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Handball-Kreisoberligen Mitte : Eine Aufstiegschance für Gut Heil?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die GHN-Männer könnten vom Verzicht anderer profitieren. Tungendorf ist stärkster Frauenvertreter Neumünsters.

Die letzte Klappe in den Handball-Kreisoberligen Mitte ist gefallen, jetzt heißt es in puncto Auf- und Abstieg „abwarten“. Denn mögliche Verzichte auf den Sprung in die Landesliga und die für die Abstiegsfrage entscheidende gleitende Skala bieten noch die eine oder andere Option. So sickerte durch, dass Gut Heils Männer als Tabellenfünfter möglicherweise an Landesliga-Aufstiegsspielen teilnehmen könnten. Ihr Staffelkonkurrent SV Tungendorf hingegen belegt einen Regelabstiegsplatz und muss wieder in die Kreisliga hinunter.

Kreisoberliga Männer

SC Gut Heil Neumünster – TSV Alt Duvenstedt II 28:27 (15:9). Obwohl die ersten 30 Minuten klar den Hausherren gehörten, war GHN-Coach Mark Stammler nicht voll zufrieden: „Vorne war noch viel Luft nach oben.“ Nach der Pause wechselte Stammler kräftig durch, um allen Akteuren Spielanteile zu verschaffen. Bis zum 23:17 schlug sich dies nicht auf den Spielstand nieder. In der Schlussphase jedoch lief nicht mehr viel zusammen, der Vorsprung schmolz. „Mit viel Glück haben wir dann doch mit einem Tor gewonnen“, atmete Stammler durch.

SC Gut Heil: Müller, Kandzora (1 Tor), Köll - Knapp (2), Tietgen (3), Thomas (10), Velovic (1), Haupt (1), Kripgans (1), Neumann (3), Steffens (2), Hein (1), Fleischer (3), Rohwedder.

SV Tungendorf – SG Kollmar/Neuendorf 24:36 (10:12). Der Erfolg zuvor in Nortorf hatte den SVT noch einmal hoffen lassen – nach dem 24:36 gegen Kollmar/Neuendorf jedoch waren alle Träumereien von einem „Last-Minute-Klassenerhalt“ weggewischt. Die Gäste profitierten von technischen Fehlern und nicht genutzten Möglichkeiten des SVT (1:4/7.; 5:9/16.). Immerhin kämpften sich die Hausherren bis zur Pause noch einmal auf zwei Tore heran, verkürzten mit dem ersten Treffer der zweiten Halbzeit gar auf ein Tor Rückstand. Doch Kollmar zog auf 15:11 davon, verwaltete seinen Vorsprung (18:15 aus Gästesicht/40.) und hatte beim 26:18 zu seinen Gunsten alles klargemacht (50.). „In der ersten Hälfte haben wir gut gespielt und gekämpft, in der zweiten hingen leider die Köpfe“, berichtete SVT-Betreuerin Janine Säring.

SV Tungendorf: Nielsen, Korten - Mittendorfer (1), Bottke, Meder, Horst (4), M. Kraft (5), P. Schmidt-Holländer (6), Henkel, D. Kraft (1), Gass, Deutschmann (4), N. Dose (3), C. Schmidt-Holländer.

MTV Herzhorn II – HSG 91 Nortorf 38:32 (21:14). „Beide Mannschaften haben ohne Abwehr gespielt“, kommentierte Nortorfs Betreuer Kevin Rhode angesichts von insgesamt 70 Toren. Die HSG 91 hielt in beiden Halbzeiten jeweils nur über zwei Drittel mit und hatte so keine Chance. „Wir hoffen, nächste Saison mit vielen neuen Spielern erfolgreicher zu sein“, ließ Rhode durchblicken, dass die Nortorfer auf dem Transfermarkt aktiv werden möchten.

HSG 91 Nortorf: Aufstellung und Torschützen wurden nicht übermittelt.

