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2. Basketball-Regionalliga der Herren : Geschafft: TS Einfeld bleibt drin!

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Aufsteiger fährt am letzten Spieltag mit einem 81:73 über den Vizemeister Bramfelder SV den Klassenerhalt ein.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2016 | 09:00 Uhr

Die „Riesen vom See“ haben den Schalter rechtzeitig umgelegt. Nach zuvor sieben Niederlagen in Folge hat der TS Einfeld am letzten Spieltag der 2. Basketball-Regionalliga den dringend benötigten Sieg eingefahren. Die Schwarz-Weißen bezwangen den Vizemeister Bramfelder SV mit 81:73 (19:18, 34:41, 54:55) und brachten damit den Klassenerhalt im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg unter Dach und Fach.

TSE-Trainer Christoph Mallach begann mit Michael Pieper, Torge Smyrek, Kai Schnoor, Jörg Peters und Hauke Koll. Diese Formation zeigte sich gleich hellwach. Schnoor schloss die ersten beiden Spielzüge erfolgreich ab, Smyrek legte nach (6:0/2.). Dann aber kam der mit nur sechs Akteuren angereiste Vizemeister besser in die Partie, verkürzte auf 5:6 (3.) und beantwortete Einfelds 11:7-Führung (5.) mit einem 7:0-Lauf zum 11:14 (7.). Einfeld riss das Ruder noch einmal herum, Schnoor sorgte für einen 19:18-Vorsprung der Hausherren nach dem ersten Viertel.

In der Folge ließ Bramfeld erkennen, dass es nicht nach Neumünster gereist war, um sich kampflos zu ergeben. Die Hamburger lagen im zweiten Durchgang permanent vorn, das 41:34 zur Pause bedeutete ihre deutlichste Führung bis dahin. In der Halbzeitpause schwor Mallach sein Team noch einmal ein und machte klar, dass der Verlauf der ersten Halbzeit gezeigt hatte, dass Einfeld alles andere als chancenlos ist. Dementsprechend motiviert kamen die Schwarz-Weißen aus der Kabine. Jörg Peters, Hauke Koll und Pieper brachten sie gleich mal auf 40:41 heran (23.), ehe Pieper mit drei Dreiern (47:47/27., 50:49/29., 53:54/29.) für einen weiteren Schub im Lager der „Riesen“ sorgte. Allerdings: Mit 55:54 für Bramfeld endete das dritte Viertel. Und die Gäste legten nach, hatten beim 61:54 aus ihrer Sicht (31.) wieder mit sieben Punkten Differenz die Nase vorn.

Die wohl spielentscheidende Szene ereignete sich beim Stand von 63:56 für den BSV (33.): Bramfelds bis dahin stärkster Akteur, Paul Nowakowski (insgesamt 24 Zähler), wurde von Pieper bei einem Schnellangriff gut verteidigt und erhielt dadurch ein Offensivfoul. Dieses war sein fünftes Foul und bedeutete den Ausschluss. Weil sich ein Spieler der Gäste bereits verletzt hatte, musste Bramfeld fortan die Partie in Unterzahl bestreiten. Einfeld nutzte das Momentum. Schnoor erzielte zwei Dreier und läutete so einen 12:0-Lauf des TSE zum 71:65 ein (35.). Doch Bramfeld gab sich keinesfalls geschlagen, glich in diesem längst zum Basketball-Krimi aufgestiegenen Duell dank erfolgreicher Eins-gegen-eins-Situationen zum 71:71 aus (37.). Nachdem Smyrek kurz darauf das 74:73 gelungen war, verfehlten die Gäste das Ziel. Schnoor sicherte sich den Rebound und wurde dabei gefoult, die fälligen zwei Freiwürfe verwandelte er 45 Sekunden vor Schluss zum 76:73. Bramfeld nahm eine Auszeit, scheiterte anschließend mit einem Dreierversuch zum Ausgleich. Tobias Langtim, Schnoor und Smyrek machten gegen nun offensichtlich demoralisierte Gäste das 81:73 perfekt und stürzten Einfeld in ein Jubelmeer.

„Wir sind sehr erleichtert. Unsere Mannschaft war auf Grund der Niederlagenserie verunsichert, was man auch erneut an der Spielanlage ablesen konnte. Aber sie hat bis zum Ende großartig gekämpft und alles gegeben – und darum ist der Sieg und der Klassenerhalt auch verdient. Ein Sonderlob geht an Pieper, der eine großartige Partie gespielt hat, obwohl er direkt vor unserer Partie bereits für den MTSV Hohenwestedt in der Fußball-Verbandsliga 90 Minuten im Einsatz war“, konstatierte TSE-Ligaobmann Helge Peters, dessen Team eine durchschnittliche Freiwurfquote von 65 Prozent aufwies (13 von 20).

TS Einfeld (Punkte in Klammern): Pieper (16/4 Dreier), Smyrek (16), Schnoor (16/2), Koll (11), Langtim (10/2), J. Peters (6), Schlemmer (4), Larsen (2), Ibrahimi, Heuer.

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