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Handball-Oberliga HH/SH Männer : Dreifache Unterzahl als Wachmacher

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die SG Wift nimmt nach einem 29:25-Heimsieg über den FC St. Pauli endgültig Kurs auf die Vizemeisterschaft.

Einen weiteren Schritt in Richtung Oberliga-Vizemeisterschaft machten die Handballer der SG Wittorf/FTN mit ihrem 29:25 (11:11)-Erfolg gegen den FC St. Pauli. Der Vorsprung der „Bären“ (32:8 Punkte) vor dem Drittplatzierten HG Hamburg-Barmbek (29:13) ist weiterhin komfortabel, St. Pauli liegt bereits sieben Minuspunkte hinter Wift zurück.

„Ohne den beruflich verhinderten Tommy Fängler wird es heute schwierig“, fürchtete Wift-Trainer Peter Bente vor dem Anwurf um die nötige Dynamik für den entscheidenden Druck im Angriffsspiel der „Bären“, wurde aber anschließend von seinem Team eines Besseren belehrt: „Meine Jungs haben seinen Ausfall bestens kompensiert.“ Doch noch zu Beginn der Partie waren Peter Bentes Bedenken gerechtfertigt. Nach dem 1:1 (3.) leistete sich die SG Wift fortan zu viele Fehlwürfe und ließ auch diverse Großchancen aus (7:10/21.). Erst neun Minuten vor dem Seitenwechsel änderten sich die Körpersprache und die Entschlossenheit der Hausherren – erneuter Einstand (10:10/24.). Was folgte, war ein wahrer Handball-Albtraum: Kurz nacheinander flogen gleich drei Blau-Weiße von der Platte. Als Ersten erwischte es Tim Kreft, der nach einem Gesichtstreffer vom Feld gestellt wurde. Anschließend kam Yannik Stock beim Versuch, einen Pass von halb auf halb abzufangen, einen Schritt zu spät und rasselt in seinen Gegenspieler hinein. Zu „guter“ Letzt bekam Philipp Henrich wenige Sekunden später ebenfalls wegen eines Gesichtstreffers von den Unparteiischen eine Zwangspause verordnet. Diese insgesamt eineinhalb Minuten andauernde kritische Drei-gegen-sechs-Situation auf dem Feld lösten Kapitän Thorben Plöhn, Abwehrchef Reiner Kobs und Flügelflitzer Florian Schmidtke im Wechsel mit Shooter Lars Bente bravourös – Ergebnis: weiterhin 10:10. Schlussmann André Hoffmann entschärfte einen Wurfversuch von außen, danach provozierten die drei verbliebenen Wift-Akteure ein Stürmerfoul St. Paulis und spielten vorne die restliche Zeit bis zur Vollzähligkeit clever herunter. „Die dreifache Unterzahl hat uns richtig aufgeweckt“, erklärte Wifts Spielertrainer Stock die anschließende Wende in der Begegnung. Die SG stellte nun von der defensiven 6:0-Deckung auf eine 5:1-Variante mit dem Ziel, den gegnerischen Spielaufbau zu stören, um – und das gelang. Direkt im Anschluss an die Halbzeitpause legten die Blau-Weißen drei Treffer vor (16:13/37.) und ließen die „Kiez-Piraten“ bis in die Schlussviertelstunde hinein nicht näher heran (19:16/44.). Durch das sich stetig steigernde Zusammenspiel zwischen der Wittorfer Abwehrreihe und Hoffmann dahinter kamen die Gastgeber in ihr gefürchtetes Tempospiel und bauten die Führung bis auf neun Tore aus (über 22:16/47. auf 26:17/53.). „Diese Entwicklung war zwar beruhigend, letztlich dann aber doch etwas zu sehr“, sagte Wift-Coach Peter Bente später lachend und fügte hinzu: „Ich hätte den Spielstand gerne auch bis zum Schluss so hoch gehalten, aber dafür waren die Jungs am Ende zu verspielt und ließen es etwas schleifen.“

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Hoffmann, Titze - Plöhn (3 Tore), Kobs (6/davon 5 Siebenmeter), Kreft (3), Schmidtke (1), Lehmann, Binnewies, Henrich (5), L. Bente (4), Stock (7), Haß.

SR: Krüger/Schmidt (Büdelsdorf/Tarp). – Zuschauer: 321. – Nächster Gegner: HG Hamburg-Barmbek (H/Sonntag, 17 Uhr/Viertelfinale im DHB-Amateurpokal).

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