch kam bei uns der eine oder andere technische Fehler hinzu. Gut Heil war einfach cleverer als wir und somit der verdiente Sieger.“

SC Gut Heil: Habermann - Ebbesen (1), Hinz (5), Kroll (2), Rathjen (5), Seidel (2), Kroll (1), Suhr (1), Szymkowiak (3), Schumann.

SG Wift II: Duske - Wendt (3), Hänfler (2), Will, Griese (2), Gosch, Schultz (3), Behrend (3), Schlüter, Küster (1), Gau (4), Pottel, Lucht.

Nächster GHN-Gegner: HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (A/Sonnabend, 1. November, 16.45 Uhr). – Nächster Wift II-Gegner: HSG Kremperheide/Münsterdorf II (H/Sonntag, 2. November, 15.30 Uhr).

HSG WaBo 2011 – SV Tungendorf 17:18 (8:11). Eine starke Anfangsphase des SVT sollte letztlich die Weichenstellung für das Derby in Wankendorf bedeuten. Während WaBo sich zunächst gar nicht zurechtfand, spielte Tungendorf schnell eine 6:2-Führung heraus. „Der Appell an den Kampfgeist meiner Mannschaft in der Halbzeitpause zeigte Wirkung“, registrierte WaBo-Coach Tim Hildebrandt eine Leistungssteigerung seiner Truppe, die es allerdings nicht mehr schaffte, der Partie eine Wende zu verleihen. „Angesichts von vier verworfenen Siebenmetern wäre ein Sieg für uns aber auch ungerechtfertigt gewesen“, räumte Hildebrandt ein.

HSG WaBo 2011: Gundlach, Kanopka - Schultz (2), Witten (2), Henningsen (3), Heisch (2), Harder (3), Knauft (3), Könnecke (2), Baer, Dallmeyer, Dräger.

SV Tungendorf: Gallus - Säring, Beucker, Ruzic (2), Berg (1), Berndt (2), Neumann (5), Schlüter, Henke, Freitag (2), Dose (2), Riepen (4).

Nächster WaBo-Gegner: SG Kollmar/Neuendorf (A/Sonnabend, 1. November, 18 Uhr). – Nächster SVT-Gegner: HSG Störtal Hummeln (H/Sonnabend, 11. Oktober, 17 Uhr).

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