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Fussball : Ein Einfelder trifft gegen Manchester

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Neumünsteraner Timo Barendt ist mit Bayer 04 Leverkusen Spitzenreiter der A-Jugend-Bundesliga West. Die UEFA Youth League ist ein absolutes Highlight.

Vor rund einem halben Jahr zog das Neumünsteraner Fußballtalent Timo Barendt aus, um bei Bayer 04 Leverkusen eine Karriere als Jungprofi zu starten. Nun war der 17-Jährige, der seine Laufbahn einst beim TS Einfeld begonnen und zuletzt im Norden für Holstein Kiel gespielt hatte, auf Heimaturlaub bei seinen Eltern in Einfeld, wo er sich auch zu einem Interview mit dem Holsteinischen Courier traf.

Von seinen Eltern erhält der junge Mittelstürmer im Übrigen jegliche Unterstützung. Mindestens einmal im Monat fahren sie zu einem Spiel nach Leverkusen. So halten sich Trennungsschmerz und Freude über das Vorankommen ihres Sohnes in etwa die Waage.

Wie ist es Ihnen im vergangenen halben Jahr ergangen?

Barendt: „Am Anfang war es eine ziemliche Umstellung. Alles ist bei Bayer 04 viel größer und professioneller, als ich es bisher gewohnt war. Aber dadurch, dass ich in einer Gastfamilie untergebracht bin, habe ich mich in Leverkusen relativ schnell eingewöhnen können.“

Haben sich Ihre Erwartungen in sportlicher Hinsicht erfüllt?

„Voll und ganz! Ich wusste, dass es nicht einfach werden würde. Aber ich habe bisher in jedem Spiel der U 19 zum Kader gehört und bin zunächst mehrmals eingewechselt worden. Zuletzt habe ich aber meistens sogar in der Startformation gestanden. Wir sind ohne Niederlage Spitzenreiter der A-Jugend-Bundesliga West vor Gladbach, Schalke und Dortmund und spielen außerdem im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den SC Freiburg. Wenn wir das gewinnen, geht’s nach Berlin.“

Was waren die bisher stärksten Eindrücke?

„Das waren die Spiele in der neu geschaffenen UEFA Youth League. Wir mussten gegen dieselben Vereine antreten, wie unsere erste Mannschaft in der Champions League. Wir sind mit unseren Profis zusammen zu den Spielen geflogen. Weil die ersten Begegnungen für uns nicht so gut liefen, haben wir uns leider nicht für das Achtelfinale qualifizieren können. Immerhin haben wir in der Rückrunde gegen Real Sociedad San Sebastian und Manchester United 1:0 beziehungsweise 3:1 gewonnen. Das größte Highlight für mich war dabei definitiv das Tor, das ich gegen ManU geschossen habe.“

Wie sieht es mit der Schule aus?

„Ich besuche ein Internat, wo wir mit vielen Jungen und Mädchen anderer Sportarten zusammenkommen. Der Stundenplan ist oft so gestaltet, dass morgens Freistunden für eine Trainingseinheit eingeplant sind. Wir werden bei den Hausaufgaben von speziellen Lehrern betreut. Und als wir zu unserem Youth-League-Spiel im ukrainischen Donezk waren, mussten wir im Hotel sogar eine Klausur schreiben, zeitgleich mit den Daheimgebliebenen.“

Welches sind Ihre Zukunftsperspektiven?

„Ich spiele auch in der kommenden Saison noch in der U 19 von Bayer Leverkusen. Dort möchte ich mich in der Mannschaft fest etablieren, grundsätzlich wieder in den Nationalmannschaftskader zurückkehren und des Öfteren bei den Profis mittrainieren.“

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erstellt am 03.Jan.2014 | 22:00 Uhr

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