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Fussball-SH-Liga : Erstmals nach drei Jahren: Ein PSV-Spiel ohne Tore

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die „Ordnungshüter“ aus Neumünster und der Preetzer TSV trennen sich 0:0. Mariusz Zmijak verschießt einen Elfmeter.

Das Spitzenspiel in der Fußball-SH-Liga zwischen dem Polizei-SV Union Neumünster und dem Preetzer TSV ging ohne Treffer über die Bühne. Die 124 zahlenden Zuschauer an der Stettiner Straße bekamen aber nicht nur eine ansehnliche Partie, sondern auch eine Seltenheit geboten. So war es nicht nur das erste torlose Meisterschaftsspiel mit PSV-Beteiligung in der laufenden Saison, sondern die erste Nulldiät der Grün-Weißen seit dem 25. April 2011, als es gegen den Ortsrivalen VfR Neumünster ein 0:0 gegeben hatte.

Das Geschehen wurde der Konstellation Fünfter gegen Zweiter von Beginn an gerecht. Beide Teams präsentierten sich engagiert, mit hohem Tempo, einer bissigen Zweikampfführung und guten Ballstafetten. Die Spielanteile waren im ersten Durchgang beiderseitig verteilt, wobei die Gäste in puncto Ballbesitz phasenweise einen kleinen Vorteil besaßen. Die erste gute Möglichkeit vergab aber PSV-Akteur Mariusz Zmijak nach feiner Einzelaktion (12./vorbei). Auf der Gegenseite scheiterte Torven Ziehmer aus spitzem Winkel an PSV-Schlussmann Jan Seelow (27.). Glück hatte der ansonsten bärenstarke Preetz-Keeper Thorge Beuck nach einem Eckball von Christoph Pfützenreuter und anschließender Direktabnahme von Marco Möller. Denn Beuck war bereits geschlagen, doch der auf der Linie postierte Daoud Degdo klärte (35.).

Wenngleich Preetz durch Florian Stahl die erste Gelegenheit der zweiten 45 Minuten hatte, als dieser aus der Drehung vorbeizielte (54.), spielte zunächst fast nur der PSV. Doch die „Ordnungshüter“ verpassten es, ihre hervorragenden Möglichkeiten zu nutzen. So ließ sich Stürmer Patrick Fürst beim Versuch, Beuck zu umkurven, den Ball vom Fuß nehmen (55.). Knappe zehn Minuten später scheiterte Fürst nach schönem Steilpass von André Bock an Beuck. Die größte Chance bot sich, nachdem Gästeakteur Paul Sachse Fürst im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Doch mit dem unstrittigen Elfmeter scheiterte Zmijak am stark parierenden Beuck (59.).

In den letzten zehn Minuten kamen die Preetzer wieder besser in Partie, und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Doch sowohl die Preetzer Versuche von Andreas Büssau (81.) und Stahl (82.) als auch der von Fürst nach Zuspiel von Christian Scheinpflug (85.) konnten geblockt werden.

„Wir haben wieder nicht gegen eine Mannschaft zum zweiten Mal verloren. Ich fand, wir waren besser – in der ersten Halbzeit nur einen Tick, aber im zweiten Durchgang, bis auf die letzten zehn Minuten, klar. Wir haben 90 Minuten konzentriert Fußball gespielt und richtig geackert. Somit kann ich auch mit einem 0:0 leben. Ich bin nicht unzufrieden, obwohl wir die besseren Chancen hatten“, resümierte PSV-Trainer Patrick Nöhren. Preetz-Coach Danilo Blank war zufrieden mit dem Ausgang: „Für die jetzige Phase der Saison war es von zwei technisch versierten Mannschaften ein überragendes Schleswig-Holstein-Liga-Spiel. In den ersten 45 Minuten waren wir einen Tick besser. Aber nach der Pause war Neumünster bis zur 80. Minute klar überlegen. Da haben wir ein wenig den Glauben an uns verloren und hätten uns über ein 0:1 oder 0:2 aus unserer Sicht nicht beschweren dürfen.“

Polizei-SV Union – Preetzer TSV 0:0

Polizei-SV Union: Seelow - Siedschlag (60. Bock), F. Schulz, Sucu, Ulrich - Hasler - Khemiri (60. Gülbay), Möller (73. Scheinpflug), Pfützenreuter, Zmijak - Fürst.

Preetzer TSV: Beuck - Schönemann, Lindner, Hansen (67. Büssau), Dragusha - F. Ziehmer, Sachse - Degdo (60. Witt), T. Ziehmer (78. Prost), Wolf - Stahl.

Beste Spieler: F. Schulz, Sucu, Pfützenreuter, Zmijak - Beuck, Witt. – SR: Sommerfeld (Schilksee). – Zuschauer: 124 zahlende. – Tore: Fehlanzeige. – Bes. Vork.: Zmijak (PSV) scheitert mit Foulelfmeter an Beuck (59.). – Nächster PSV-Gegner: Heider SV (A/Sonnabend, 14 Uhr).

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