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Fussballschiedsrichter wehren sich : „Fühlen uns aufs Gröbste beleidigt“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünsters Schiedsrichterboss Hubert Kessler weist die Vorwürfe des Ex-Unparteiischen Winfried Wodatscheck entschieden zurück.

shz.de von
erstellt am 12.Okt.2013 | 18:00 Uhr

Fußball-Neumünster diskutiert über die Aussagen des Ex-Schiedsrichters und heutigen Co-Trainers des Kreisligisten Ruthenberger SV, Winfried Wodatscheck („Zehn Spitzenschiris und 30 Pfeifen“, sh:z-Berichterstattung vom 9. Oktober). Hubert Kessler, Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses (KSA) im Kreisfußballverband (KFV) Neumünster, äußerte sich jetzt offiziell dazu. Unsere Redaktion veröffentlicht nachstehend seine deftige Stellungnahme:

„Mein gesamter Lehrstab, alle aktiven Schiedsrichter des KFV und ich sind empört über die erhobenen Vorwürfe und Anschuldigungen. Dass ausgerechnet ein vom Sportgericht wegen Betrugs und anderer Delikte mit der Höchststrafe von zwei Jahren Sperre für alle Ämter im Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verband Verurteilter sich erdreistet, den Schiedsrichtern Manipulationen zu unterstellen, ist an Feistigkeit und Frechheit kaum zu überbieten und lässt den Schluss zu, dass Wodatscheck von sich auf andere schließt. Er ist im Übrigen auf Grund der Urteile des Sportgerichts satzungsgemäß unehrenhaft aus unserer Schiedsrichtergruppe entfernt und von der Liste der Unparteiischen gestrichen worden.

Überall, wo der Name Wodatscheck fällt, sind Negativschlagzeilen offensichtlich nicht allzu weit entfernt. So ist er in seiner Tätigkeit als Jugendobmann beim VfR und als Funktionär bei Olympia auf Grund von Unregelmäßigkeiten kläglich gescheitert, wobei ihm sogar Haus- und Platzverbot erteilt wurden. In der hiesigen Fußballszene sind diese Fakten sämtlichen Insidern bekannt. Allen anderen mögen sie dazu dienen, das gestörte Verhältnis des Herrn Wodatscheck zur Wahrheit zu erkennen und dessen Glaubwürdigkeit selbst einzuschätzen.

Dass sein ,Rundumschlag’ angeblich nichts mit den in der jüngsten Vergangenheit erfolgten Feldverweisen für den Ruthenberger SV zu tun hat, glaubt er nur alleine. Nicht die Schiedsrichter benachteiligen den Ruthenberger SV, sondern einzig und allein eine gewisse Disziplinlosigkeiten einzelner Spieler lässt den Verein sowohl mit seiner ersten als auch mit seiner zweiten Mannschaft auf den letzten Plätzen der Fairplay-Tabellen im KFV Neumünster erscheinen.

Hinsichtlich der von Wodatscheck geforderten Beobachter sei nur so viel gesagt, dass Woche für Woche ich selbst, ein Mitglied des KSA oder ein neutraler Beobachter die Unparteiischen auf den Plätzen beobachtet, die jeweilige Leistung mit dem Schiedsrichter analysiert und eventuelle Fehler bespricht. Hätte es dieses Beobachtungssystem schon zu den aktiven Zeiten von Wodatscheck gegeben, hätte dieser sicherlich keine 30 Jahre auf den Sportplätzen in Neumünster verbracht, sondern wäre garantiert schon früher ,aussortiert’ worden.

Seine Kritik an der Lehrarbeit im KSA ist genauso frech und durch nichts begründet. Der KSA verfügt mit Stefan Wiese, Georg Kessler, Marten Lühr, Oliver Uhde, Falk Schmidt und Aslan Gastrock über einen Lehrstab, um den uns viele Kreise beneiden und der im SHFV einen sehr guten Ruf genießt. Dies mag vor meiner Zeit anders gewesen sein. Wodatscheck mag dies als Blabla empfunden haben und womöglich auch eingeschlafen sein. Kein Unparteiischer unserer Schiedsrichtergruppe würde die gute Lehrarbeit als Blabla bezeichnen, geschweige denn einschlafen.

Auch ist kein , guter’ Schiedsrichter vom KSA ,rausgeekelt’ worden. Bei allen Streichungen handelte es sich nicht um ,gute’ Unparteiische, sondern um ,Kameraden’, die meinten, unter Alkoholeinfluss Spiele leiten zu müssen, oder die sich als Randalierer auf den Lehrabenden hervortaten oder schlicht und ergreifend die geforderten Kriterien für die Anerkennung als Schiedsrichter in keiner Weise erfüllten.

Abschließend bleibt festzustellen, dass der KSA Neumünster jederzeit für konstruktive Kritik zugänglich und dankbar ist. Die gesamte Schiedsrichtergruppe Neumünster fühlt sich durch die infamen und durch nichts begründeten Verdächtigungen und Anschuldigungen dieser so ,integeren Persönlichkeit’ eines Winfried Wodatscheck aufs Gröbste beleidigt, weist dessen Anschuldigungen mit allem Nachdruck zurück und wird weiterhin bemüht sein, dem Fußballsport in Neumünster dienlich zu sein.“

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