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Handball : Gelebte Inklusion: Gut Heil startet das Projekt Handiball

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Menschen mit und ohne Behinderung sind in Faldera gemeinsam aktiv und machen völlig neue Erfahrungen.

Die ersten Schritte oder auch Bewegungen in Sachen Inklusionshandball in Neumünster sind gemacht. Erstmals hatte die Handballabteilung des SC Gut Heil zum öffentlichen Schnuppertraining in die Sporthalle Faldera eingeladen und sich dabei speziell an Menschen mit Handicap gerichtet.

Das Projekt Handiball zielt im Jahr der Inklusion darauf hinaus, Menschen mit und ohne Behinderungen zu ermöglichen, zusammen die Sportart Handball zu erlernen und zu spielen. Mit elf Teilnehmern blieb die Resonanz zwar auf den ersten Blick etwas hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück, doch dann ging es eineinhalb Stunden lang rund. Auch zwei Rollifahrerinnen hatten den Weg in die Halle gefunden und sichtlich ihren Spaß an den zu bewältigen Aufgaben, die sich allesamt um den Ball drehten. Die Berührungsängste wurden schnell zur Seite geräumt, und schon nach kurzer Zeit schallte fröhliches Lachen durch die Halle. „Es gibt immer noch so viele Barrieren und Grenzen zwischen Menschen mit und Menschen ohne Handicap. Die wollen wir mit unserem Projekt abbauen und beiden Seiten zeigen, dass man voneinander nur lernen kann und alle ihren Platz in unserer Gesellschaft haben – und zwar einen gleichwertigen“, erklärte Ilona Koopmann von der Projektleitung des SC Gut Heil.

Wöchentlich soll nun jeweils mittwochs ab 16.30 Uhr ein gemeinsames Training angeboten werden. Dabei sind das Alter, das Geschlecht oder der Grad einer Behinderung völlig unwichtig. „Es hat sich bei unserer Auftaktveranstaltung ja schon nach ganz kurzer Zeit gezeigt, dass dies alles völlig unwichtig ist. Das Miteinander steht im Vordergrund“, betonte Koopmann.

Nach den Stationsaufgaben wurde zum Abschluss gemeinsam mit dem Helferteam noch Handball gespielt. Die Begeisterung auf beiden Seiten kannte keine Grenzen mehr. Sichtlich zufrieden, stolz und mit strahlenden Augen verabschiedeten sich die Teilnehmer mit der Vorfreude auf das nächste Training. „Alle waren begeistert, auch unser Helferteam aus der Handballabteilung hat völlig neue Erfahrungen gemacht. Aber alle sind sich einig, dass sie wiederkommen wollen. Und wir sind uns sicher, dass diese Gruppe wachsen wird. Denn dass hier jeder willkommen ist, wird sich herumsprechen“, fasste Koopmann den ersten Handiball-Tag des SC Gut Heil zusammen.

Nähere Informationen zu dem Projekt gibt es unter www.handiball.de.

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erstellt am 14.Mai.2014 | 14:00 Uhr

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