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Handball-Oberliga HH/SH Männer : Flensburger Handball-Gala bei der SG Wift

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neumünsteraner verlieren auch das vierte Duell mit dem DHK. Vier verdiente Recken werden verabschiedet, der Sportpool überreicht 5000 Euro.

Schaulaufen im letzten Heimspiel der Saison auf der einen Seite, brutaler Aufstiegsdruck auf der anderen: Die Vorzeichen sprachen deutlich für ein Handballfestival, und die 398 Zuschauer in der ausverkauften KSV-Halle wurden belohnt: Gegen eine tapfer kämpfende SG Wittorf/FTN bot Oberliga-Spitzenreiter DHK Flensborg bei seinem 39:27 (20:16) nämlich allerhöchste Handballkunst und darf nun den Sekt für die bevorstehende Meisterschaft kaltstellen.

Drei Mal hintereinander folgte zuletzt für Wift auf ein Sieg eine Niederlage, und diese Serie scheint sich im Saisonendspurt fortzusetzen – ein Erfolg beim als Absteiger feststehenden TSV Mildstedt am letzten Spieltag vorausgesetzt. Die Hausherren hatten sich zwar einiges vorgenommen, um gegen den Tabellenführer nicht auch noch die vierte Niederlage in dieser Saison zu kassieren, doch daraus wurde nichts. Letztendlich stand sogar die höchste Pleite aus allen Saisonduellen mit DHK auf der Anzeigetafel. „Das ist mir ein wenig zu hoch ausgefallen. Eine zweistellige Niederlage wollten wir auf jeden Fall vermeiden“, meinte „Bären“-Trainer Peter Bente – allein, sie war auch in dieser Höhe verdient!

Der Tabellendritte, der vor der Partie Trainer Peter Schäfke (wechselt in den Nachwuchsbereich der SG) sowie mit Helge Rahn, Sven Steffen (beide handballerischer Ruhestand) und Tim Rostock (eigene „Dritte“) drei „Männer der ersten Stunde“ aus dem Aufstiegsjahr 2006 in den Handball-Ruhestand verabschiedete – alle erhielten zwei Eintrittskarten für das Länderspiel Deutschland gegen Österreich am 14. Juni in Kiel –, hatte zwar keineswegs einen schlechten Tag erwischt und steckte bis zur Schlusssirene nicht auf, doch die Flensburger wirkten schier übermächtig. Agil und konsequent in der Deckung, wieselflink und zielstrebig im Angriff zeigte das Team von Coach Matthias Hahn schnell, wer Herr im Haus war – die etwa 100 mitgereisten Fans taten ihr Übriges. DHK traf, vor allem über die erste und zweite Welle, aus allen Lagen, während sich Wift im Positionsspiel die Zähne ausbiss oder spätestens im Abschluss am exzellenten Gästetorwart Paul Weidner scheiterte. Schnell lag Blau-Weiß mit 4:9 (10.) zurück, und erst als das Duo Peter Bente/Schäfke in seiner Auszeit die SG-Deckung etwas defensiver einstellte (17.), verlief die Partie ausgeglichen – und das bis zum 16:20 zur Pause. „In dieser Phase war hinten alles okay, und wir haben wenig Fehler gemacht. Nur vorne haben wir zu viel verschossen“, analysierte Peter Bente treffend.

Knackpunkt der Partie aber waren die Szenen kurz nach dem Wiederbeginn. Beim Stand vom 19:22 (35.) bekam Wift in Überzahl einen Siebenmeter zugesprochen, mit dem der sonst wurfstarke Reiner Kobs (acht Treffer) jedoch am eingewechselten Hendrik Schefer scheiterte. Diese Euphorie nutzte dessen Teamkollege Marc Blockus zu zwei Treffern in Unterzahl zum 19:24 (37.), was Wift in eine kurze Schockstarre versetzte, an deren Ende plötzlich ein 19:28 stand (43.). Ab jetzt war die Partie gelaufen, und das eigens angereiste Flensburger Förde-Radio konnte seinen Hörern schon vor dem eigentlichen Ende die Entscheidung verkünden. „Wenn der Siebenmeter reingeht, wird Flensborg nervös. Dann läuft das Spiel vielleicht anders“, mutmaßte Peter Bente, der diese Niederlage jedoch einzuschätzen wusste.

SG Wift (Tore in Klammern): Hoffmann, Quednau, Titze - Haß, Lehmann (1), Rahn, Henrich (2), Koslowski, Plöhn (4), Sellmer (1), Rostock (2), L. Bente (3), Stock (6), Kobs (8/2).

Schiedsrichter: Sötje/Sötje (Kiebitzreihe). – Zuschauer: 398. – Letzter Gegner 2014/15: TSV Mildstedt (A/Sonnabend, 18 Uhr).

In der Halbzeitpause des Spitzenspiels am Hansaring klingelten für die SG Wift noch einmal gehörig die Kassen. Der neue Vorsitzende des Neumünsteraner Sportpools, Markus Küstner, überreichte Ligaobmann Matthias Lucht einen Scheck in Höhe von 5000 Euro zur finanziellen Unterstützung für die kommende, dann zehnte Oberligasaison der Blau-Weißen.

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