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Handball-Landesligen Mitte : Eine historische Pleite für die SGBB

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bordesholms Frauen gehen bei Kremperheide/Münsterdorf mit 20:31 unter. Wift II holt den einzigen Sieg für Neumünster.

Die Trainer der beiden Frauenhandball-Landesligisten HSG 91 Nortorf und SG Wift waren sich über den Schlüssel zum Erfolg einig: Konstanz. Diese ließen aber beide Teams ein weiteres Mal vermissen und büßten deshalb wichtige Punkte ein. Noch schlechter präsentierte sich die SG Bordesholm/Brügge, die zu keinem Zeitpunkt Herr der Lage war und durch eine 20:31-Packung auf den dritten Tabellenplatz zurückfiel.

Ähnlich erging es den gleichklassigen Männern der SG Bordesholm/Brügge II, die beim Letzten Eider Harde II aber wenigstens noch einen Punkt retteten. Die SG Wift II dagegen setzte sich überraschend gegen den Wellingdorfer TV durch und verdrängte die SGBB-Reserve vom achten Tabellenplatz.

Landesliga Frauen

SG Wittorf/FTN – HSG Mönkeberg/Schönkirchen 23:29 (12:14). Die Frauen von Wift-Trainer Thorsten Möller starteten gut (4:3/9.). Die aggressive und beherzt zupackende 5:1-Abwehr mit einer Manndeckung gegen die HSG-Mittelspielerin Alena Haase fruchtete. Lange Zeit konnten die Gastgeberinnen ihre Führung gegen den Favoriten behaupten (8:7/20.). Dann aber häuften sich die liegen gelassenen Chancen auf Wift-Seite, was Mönkeberg zunächst zum Einstand nutzte (10:10/23.). Bis zur Pause lief sich Möllers Team immer öfter in der Abwehrreihe der Gäste fest. In der Folge leisteten sich die Wittorferinnen unvorbereitete Würfe, um das drohende passive Spiel zu verhindern. Diese bescherten ihnen jedoch lediglich Tempogegenstöße und einen Zwei-Tore-Rückstand zur Halbzeit, den die Blau-Weißen anschließend nicht mehr wettmachen konnten (18:20/40.). SG-Coach Möller setzte nach einem Team-Time-Out in der 52. Minute beim Stand von 21:25 alles auf die 4:2-Deckung und nahm mit Mönkebergs 14-facher Torschützin Lisa Straube eine zweite Gegnerin kurz. Aber aus den daraus resultierenden Ballgewinnen konnte seine Mannschaft kein entscheidendes Kapital schlagen. „Wir müssen unsere Leistung über 60 Minuten aufrechterhalten, um uns zu belohnen“, hielt Möller klipp und klar fest.

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Voigt, Grabowski - Voßbeck, Goniwiecha (1), Mundt (3), Redmer, Rostock, Meyer (2), N. Langowski (8/ davon 7 Siebenmeter), Haberland (3), J. Langowski (4), Schulz-Hildebrandt, Ce. Hoffmann (2), Hein.

Nächster Gegner: TSV Alt Duvenstedt (A/Sonnabend, 17.15 Uhr).

SG Lütjenburg/Dannau - HSG 91 Nortorf 26:22 (10:11). Zu Anfang des ersten Abschnitts vergaben die Nortorferinnen gleich mehrere 100-prozentige Chancen und verpassten damit ihre Möglichkeit auf eine aussichtsreiche Vorlage. Das dritte Tor der Gäste folgte nach der 2:1-Führung in der 3. Minute erst neun Minuten später. „Wenn es dann 8:1 anstatt 3:1 gestanden hätte, wäre vieles anders gelaufen“, war sich HSG-Trainer Mario Schlüter sicher. Bis dahin hatte seine Truppe die Angriffsbemühungen der Gastgeberinnen frühzeitig unterbunden. Dann entzogen sich die Einheimischen langsam der Nortorfer Kontrolle und glichen kurz vor dem Wechsel erstmals aus (8:8/25.). Mit dem Halbzeitpfiff retteten die Gäste eine knappe 11:10-Führung. Danach ging der offene Schlagabtausch weiter (14:14/38.), ehe sich die Gäste 20 Minuten vor dem Ende zusehends Schwächen im Deckungsverbund erlaubten und vorne die Ruhe verloren. Mit einem Zwischenspurt setzte sich Lütjenburg/Dannau bis zur 44. Minute auf 22:16 ab. Aber Nortorf steckte nicht auf, bewies Moral und kämpfte sich auf zwei Treffer heran (24:22/58.). Doch eine unglückliche Aktion im Angriff verhinderte einen weiteren Anschluss. „Wir müssen unsere Leistung ganz einfach konstanter abrufen, um zu punkten“, lautete Schlüters Fazit.

HSG 91 Nortorf: Strebelow, Bruhn - Hildebrandt (2), Reese (1), N. Fock, Albrecht (6), Wettzel, Stoffers (2), Wittmaack (1), Böhmfeldt (5/3), Voß (3), Wollny (2).

Nächster Gegner: TSV Owschlag II (H/Sonnabend, 20 Uhr).

