zur Navigation springen

HANDBALL-KREISOBERLIGEN MITTE : Ein unfassbares Spiel in Nortorf

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Männer der HSG 91 siegen gegen Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg III nach einem 5:11-Pausenrückstand noch mit 20:13. Torpedos Frauen deklassieren Horst/Kiebitzreihe mit 26:8.

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2013 | 16:10 Uhr

Mit einem Sieg ist Aufsteiger HSG 91 Nortorf in die Männerhandball-Kreisoberliga 2013/14 gestartet. Gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg III gab es ein 20:13, nachdem es – unglaublich, aber wahr – zur Pause noch 5:11 gestanden hatte. Bei den Frauen sorgte aus Neumünsteraner Sicht besonders der FC Torpedo für Aufsehen. Die Rot-Weißen fertigten die HSG Horst/Kiebitzreihe mit 26:8 ab.

Kreisoberliga Männer

HSG 91 Nortorf – HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg III 20:13 (5:11). „Die Liga ist für uns als Aufsteiger Neuland. Die Halle war voll, wir waren alle nervös“, erklärte HSG 91-Trainer Thies Ahlrichs. Mit zunehmender Spieldauer in der ersten Hälfte wurde die Nervosität immer größer, denn nach der 4:3-Führung (14.) lief bei Nortorf bis zur Pause (5:11) nichts mehr. Nach einer deutlichen Kabinenansprache wurde es besser – und wie! In der 41. Minute war der Ausgleich zum 12:12 hergestellt, anschließend übernahm Nortorf ganz das Ruder. Die Gäste verzeichneten zudem einen konditionellen Einbruch, und so zogen die Hausherren Tor um Tor weg. „Wir haben in der zweiten Hälfte unser Potenzial abgerufen, ferner war Kevin Preusse im Tor mehr als stark. Das war eine glatte Eins“, verriet Ahlrichs das Geheimnis des Erfolges.

HSG 91 Nortorf (Tore in Klammern): Preusse, Staben - Schulz, Fahrenbach, Rumpf (4), M. Reese (1), Stühmer (2), Klindt (2), Förster (3), F. Reese (2), Jahnke (3), Pohl (3).

SC Gut Heil Neumünster – Münsterdorfer SV 30:30 (16:15). Dieser Saisonauftakt war nicht unbedingt etwas für Zuschauer mit schwachen Nerven. „Es war halt ein typisches erstes Spiel. Die Abläufe funktionierten noch nicht 100-prozentig, und alle waren noch ein wenig aufgeregt“, resümierte Gut Heils neuer Coach Mark Stammler. Beide Teams bewegten sich im offenen Schlagabtausch auf Augenhöhe, die Führungen wechselten ständig. Zur Pause hatten die Gut-Heiler mit 16:15 knapp die Nase vorn, bis zum 25:21 in der 45. Minute dann das Spiel eigentlich in der Hand. Münsterdorf kam allerdings wieder heran und hielt ständig den Anschluss oder erzielte gar den Ausgleich – so auch in der letzten Minute mit dem Treffer zum 30:30. „Ohne unsere beiden Torhüter wäre das für uns anders ausgegangen, die haben stark gearbeitet. Wir haben zu viel liegen gelassen. Uns fehlte noch die Cleverness, auch auf der Trainerbank“, gab Stammler selbstkritisch zu.

SC Gut Heil: Müller, Mannke - Bock (1), Haupt, Daß (8), Neumann (3), Westpahl (1), Tietgen (5), Tobias Hinz (2), Torben Hinz (1), Fleischer (3), Rohwedder (1), Roggow (2), Siese (3).


Kreisoberliga Frauen


HSG WaBo 2011 – SV Tungendorf 18:18 (9:8). Beide Trainer waren mit dem Endstand halbwegs zufrieden, hätten aber verständlicherweise gern mehr als nur eine Punkteteilung erreicht. Immerhin waren sich Roland Knöchel (WaBo) und Mario Schlüter (SVT) darin einig, dass es „für das erste Saisonspiel soweit in Ordnung“ war. Die erste Hälfte wurde von den Einheimischen bestimmt, die in der zwölften Minute mit 6:2 führten. Doch der Landesligaabsteiger kämpfte sich auf 5:7 (20.) heran, bevor eine erneute Abschlussschwäche für einen 5:9-Rückstand sorgte (25.), der bis zur Pause auf 8:9 verkürzt wurde. Im zweiten Durchgang drehte der Wind, nun lagen die Tungendorferinnen mit 18:16 vorn (50.), ehe wieder eine Torflaute aufkam und Wankendorf/Bornhöved noch den Ausgleich schaffte. „Schade, wir hätten mehr mitnehmen können“, bilanzierte Knöchel nach seinem Trainereinstand in der Kreisoberliga. „Ganz unzufrieden kann ich nicht sein, aber zufrieden fühlt sich irgenndwie anders an. Es gibt noch viel zu tun“, lautete das Fazit von Schlüter.

HSG WaBo 2011 (Tore in Klammern): Gundlach, Fröde - Schultz (5), Witten (2), Dallmeier (1), Schawohl (6), M. Henningsen, Heisch (1), Baer, S. Henningsen, Könnecke (3), Bass.

SV Tungendorf: Jüngling, Hornauf - Berg (2), Spethmann, Höche, Hildebrandt (3), Schwardt (1), Berndt (3), J. Müller. W. Müller (3), EInfeldt (2), Krebs (1), Riepen (1), Dose (2).


SG Wittorf/FTN II – Münsterdorfer SV II 12:13 (6:6). Eigentlich verlief der Start in die Saison zunächst noch viel versprechend für Wift II. Mit einer soliden Abwehrleistung konnte die MSV-Kreisläuferin in Schach gehalten werden. Allerdings packten die Einheimischen auch mehrfach zu kräftig zu, sodass die Gäste mehrere Strafwürfe zugesprochen bekamen, von denen sechs hinter Natascha Duske im Tor landeten. Beide Halbzeiten verliefen ohne große Highlights, Tore fielen auf Grund der starken Abwehrreihen nur wenige. Am Ende hatten die Gäste dann den entscheidenden Treffer mehr auf dem Zettel. „Die Punkte holen wir im nächsten Spiel“, gab sich Wift II-Sprecherin Duske kämpferisch.

SG Wittorf/FTN II: Duske - Gau, Wendt, Reher, Küster (1), Kolmorgen, Möller (7), Gosch, Griese, Westphal, Hänfler (4).


FC Torpedo – HSG Horst/Kiebitzreihe 26:8 (16:4). „Mit einer geschlossen guten Mannschaftsleistung schafften wir einen furiosen Auftakt und einen in der Höhe verdienten Sieg“, bilanzierte Torpedos Trainer Jochen Uhlemann. Mit einem kompakten Abwehrsystem und einer guten Angriffsleistung zog Torpedo über 7:1 (9.) und 10:3 (18.) zur Pause auf 16:4 weg. „Alle vier Tore erzielten die Gäste dabei auch noch vom Siebenmeterpunkt“, berichtete Uhlemann, dessen Truppe in den zweiten 30 Minuten unaufhaltsam davoneilte.

Torpedo: Kern, Schulz - Böhmfeld, Petersen (5), Steffens (2), S. Delfs (4), Ohrt (5), Stoffers (3), Blöcker (1), K. Uhlemann (4), Beucker (1), Ruzic (1).

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen