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Fussball-Regionalliga Nord : Ein Trainer voller Freude: „Die Mannschaft macht Appetit auf mehr“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

VfR-Coach Uwe Erkenbrecher tritt erst auf die Bremse und lässt den Emotionen anschließend freien Lauf.

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2014 | 21:00 Uhr

Ein starker Torwart, eine sattelfeste Defensive, ein strukturiertes Aufbau- und Offensivspiel, dazu endlich einmal eine gute Chancenverwertung: Die junge VfR-Mannschaft – einmal mehr war Ermir Zekjiri mit 25 Jahren der älteste eingesetzte Akteur – bewies auch in Cloppenburg, dass mehr in ihr steckt als „nur“ das Potenzial eines Teams, das realistische Chancen auf den Klassenerhalt besitzt.

„Wir sind erst am Anfang und müssen sorgfältig weiterarbeiten. Denn neun Punkte bedeuten noch gar nichts“, trat Trainer Uwe Erkenbrecher ein wenig auf die Bremse. Im nächsten Atemzug ließ dann aber auch der 59-Jährige seinen Emotionen freien Lauf: „Mein Team erledigt Woche für Woche einen Wahnsinnsjob. Der Wille und die Laufbereitschaft sind imponierend. Ich hoffe, dass das jetzt noch mehr Zuschauer in Neumünster honorieren. Denn diese Mannschaft macht Appetit auf mehr.“

Erkenbrecher war sofort nach dem Abpfiff in Cloppenburg nach Rehden aufgebrochen, wo er zwei Gegner beobachtete, auf die der VfR noch in diesem Monat treffen wird: den gastgebenden BSV und den FC St. Pauli II (1:1). „Wir haben im September vier Kontrahenten auf Augenhöhe. Es wird spannend“, blickte der Coach voraus. Am kommenden Sonntag muss der VfR erst mal gegen Eintracht Braunschweig II ran.

Auf der Pressekonferenz in Cloppenburg wurde Erkenbrecher von seinem Co-Trainer Nikica Vrcic vertreten. Der sah den Schlüssel zum Erfolg in der Defensive. „Entscheidend war, dass wir die beiden starken Spitzen Andreas Gerdes-Wurpts und Tim Wernke aus dem Spiel genommen haben“, sagte Vrcic, der dem VfR einen „überragenden Tempofußball“ attestierte. Verblüfft waren Fans und Experten von den Lila-Weißen deswegen, weil sie das Freundschaftsspiel gegen den HSV keine 48 Stunden zuvor weggesteckt hatten. „Überrascht sind wir davon nicht. Vielmehr sind Uwe Erkenbrecher und ich stolz auf die Laufleistung unserer Mannschaft“, betonte Vrcic.

Cloppenburgs Coach Jörg-Uwe Klütz blickte lange Zeit ins Leere, sprach dann von einem „verdienten Sieg für Neumünster“ und lobte die Gäste für deren Vorwärtsbewegung: „Die Konter des VfR waren immer gefährlich.“ Der Mann, der einst als Spieler mit Hannover 96 den DFB-Pokal geholt hatte, bekannte: „Es ist bitter, ein solch wichtiges Spiel zu Hause 0:3 zu verlieren.“ Auch klagte Klütz über Gegentreffer „zu denkbar ungünstigen Zeitpunkten“ (kurz vor und nach der Pause). Überdies musste er mit dem Handicap leben, seinen Kapitän Christian Willen bereits vor der Pause wegen einer blockierten Muskulatur im Rücken auswechseln zu müssen.

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