HSG Kremperheide/Münsterdorf – SG Bordesholm/Brügge 31:20 (12:8). „Das war eine historische Pleite“, sagte der fassungslose SGBB-Trainer Torge Haß und fragte in den Raum: „Wann haben wir das letzte Mal so viele Gegentore bekommen?“ Bereits in den ersten 30 Minuten konnte die SGBB den vier 3:0-Läufen der Gastgeberinnen zu wenig entgegensetzen und liefen stets einem Drei-Tore-Rückstand hinterher (3:6/13., 5:8/21. jeweils aus Gästesicht). „Im Angriff wurden zu oft die falschen Entscheidungen getroffen“, kommentierte Haß die maue Torausbeute der ersten Halbzeit. Danach verschliefen die Gäste auch den Beginn des zweiten Durchgangs. Vorne wurde durch dilettantische technische Fehler der Ball verloren, hinten schlug wegen des schlechten Rückzugsverhaltens Gegenstoß um Gegenstoß im Kasten der Bordesholmerinnen ein. Die HSG erhöhte durch die einfachen Tore kontinuierlich ihren Vorsprung (20:14/43., 25:14/50.) und erstickte damit frühzeitig jede Hoffnung der Gäste. „Über die vollen 60 Minuten war von uns kein Handballspiel zu sehen. Wir haben komplett nicht zu unserem Niveau gefunden, zu allem Überfluss kommt dann auch noch eine Verletzung von Lena Bülck dazu“, fasste Haß das Debakel zusammen.

SG Bordesholm/Brügge: Saamen, Kern - Möller (3), Schwardt, Pahlisch, Klinke (1), Haß (2), Reinert (2), Petersen (1), Bruhn (1), Miskic (2), Wurr (1), Bülck (4), Lütt (3).

Nächster Gegner: SG Lütjenburg/Dannau (H/Sonnabend, 19 Uhr).

Landesliga Männer

HSG Eider Harde II – SG Bordesholm/Brügge II 31:31 (15:16). Von Beginn an präsentierten sich die Gäste zu keiner Zeit, als wenn sie sich unbedingt die zwei Punkte beim Tabellenletzten sichern wollten. Durch Unachtsamkeiten und zu wenig Beinarbeit offenbarte die Reserve der SGBB immer wieder große Lücken in der Abwehr, die die Gastgeber zu Toren nutzten. Zwar reichte die Leistung, um mit Eider Harde II auf Augenhöhe zu bleiben, aber auf Grund zu weniger zwingender Aktionen im Angriff war das auch schon das Maximum (8:8/17.). „Es fehlte an der nötigen Einstellung“, ärgerte sich SGBB II-Pressesprecher Hendrik Roßmann über die Vorstellung seines Teams, das sich auch im zweiten Durchgang nicht besserte. Nach einem noch guten Start (18:15 aus Gästesicht/35.) gerieten die Bordesholmer in der folgenden Viertelstunde mit vier Toren in Rückstand (28:24/50.). Dadurch geweckt eroberten die Gäste die Führung kurz vor Schluss zurück. Aber anstatt ihr 31:30 in den letzten 30 Sekunden herunterzuspielen, vertändelten sie den Ball – prompt glich die HSG-Reserve mit dem Schlusspfiff aus. „Zurzeit laufen wir unserem Niveau hinterher; besonders dann, wenn wir punkten können und müssen“, analysierte Roßmann.

SG Bordesholm/Brügge II: Kühtz, Schrammböhmer - Zittlau (12), Freese (5), Molzow, Glumm (3), Roßmann, Reese, Stange (2), Schaumann (3), Riefel (4), Welz (2), Soboll.

Nächster Gegner: SG Wittorf/FTN II (H/Sonntag, 17 Uhr).

SG Wittorf/FTN II – Wellingdorfer TV 28:25 (15:13). Mit einem überragenden Sebastian Schmidtke revanchierte sich Wift II für die knappe 27:28-Hinspielpleite in Wellingdorf. In einer zähen Anfangsphase gingen die Hausherren nach vier Minuten mit dem allerersten Tor der Begegnung in Führung. Der Vorsprung wurde erstmals in der 17. Minute durch den Treffer von Jasper Glaubitz auf zwei Tore ausgebaut und von den Blau-Weißen in die Kabine mitgenommen. Mit dem Wiederanpfiff waren die Hausherren sofort präsent und legten bis zur Mitte der zweiten Hälfte weiter nach. Dank einer starken Leistung von Schmidtke an der Spitze einer 5:1-Deckung und dem Rückhalt von Lars Hübner zwischen den Pfosten erhöhte die SG Wift II auf sechs Treffer (22:16/44.), ehe eine zehnminütige Schwächephase der Einheimischen folgte. Sie vergaben drei Gegenstöße und zwei Siebenmeter, woraufhin der WTV den Ausgleich erzielte (24:24/54.). Wift II-Coach Martin Glaubitz antwortete mit einem Torhüterwechsel und bewies damit den richtigen Riecher. Jannik Mittendorfer ersetzte in den verbliebenen Minuten Hübner, war auf den Punkt da und stellte mit nur einem kassierten Treffer die Weichen für den Heimsieg.

SG Wittorf/FTN II: Hübner, Mittendorfer, Wegner - Steffen (3/2), Pohl (4), S. Schmidtke (12/3), J. Glaubitz (1), Aust (1), Schilling (3), Wilken (4).

Nächster Gegner: SG Bordesholm/Brügge II (A/Sonntag, 17 Uhr).

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