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Boxen : Frank Blümle schickt tschechischen Gegner auf die Bretter

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bei einem Profi-Boxabend in Schwerin zeigte sich der Neumünsteraner Cruisergewichtler bestens eingestellt. Technischer Knock-out beendete den Kampf gegen Rudolf Murko vorzeitig.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Ein gezielter Leberhaken mit der linken Führhand brachte jetzt die Entscheidung zu Gunsten von Frank Blümle. Der 29-jährige Profi-Boxer vom SC Gut Heil traf bei einem Box-Abend des Veranstalters PSP-Boxing in Schwerin auf den 35-jährigen Tschechen Rudolf Murko. In der dritten Runde brach der Ringrichter den Kampf ab – Technischer Knock-out. Zu hoch war die Überlegenheit des Neumünsteraners.

Der Kampf im Cruisergewicht (bis 90,7 kg) gegen den routinierten Murko (66 Profikämpfe), den Blümle als „harten Hund“ einschätzte, war eigentlich auf acht dreiminütige Runden angelegt. Schon in der ersten Runde zeichnete sich jedoch eine klare Tendenz zu Gunsten des Gut-Heilers ab. Der Tscheche boxte äußerst defensiv, sporadischen Aktionen seines Gegners nahm Blümle geschickt jede Wirkung. Die zweite Runde gestaltete sich ähnlich. Kurz vor Ablauf der drei Minuten gelang Blümle dann die vorentscheidende Aktion. Der Leberhaken nahm Murko die Luft. Der rund acht Zentimeter kleinere Tscheche ging runter, wurde aber vom wenige Sekunden später ertönenden Gong gerettet. „In der Pause hockte er in seiner Ecke auf den Knien“, erklärte Blümle, der sich seines Sieges aber nicht zu sicher sein durfte: „Meine Trainer haben gesagt, dass ich genauso weiterarbeiten muss – variabel boxen und Murko beschäftigen.“ Mit Körper-Kopf-Kombinationen beseitigte Blümle fortan jeden noch bestehenden Restzweifel an seinem Erfolg. „Ich habe versucht auf die Leber zu schlagen. Die hat Murko dann mit den Armen geschützt, sodass der Weg zum Kopf frei war.“ Mitte der dritten Runde hatte der Ringrichter dann genug gesehen und beendete den Kampf.

Blümle zog ein positives Fazit: „Ich bin sehr zufrieden. Das Kampf-Konzept, dass wir uns zurecht gelegt hatten, ging eins zu eins auf.“ Lediglich seine Trainer Jens Kruse und Ingolf Blümle seien „ein wenig traurig gewesen, dass der Kampf so früh zu Ende war. Sie hätten es gerne gesehen, dass ich einmal über eine längere Distanz hätte gehen müssen“, so Frank Blümle, der selbst nur sehr wenige Treffer kassierte und keinerlei Kampfspuren davontrug. Nach diesem Sieg darf Blümle voraussichtlich Anfang 2014 um den Intercontinental-Titel des Boxverbandes WBF kämpfen. Wann und wo das Duell steigen wird ist, ebenso wie der Kontrahent Blümles, noch offen.

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