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Begeistert : „Die Stimmung war immer genial“

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Monica Theodorescu spricht im Interview über die Atmosphäre beim Reitturnier in Neumünster, Entbehrungen als Dressur-Bundestrainerin und den Verkauf von Top-Pferden.

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2014 | 07:30 Uhr

In den Holstenhallen kennt sich die Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu bestens aus: 1993 und 2003 gewann die 50 Jahre alte Westfälin dort selbst die Weltcup-Kür. Ihr Vater George Theodorescu war 1987 der erste Weltcup-Sieger in Neumünster. Jetzt ist die Dressurreiterin, die selbst drei Mal Mannschaftsgold bei Olympischen Spielen gewann, als Cheftrainerin in Neumünster vor Ort, wenn bei den VR Classics vom 13. bis 16. Februar um Weltcup-Punkte gekämpft wird. Courier-Mitarbeiterin Martina Brüske sprach vor dem Event in Neumünster mit der Bundestrainerin.

Monica Theodorescu, Neumünsters Reitturnier ist zum 28. Mal Weltcup-Station. Die Halle ist etwas speziell, weil die Zuschauer so dicht dran sitzen, wie haben Sie das früher empfunden?

Diese Halle war immer schon so, und die Stimmung war immer genial. Das weiß man, wenn man dort hinfährt. Ich hatte nie Probleme mit der Dichte und der Atmosphäre. Ich kann mich aber erinnern, dass ich mit Grunox einmal früh morgens eine kleine Prüfung geritten habe und da klapperte oben plötzlich im Umlauf ein Geschirrwagen – da sind wir förmlich durch die Halle geflogen mein Grunox und ich. Aber sonst hat es immer Spaß gemacht.

 

Sie sind seit Herbst 2012 Bundestrainerin und haben zwar nicht das Reiten, aber die eigene Karriere dafür aufgegeben. Kribbelt es nicht manchmal in den Fingern, angesichts eines tollen Pferdes?

Oh – es kribbelt immer, und grundsätzlich steckt das ja auch in einem drin. Es ist aber anders geworden, weil man sich auf den Reiter oder die Reiterin konzentriert. Schade ist höchstens, dass ich nicht einfach Reitstiefel anziehen und in den Stall gehen kann.

 

In diesem Jahr werden im August in der Normandie die Weltmeisterschaften in acht Reitdisziplinen stattfinden, also auch die Dressur-WM. Schauen Sie beim Turnier in Neumünster schon nach Kandidaten?

Wir schauen immer darauf. Der Weltcup ist praktisch eine erste große Überprüfung. Die Reiter-Pferd-Paare, die ins Finale kommen, haben schon ein gutes Standing. Man muss ja auch ins Kalkül ziehen, dass das ein guter Weg ist, sich zu empfehlen, hochzuarbeiten im internationalen Sport und Erfahrungen zu sammeln, die später nützlich sind.

 

Wie sehr torpedieren Pferdeverkäufe in der Dressur die Planungen? Spring- und Dressurpferde aus Deutschland sind durchaus begehrt im Ausland...

Für wirklich gute Pferde wird immer viel Geld ausgegeben, das ist aber auch mit Pferden aus Dänemark, Belgien oder den Niederlanden so. Wenn ein Pferd die Grand-Prix-Reife erreicht hat und richtig gut ist, wird man es nicht verhindern können, das so eines auch mal ins Ausland verkauft wird.

 

In wenigen Tagen beginnt das Reitturnier – freuen Sie sich auf Neumünster und wenn ja: worauf?

Ja, Neumünster ist einfach gemütlich, da gibt es immer tollen Sport. Ich freue mich auf die Gespräche mit vielen netten Pferdeleuten, die man dort immer verlässlich trifft.

 

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