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Reiten : Ein Hauch von Exotik in Neumünster

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Heute beginnt das Turnier Holstein International in den Holstenhallen. Neben den Assen aus dem Norden ist auch Raishun Burch von den Bermudas am Start.

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2014 | 11:30 Uhr

Die Trakehner Hengste zogen am Sonntagabend aus den Holstenhallen aus, das Team von Holstein International ein. Seit Montagmorgen werkeln rund 100 Menschen, um das Areal turnierfertig zu machen. „Wir haben rechnerisch einen Tag und sieben Stunden dafür Zeit“, weiß Harm Sievers aus Tasdorf, der zum Veranstalterquartett des internationalen Turniers zählt. Heute um 12.30 Uhr geht es mit einer Prüfung im Rahmen der Mittleren Tour los, der Große Preis am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) ist der krönende Schlussakt. Streng genommen ist das allerdings auch schon wieder eine Art von Neubeginn. Denn der Trakehner Verband und die Macher von Holstein International arbeiten eng zusammen, was durch die am 30. Oktober in Neumünster beginnende Holsteiner Körung unterstrichen wird.

Wo am Sonntagnachmittag noch Gäste im Nordparkett saßen, wurden jetzt wieder Tribünen eingebaut. Der Sand in den Hallen 1, 2 und 3 bleibt, wurde und wird allerdings intensiver Pflege unterzogen und gewässert, weil der Sportboden einer intensiveren Belastung ausgesetzt ist als beim Trakehner Hengstmarkt. Die 210 Boxen in den festen Stallungen wurden gereinigt, sodass gestern Nachmittag die ersten Sportpferde für Holstein International einziehen konnten. Zusätzlich wurden draußen Stallzelte für 320 weitere Boxen aufgebaut. Die kamen bereits vor dem Trakehner Hengstmarkt in Neumünster an – und zwar aus Kiel. Als die Baltic Horse Show dort beendet war, klappte man Zelte und 280 Boxen praktisch zusammen, um sie auf das Gelände der Holstenhallen zu schaffen.

Mitveranstalter Jörg Baltruschat blickt dem heutigen Turnierstart erwartungsfroh entgegen: „Holstein International erwartet Teilnehmer aus 20 Nationen und hat rund 100 Pferde und Ponys mehr als bei der Premiere 2013 unterzubringen. Wir haben uns sehr gut und intensiv mit dem Trakehner Verband abgestimmt, um Auf- und Umbau zu vereinfachen, aber auch um Kosten zu sparen. Und auch mit den Holstenhallen ist es eine gute Zusammenarbeit.“

Die Bermudas sind ziemlich weit entfernt von Neumünster, aber auch dort ist die Botschaft vom CSI Holstein International angekommen. Raishun Burch, 25-jähriger Springreiter von der im Atlantik gelegenen Inselgruppe, hat das Eiland gegen den europäischen Kontinent getauscht und mischt in Neumünster mit. Damit bringt Burch, der schon häufig in Europa startete, einen Hauch Exotik in das internationale Turnier mitten in Schleswig-Holstein. Das zahlenmäßig größte Aufgebot stellen die deutschen Reiter. Am dichtesten dran am Turnierstandort sind zwei junge Talente. Sowohl der mehrmalige Deutsche Meister der Nachwuchsreiter, Philip Koch aus Tasdorf, als auch Antonia-Selina Brinkop aus Neumünster lassen sich das Event nicht entgehen. Mit einem richtig großen Aufgebot rollen allerdings auch die Schweden auf das Gelände – allen voran der WM-Vierte Rolf-Göran Bengtsson, der in Breitenburg lebt, und dazu etliche Schüler des internationalen Topreiters. Aus Schleswig-Holstein sind die Reiterinnen und Reiter der Leistungsklasse S1 praktisch komplett dabei. Vier Namen ragen heraus: Carsten-Otto Nagel (Wedel) und Janne Friederike Meyer (Hamburg), sowie Thomas Voß (Schülp) und Jörg Naeve aus Bovenau. Letzterer fügte seinem Sieg im Großen Preis der Baltic Horse Show vor eineinhalb Wochen am vergangenen Sonntag einen weiteren Erfolg im dänischen Odense hinzu. Naeve und Cashflow wurden Vierte und damit beste Deutsche beim CSI im Nachbarland.

Der Eintritt zum Reitturnier Holstein International ist im Übrigen frei. Nicht fehlen darf eine „Official Riders Party“, die am kommenden Sonnabend um 22 Uhr beginnen wird. Als DJ fungiert Franky Tunes, der Eintritt beträgt dort sieben Euro.

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