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Männerhandball-Oberliga HH/SH : Erfolgreicher Auftakt für die SG Wift

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die „Bären“ bezwingen die HSG Weddingstedt/Hennstedt/Delve mit 30:26. Am Ende wird es unerwartet spannend.

Beim Saisonauftakt in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein feierten die Handballer der SG Wift in der KSV-Halle einen 30:26 (12:11)-Heimerfolg gegen die HSG Weddingstedt/Hennstedt/Delve. Nach dem enttäuschenden Erstrunden-Aus im Landespokal eine Woche zuvor wirkte das wie ein Befreiungsschlag. „Geschlossen miteinander und mehr über die Emotionen kommen“, fasste der zwölffache Wift-Torschütze Bennet Kretschmer das zusammen, was er und sein Team seitdem verinnerlicht hatten und umsetzen wollten.

Von Beginn an spielten die „Bären“ wie entfesselt, drückten permanent aufs Tempo und drohten den Aufsteiger zu überrennen. Bereits nach knapp sieben Minuten beim Stand von 4:1 für die Hausherren sah sich HSG-Trainer Jan Niklas Richter gezwungen, die Grüne Karte zu schmeißen, um dem blau-weißen Express Einhalt zu gebieten. Zwar gelang dem ehemaligen U 23-Akteur des THW Kiel, Jan Boldt, zwischenzeitlich der Anschlusstreffer zum 4:5 aus Gästesicht (16.), aber bis zur 23. Minute zogen die Schwalestädter wieder auf vier Tore davon (10:6). Erst durch die zwei fast direkt aufeinander folgenden Zeitstrafen gegen Wifts Mittelblock mit Lasse Stahl und Magnus Hannemann verlor die bis dahin solide 6:0-Deckung der Gastgeber an Aggressivität. In Unterzahl konnte Kretschmer den gegnerischen Shooter auf der Königsposition nicht mehr offensiv annehmen. Mit dem nötigen Platz markierte Leif Friedrichs per Doppelpack zuerst den Ausgleichstreffer zum 10:10 und anschließend die erste Dithmarscher Führung (10:11/28.). Kretschmer eroberte die Führung für die SG kurz vor der Pause selbst mit einem Doppelpack zurück. Direkt nach dem Wiederanpfiff bestimmte wieder Wift das Tempo. Während auf Linksaußen Kapitän Thorben Plöhn mit seiner Treffsicherheit überzeugte, bewies Stand-by-Spieler Tim Kreft am Kreis seine Klasse. Sein gutes Stellungsspiel in Kombination mit dem blinden Verständnis zu Mittelmann Yannik Stock entblößte ein ums andere Mal die ansonsten im Positionsangriff sattelfeste 6:0-Abwehr der Gäste (22:15/42.).

Der Knoten schien endgültig geplatzt zu sein und die Partie entschieden – und genau das war ein Irrtum. Denn als die SG Wift in der verbliebenen Viertelstunde begann, das Ergebnis mit lange vorgetragenen Angriffen verwalten zu wollen, antworteten die Gäste mit schnellen Toren. Zum Glück für die „Bären“ war Schlussmann Oliver Titze auf dem Posten, nachdem seine Vorderleute den Ball vertändelt hatten. Dennoch war die HSG Weddingstedt/Hennstedt/Delve plötzlich wieder in Reichweite und hatte Hoffnung auf den erneuten Anschlusstreffer (27:25/58.). Diese wurde aber umgehend durch den zwölften Treffer von Kretschmer zerschlagen. „Ich habe bewusst auf Wechsel verzichtet, um nicht noch mal Unruhe reinzubringen“, erklärte Wift-Coach Michael Haß und sagte im Anschluss an den Sieg: „Wir wussten nicht, wo wir stehen und hatten Respekt vor Weddingstedt/Hennstedt/Delve. Aber wir konnten Gästeakteur Friedrichs den Zahn ziehen und haben unsererseits das Spiel mit Tempo aus einer starken Abwehr heraus entschieden.“

SG Wift (Tore in Klammern): Titze, Quednau - Kretschmer (12/davon 1 Siebenmeter), Hannemann, Plöhn (6), Koslowski, Kreft (5/1), Stock (6), M. Haß (1), L. Haß, Stahl, Tomaschewski.
Schiedsrichter: Kraudschun/Lauenroth (Hamburg). – Zuschauer: 200. – Nächster Gegner: Preetzer TSV (A/Sonntag, 17 Uhr).



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