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Fussball-Regionalliga Nord : Eine Kabinenpredigt vom Allerfeinsten rüttelt VfR wach

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Trainer Uwe Erkenbrecher ist trotz des Sieges in Eichede nicht zufrieden.

Die 405 Zuschauer in Eichede durften sich über einige Strafraumszenen, aber nicht über einen fußballerischen Leckerbissen freuen. Die Trainer gingen nach dem Abpfiff mit ihren Teams dann auch hart ins Gericht. War SVE-Coach Oliver Zapel eine totale Fassungslosigkeit deutlich anzumerken („So brutal wie heute wurde uns noch nie gezeigt, dass wir nicht in diese Liga gehören.“), sprach ebenso VfR-Trainer Uwe Erkenbrecher Klartext – und das, obwohl es seinem Team zum zweiten Mal in dieser Saison gelungen war, zwei Siege hintereinander einzufahren. „Dieser Fußball entspricht nicht meinen Vorstellungen. Ich bin nicht zufrieden mit meiner Elf. Dass man nach solch einer schwachen Leistung noch drei Punkte mitnimmt: Hut ab“, grantelte der 59-Jährige und sprach von einem „unterm Strich glücklichen Erfolg“. Erkenbrecher sinnierte: „Es muss viele Jahre her sein, dass ich eine solche Halbzeit von meiner Mannschaft angeboten bekommen habe.“ Der Coach spielte damit auf die ersten 45 Minuten an, in denen der VfR – trotz einer brauchbaren Anfangsphase – fast alles hatte vermissen lassen. „In der Halbzeitpause habe ich meinem Team gesagt, dass ich nicht noch einmal eine derartige Scheiße sehen möchte. Danach habe ich meine Spieler alleine gelassen“, berichtete Erkenbrecher von einer Kabinenpredigt vom Allerfeinsten. Immerhin fanden seine drastischen Worte Gehör, drehte Rasensport doch in den ersten drei Minuten nach dem Wiederanpfiff den Derbyspieß um und brachte den Vorsprung schließlich mehr schlecht als recht ins Ziel.

Mit dem „Dreier“ im Ernst-Wagener-Stadion ist es Lila-Weiß doch noch gelungen, ein Schleswig-Holstein-Duell in dieser Saison zu gewinnen (zuvor zwei Remis und eine Niederlage). Zudem sorgten auch Geschehnisse auf anderen Plätzen (Drittliga-Klassenerhalt von Holstein Kiel, Niederlage des Vorletzten SC Victoria) dafür, dass der VfR für eine weitere Regionalligasaison planen darf. „Durch die Blume hat der Verband mir bereits mitgeteilt, dass wir die Lizenz für 2014/15 bekommen werden“, verriet VfR-Boss Detlef Klusemann, der ferner ankündigte, nun die Gespräche mit potenziellen Neuzugängen forcieren zu wollen. Siegtorschütze Christopher Kramer gab derweil die Parole für den Schlussspurt aus: „Jetzt wollen wir noch den HSV II überholen.“

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erstellt am 12.Mai.2014 | 16:00 Uhr

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