Kreisoberliga Frauen

SG Wittorf/FTN II – HSG Horst/Kiebitzreihe 27:22 (16:9). „Wir haben zum Abschluss noch einmal gezeigt, was wir können“, sagte Natascha Duske, Torhüterin und Sprecherin bei Wift II nach dem überraschenden Erfolg gegen den Tabellenzweiten. Die Wift-Reserve war von Beginn an hellwach. Über 2:0 (2.) und 8:4 (15.) warfen sich die Neumünsteranerinnen deutlich in Führung – zur Pause stand ein komfortabler 16:9-Vorsprung zu Buche. „Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir dann nicht mehr so konsequent zugepackt und uns auch im Angriff eine kleine Schwächephase erlaubt“, berichtete Duske. Doch Wift II fing sich wieder, ließ den Vorsprung – abgesehen von der Schlussphase – nicht auf weniger als sechs Tore zusammen schrumpfen und ging als Sieger vom Feld. „Unsere Mannschaft bedankt sich bei Jennifer Wendt, die im letzten Spiel als Trainerin eingesprungen ist, und bei unserem Coach Ingo Schmich – es waren zwei schöne Jahre“, betonte Duske.

SG Wittorf/FTN II: Duske, Will - Behrend (6), Westphal (5), Gosch, Lucht (2), Gau (4), Küster, Mundt (5), Meyer (2), Hein (2), Westendorff (1).

SV Tungendorf – SG Kollmar/Neuendorf 22:16 (11:8). Der SVT erwischte einen glänzenden Start, lag nach elf Minuten mit 6:1 vorn. Erst in der 16. Minute gelang den Gästen der zweite Treffer, bis zur Pause allerdings hatte sich Kollmar/Neuendorf wieder ein wenig herangearbeitet. Im zweiten Durchgang wurde es noch einmal eng: Trotz einer 14:10-Führung (39.) schaffte der SVT es nicht, den Gegner abzuschütteln. Fünf Minuten vor dem Ende betrug der Vorsprung der Einheimischen nur noch ein Tor (17:16). Aber den Tungendorferinnen gehörte die Schlussphase: Mit einem 5:0-Lauf, der den Sieg besiegelte, und als stärkster der fünf Neumünsteraner Vertreter bei den Kreisoberligafrauen beendete der SVT die Saison 2014/15.

SV Tungendorf: Gallus, Säring - Riepen, Wiese (1), Berg (1), Loose, La. Zastrow (5), Ruzic (1), L. Holm (2), Dose (4), Neumann (4), Henke (4), C. Holm, Beucker.


HSG WaBo 2011 – HSG Kremperheide/Münsterdorf II 29:21 (9:13). Nach ausgeglichenen Anfangsminuten wurde aus einem 4:4 über 5:9 ein 6:11 aus Sicht der Gastgeberinnen. „Die Halbzeitansprache wirkte Wunder“, sagte WaBo-Coach Tim Hildebrandt, der die Deckung umstellte und anschließend sah, wie sein Team im zweiten Durchgang aus einem 10:14 ein 17:14 machte. Gegen die konditionell abbauenden Gäste gelang es WaBo, die Führung über 21:16 und 24:18 auszubauen. „Wir haben eine tolle Saison gespielt und wollen uns zur nächsten Serie verstärken, um im Kampf um den Aufstieg ein Wörtchen mitzureden“, hat Hildebrandt bereits die kommende Spielzeit im Blick.

HSG WaBo: Kanopka, Gundlach - Könnecke (5), S. Henningsen (3), Witten (1), Griese (1), Heisch (4), M. Henningsen (5), Knauft (10), Harder.


MTV Herzhorn II – Bramsteder TS 24:20 (11:5). Absprachegemäß coachte Carmen Haack, die das Traineramt bei den Bramstedterinnen von Jörn Giesecke übernehmen wird, bereits im letzten Saisonspiel die BT. Laut Giesecke, der das Spiel in „beratender Funktion“ begleitete, war die erste Hälfte der Partie „ein Spiegelbild der gesamten Rückrunde“: In der Abwehr agierte die Mannschaft stark, im Angriff dagegen zu hektisch. Ein 5:11-Rückstand zur Pause war die Konsequenz. Im zweiten Durchgang spielte die BT auch im Angriff mit der nötigen Ruhe und Übersicht – so machten es die Gäste noch einmal spannend, kamen bis auf drei Tore heran, mussten in der Schlussphase jedoch dem hohen Aufwand Tribut zollen und unterlagen letztlich mit 20:24.

Bramstedter TS: Jantzen - Kay (2), L. Maczeyzik (1), T. Lapöhn (1), K. Blume, I. Blume, Felica Schmitt, S. Maczeyzik, Ueck (7), Knödler (1), Binnewies (6), Poggensee, Mehrens (2).

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