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Fussball-Regionalliga Nord : Entspannte Personallage des VfR lässt für morgen hoffen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neumünsteraner gastieren beim SV Meppen. Patrick Nagel bleibt, Yannik Jakubowski geht.

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2014 | 14:00 Uhr

Angstgegner sind in Mode – jedenfalls beim VfR. Und so bekommt es Neumünsters Fußball-Regionalligist nach dem BV Cloppenburg (1:2) und dem ETSV Weiche (0:0) morgen um 15 Uhr mit dem nächsten ganz persönlichen Schreckgespenst zu tun. Rasensport unternimmt am 30. Spieltag den elften Anlauf, in seiner Historie erstmals eine Partie gegen den SV Meppen zu gewinnen. Bislang stehen gegen die Emsländer fünf Unentschieden und fünf Niederlagen zu Buche. Auf dem Papier ist es morgen kurz vor der niederländischen Grenze das Duell zwischen dem Tabellenfünften (47 Punkte/47:38 Tore) und dem in diesem Jahr noch sieglosen Drittletzten aus Mittelholstein (27/28:48).

Trotz alledem reist Lila-Weiß durchaus zuversichtlich nach Meppen. Denn zum einen war der Teilerfolg zuletzt gegen Weiche ein Brustlöser, und zum anderen hat sich die Personallage bei den „Veilchen“ entspannt. So sind die am vergangenen Sonnabend wegen einer Gelbsperre fehlenden Kevin Ingreso und Ermir Zekjiri wieder spielberechtigt, auch stehen zwei Ex-Dauerverletzte in den Startlöchern: der eigentliche Stammtorwart Marcus Hesse sowie der auf links defensiv wie offensiv einsetzbare Patrick Nagel. Beide dürften auf der Ersatzbank Platz nehmen und an der Startformation zumindest kratzen. Beide standen zuletzt am 8. Dezember des Vorjahres im Aufgebot – an jenem Tag, an dem Rasensport seinen bislang letzten Sieg eingefahren hat (2:0 beim VfB Oldenburg). „Nagel hat in dieser Woche durchtrainiert. Es gibt keinen Anlass, ihn für die Begegnung in Meppen nicht zu berücksichtigen“, verrät VfR-Coach Uwe Erkenbrecher. Im Übrigen hat Nagel seinen Vertrag beim VfR um ein Jahr verlängert und den Verlockungen des VfB Lübeck somit widerstanden. Hesse wiederum hat im Training, bei dem in den vergangenen Tagen diverse Gastspieler mitwirkten, einen glänzenden Eindruck hinterlassen, „doch käme ein Einsatz morgen für ihn eine Woche zu früh“, wie Erkenbrecher meint.

Dass es für die Gastgeber um nicht mehr allzu viel geht – der Ex-Zweitligist ist ein Kandidat für die Ränge 4 bis 7 –, will Erkenbrecher ausblenden. „Wir müssen mit unserem Einsatzwillen Meppen das Leben schwer machen. Das ist das Entscheidende“, sagt der 59-Jährige und verspricht: „Wir werden alles geben, um etwas zu holen. Und wer für einen Punkt gut ist, der kann auch drei gewinnen.“ Der VfR lässt in diesem Zusammenhang nichts unversucht, wird heute um 12 Uhr abfahren und um 16 Uhr eine Trainingseinheit auf der Anlage des Ligarivalen BV Cloppenburg absolvieren. Auch werden Erkenbrecher und seine Truppe in Cloppenburg übernachten, ehe es morgen nach Meppen weitergehen wird.

Unterdessen gibt es eine Kampfansage aus Hamburg. Der Vorletzte SC Victoria schiele noch auf Platz 15, ließ dessen Trainer Lutz Göttling jüngst verlauten. „Das ist doch legitim. Ich würde an seiner Stelle genauso verfahren“, räumt Erkenbrecher ein und zieht daraus sogar Positives: „Es zeigt doch, dass wir uns nicht im luftleeren Raum befinden, sondern eine Mannschaft dicht im Nacken sitzen haben.“ Zur Erinnerung: Platz 16 wird in dieser Saison voraussichtlich zum Regionalliga-Klassenerhalt reichen, zumal das Landgericht Bremen gestern die Klage des mit dem VfR punktgleichen Viertletzten SV Wilhelmshaven gegen den vom Weltverband Fifa verhängten Zwangsabstieg abwies. Die Jadestädter spielen im Abstiegskampf also weiterhin nicht wirklich eine Rolle. Sollten sie mit ihrer angekündigten Berufung doch noch Erfolg haben, dürfte die Regionalliga Nord, so Wilhelmshaven sportlich die Klasse hält, in der kommenden Serie mit 19 Teams an den Start gehen. Davon gehen Experten auch weiterhin aus.

Beim VfR-Gastgeber SV Meppen herrscht indes Unruhe. Der überraschende Rücktritt des Vorstandsmitgliedes Ralf Schulte, der als „Macher“ bei den Emsländern gilt, wirft bei den Blau-Weißen und ihrem Umfeld Fragen und Spekulationen auf. Ob sich die Mannschaft von Trainer Christian Neidhart davon beeindrucken lässt, bleibt abzuwarten.

Weitere VfR-Info am Rande: Defensivmann Yannik Jakubowski hat angekündigt, seine Zelte an der Geerdtsstraße am Saisonende abzubrechen. Der 23-Jährige wird aus beruflichen Gründen mit dem Fußball etwas kürzer treten und überdies momentan mit dem souveränen Kieler Kreisliga-Spitzenreiter FC Kilia in Verbindung gebracht.


VfR Neumünster: Kassler - Thomas, Jakubowski, Bönigk, Durak - Zschimmer (Zekjiri), Rave, K. Schulz, Michalowski (Ingreso) - Kramer, M. Schultz. – Auf der Bank: Hesse - Nagel, Ju, Schlagelambers, Grothe. – Es fehlen: Aust, Olthoff (beide im Aufbautraining), Gabrielides (nicht im Kader), Harrer (langzeitverletzt). – Schiedsrichter: Pfeifer (Hameln). – Hinspiel: 1:1 (Tore: M. Schultz - Wagner). – Courier-Tipp: VfR verliert in Meppen mit 0:1.

Außerdem spielen (in Klammern Hinrunde): heute, 14 Uhr: ETSV Weiche Flensburg – FC St. Pauli II (1:0), Eintracht Braunschweig II – FC Eintracht Norderstedt (1:0); morgen, 14 Uhr: SV Eichede – BSV Schwarz-Weiß Rehden (0:1), TSV Havelse – SV Wilhelmshaven (1:1); morgen, 15 Uhr: VfB Oldenburg – Goslarer SC 08 (4:2); gestern Abend spielten: SC Victoria Hamburg – Hamburger SV II 0:0, Werder Bremen II – Hannover 96 II 1:2, BV Cloppenburg – VfL Wolfsburg II 1:2.

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