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Reitsport : Ein attraktives Turnier mit ländlichem Charme

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ab Freitag steht Tasdorf im Zeichen der Pferdefreunde. Zahlreiche Leistungsträger geben sich ein Stelldichein.

Alle zwei Jahre krempeln die Mitglieder des RuFV Husberg und Umgebung buchstäblich die Ärmel hoch und stürzen sich in die Arbeit: Die Tasdorfer Turniertage vom 23. bis 25. Mai sind ein Aushängeschild für den Verein in der Nachbarschaft von Neumünster. Dem Ruf der Veranstalter folgen diesmal sage und schreibe 259 Reiterinnen und Reiter aus ganz Schleswig-Holstein und Hamburg, darunter die „Creme de la Creme“, also die Leistungsträger des Springsports im Norden.

Turniere wie jene in Tasdorf haben eine Leuchtturmfunktion: So wie dort kann ein gut gemachtes, attraktives Turnier im ländlichen Raum aussehen. Insgesamt 14 Prüfungen, die zusammen mit 11 300 Euro dotiert sind, haben die Veranstalter ausgeschrieben. Gleich drei Derbysieger sind dabei: Nisse Lüneburg aus Hetlingen, der 2012 das Deutsche Spring-Derby gewann, Carsten-Otto Nagel aus Wedel, zwei Mal Derbysieger und Mannschaftsweltmeister, sowie Sören von Rönne aus Neuendeich, der 2002 das Derby für sich entschied und darüber hinaus Mannschaftsweltmeister und WM-Bronzemedaillengewinner 1994 ist. Den Großen Preis von Tasdorf gewann zuletzt (2012) Carsten-Otto Nagel mit Corradina. Während Nationenpreisreiter und Quasi-Lokalmatador Thomas Voß aus Schülp die spektakulärste Prüfung der Tasdorfer Turniertage noch nie gewann und entsprechend heiß sein dürfte, reist Lüneburg mit der Empfehlung an, gerade mit Westbridge in Redefin den Großen Preis für sich entschieden zu haben. „In Tasdorf erwarten uns richtig gute Bedingungen. Zudem ist es ein Turnier, bei dem die Nachwuchspferde wunderbar an den großen Sport herangeführt werden können. Von derlei Turnieren gibt es in Schleswig-Holstein viel zu wenige“, erklärte der Hetlinger im Rahmen der gestrigen Pressekonferenz.

Ein bemerkenswertes Aufgebot an Springreiterinnen will die Tasdorfer Turniertage erobern: Es sind so viele, dass am Sonnabend, 24. Mai, die Prüfungen der großen Tour sogar in zwei S-Springen für Damen und Herren aufgeteilt werden können. Mit dabei ist die frisch gebackene Vierte der deutschen Meisterschaften und Landesmeisterin Miriam Schneider (Ehlersdorf/Bovenau) ebenso wie Fehmarns Inga Czwalina, Evi Penzlin aus Breitenburg, Antonia-Selina Brinkop aus Neumünster, Cassandra Orschel aus Henstedt-Ulzburg, die einstige Deutsche Meisterin Ulrike Pöhls aus Tasdorf und auch Alessa Hennings (Bendorf).

Prüfungen von der Führzügelklasse für ganz kleine Reiter bis zum Großen Preis von Tasdorf, der zugleich Auftakt der Springsportserie Lotto 3plus1 ist, erwarten die Zuschauer vor den Toren Neumünsters, wo Turnierchef Harm Sievers alleine am Sonntag bis zu 3000 Besucher erwartet. Heimlicher Höhepunkt ist es ein so genanntes Drive & Drive im Anschluss an die am Sonnabend um 15.15 Uhr beginnende Springprüfung der Klasse S für Damen. Für die Teilnehmer geht es dann runter vom Sattel und rein in einen Pony-Zweispänner. Mit dem wird ein Kegelparcours gefahren, dann geht es fix in einen PKW und erneut mit vielen PS durch den Parcours.

Bei den Tasdorfer Turniertagen genießen Zuschauer am kommenden Freitag freien Eintritt. Tags darauf kostet ein Ticket drei Euro und am Sonntag fünf Euro (jeweils für Besucher ab 16 Jahre).

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