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Handball-Oberliga HH/SH Männer : Fehlerteufel im Wift-Spiel

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nur 73 Zuschauer sehen beim 26:28 gegen Hürup das Ende einer eindrucksvollen Siegesserie.

Leere Ränge und das Ende einer tollen Serie: Im zweiten Spiel ihrer englischen Woche unterlagen die Oberligahandballer der SG Wittorf/FTN dem TSV Hürup mit 26:28 (14:14). Nach neun Siegen in Folge riss damit die seit Beginn der Rückrunde andauernde Erfolgsserie der Neumünsteraner – und das vor nur 73 (!) treuen Zuschauern in der KSV-Halle. Das war der mit Abstand geringste Zuspruch in der Wift-Viertligahistorie. Mutmaßlich hatte der Kracher in der Fußball-Europa League zwischen Liverpool und Dortmund (4:3) viele von einem Besuch am Hansaring abgehalten. Für Wift war die Niederlage gleichbedeutend mit dem Ende der noch verbliebenen Resthoffnung auf den Meistertitel. Denn nun beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter HSV Hamburg II bei nur noch drei ausstehenden Partien fünf Punkte.

Umkämpft und eng ging es los. Nach wechselnden Führungen stand es zwischenzeitlich 8:8 (16.). Knapp zehn Minuten später hatte sich Wift seit dem anfänglichen 2:0 erstmals wieder auf zwei Treffer abgesetzt (12:10/25.). Doch Wittorfer Fehlpässe und Abschlussschwächen brachten die die Gäste wieder in die Spur. Ferner häuften sich die Diskussionen auf dem Feld. Immer wieder wurde die sehr individuelle Linie der Unparteiischen aus allen Richtungen kommentiert und hinterfragt. Hürups Trainer Christian Lutter sah in dieser Phase sogar die Gelbe Karte, während sich seine noch nicht vor dem Abstieg gerettete Truppe bis zur Pause ein 14:14 erkämpfte.

Auch nach dem Wechsel blieb der Fehlerteufel ein treuer Begleiter der einheimischen „Bären“. Gleich zwei schlechte Kreisanspiele und drei vergebene Chancen später markierte Hürup in der 36. Minute seine erste Drei-Tore-Führung (17:14 aus Gästesicht). Zwar egalisierten die Hausherren (17:17/38.), aber der Abwehrriegel der Wittorfer bekam weiterhin keinen Zugriff. Zu allem Überfluss knickte Tommy Fängler bei seiner folgenden Offensivaktion um, musste behandelt werden und fiel für das restliche Spiel aus. Beim Stand von 20:24 (48.) zückte Wift-Trainer Peter Bente die Grüne Karte, nachdem auch ein Torhüterwechsel des zunächst guten André Hoffmann auf Erik Quednau keine Besserung gebracht hatte, und stellte die Deckung auf 5:1 um. Dies trug Früchte, die SG kam auf 25:26 heran (55.). Doch in den verbliebenen Minuten vernagelte Hürups Keeper Noah Jessen seine Kiste und avancierte damit zum Matchwinner. Ob Reiner Kobs vom Siebenmeterpunkt, Philipp Henrich, Lars Bente oder Tim Kreft, sie alle scheiterten an Jessen. Und so zogen die Gäste entscheidend davon (25:28/59.).

„Gerade wenn wir bis auf ein Tor dran waren, haben wir alles mit individuellen Fehlern selbst wieder zunichte gemacht. Das hatte teilweise, passend zum Wochentag, Trainingsspielcharakter“, sagte Peter Bente.

Für großen Ärger bleibt keine Zeit im Wift-Lager, bereits heute um 18 Uhr wartet der Drittletzte TuS Lübeck 93 auf die „Bären“. Deren Personaloptionen werden indes kleiner. Zu Kapitän Thorben Plöhn, dem eine Schulterverletzung zu schaffen macht, und dem Langzeitverletzten Matthias Koslowski gesellte sich am Donnerstagabend, wie ja bereits erwähnt, der Rückraumschütze Fängler.

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Hoffmann, Quednau – Kobs (6/davon 3 Siebenmeter), Kreft (4), Schmidtke (2), Lehmann, Henrich (2), L. Bente (4), Stock (7), Haß, Fängler (1), Binnewies.

SR: Jäger/Kempe (Ellerbek). – Zuschauer: 73. – Nächster Gegner: TuS Lübeck 93 (A/heute, 18 Uhr).

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