zur Navigation springen

Handball-Oberliga HH/SH Männer : „Es war eine sensationelle Saison“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bei der SG Wift fällt die Selbstkritik positiv aus. Die Neumünsteraner sind stärkste Rückrunden- und Auswärtsmannschaft.

Was für eine Saison: Für die Handballer der SG Wift war 2015/16 die bisher beste Spielzeit ihrer Oberligazugehörigkeit. Der Courier blickt zurück.

Bereits ab dem vierten Spieltag war Wift ein fester Bestandteil des Toptrios. Es folgten zwar einige Rangkämpfe, aber ab dem 17. Spieltag bekleideten die „Bären“ ununterbrochen den zweiten Platz und krönten ihre wöchentlichen Leistungen am Ende mit der Vizemeisterschaft. Nebenbei waren die Blau-Weißen mit zwölf Siegen – vor dem Meister HSV Hamburg II mit elf Erfolgen – die beste Rückrundenmannschaft und überholten den eigentlichen Ligaprimus ebenso im Rennen um den Titel der besten Auswärtsmannschaft. Nach 13 absolvierten Auswärtspartien wiesen die Schwalestädter mit nur einer Niederlage (und die fiel auch nur mit einem Tor Unterschied beim HSV II denkbar knapp aus) und zwei Unentschieden stolze 20:4 Punkte auf, während die Konkurrenz aus der Hansestadt auf Grund dreier punktloser Auftritte nur auf 18:6 Zähler kam. Nicht zu vergessen war Wifts Auftritt in der Pokalrunde. Erst im Halbfinale des DHB-Amateur-Pokals war Endstation, als es beim gleichklassigen sächsischen Vertreter HC Glauchau/Meerane eine 22:23-Niederlage gab, die in ihrem Zustandekommen sehr umstritten war. Wermutstropfen für Wift waren streng genommen nur die bisweilen enttäuschenden Zuschauerzahlen bei Heimspielen mit dem absoluten Minusrekord von 73 Besuchern bei der Partie gegen den TSV Hürup.

„Es war eine außerordentlich gute Saison für uns“, resümierte Spielertrainer Yannik Stock, und Ligaobmann Matthias Lucht steigerte diese Aussage noch: „Es war eine sensationelle Saison.“ Einig waren sich beide darüber, dass es in dieser Spielzeit lediglich zwei nicht zufrieden stellende Begegnungen gab: Das 25:30 gegen den Absteiger AMTV Hamburg und das 26:28 gegen Hürup, das nebenbei auch die Siegesserie der „Bären“ mit zuvor neun Erfolgen hintereinander abrupt stoppte. „Besonders ärgerlich war der Umstand, dass wir die beiden Pleiten ausgerechnet in eigener Halle kassiert haben“, sagten Stock und Lucht unisono, wobei Stock die anfängliche Niederlage beim AMTV am vierten Spieltag mit dem „üblichen Findungsprozess zu Beginn“ erklärte. Sei es drum: Vizemeister in der Vierten Liga, HVSH-Landespokalsieger und Halbfinalist im DHB-Amateur-Pokal, mehr geht fast nicht. „Wir waren ja sogar noch im Fernsehen“, ergänzte Lucht lachend angesichts der Final-Four-Berichterstattung vom NDR und sagte: „Diese Euphorie gilt es unbedingt mit in die neue Spielzeit zu nehmen.“ Das strebt natürlich auch Stock an, dennoch gab er sich im Courier-Gespräch eher zurückhaltend: „Nach den Abgängen von gleich vier Stammspielern im Rückraum und dazu mit Michael Haß als neuem Trainer an der Seitenlinie wird sich erst im Laufe der Vorbereitung zeigen, wie sich das neue Bild zusammenfügt.“

Der bisherige SG-Trainer Peter Bente bedauerte übrigens genau diesen Umstand: „Es ist ärgerlich, dass ausgerechnet jetzt so viele Spieler die Mannschaft verlassen haben. Gerade nach den letzten zehn Spielen war ein ganz starkes Team zusammengewachsen, das in den engen Partien die Entscheidung oftmals mit der vorhandenen individuellen Klasse zu unseren Gunsten herbeiführte. Die kommende Saison wäre in der bisherigen Personalkonstellation top dazu geeignet gewesen, um an die Spitze zu schielen.“ Die bereits kommunizierte Personalpolitik allerdings lässt darauf hoffen, dass Wift auch in der neuen Serie ein gewichtiges Wörtchen im Titelrennen mitsprechen wird. Zumal es keinen Drittligaabsteiger in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein gibt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen