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Sportler des Jahres 2015 : „Die Roten Hosen“ machen mobil

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Showakrobaten des SC Gut Heil sind Neumünsters Mannschaft des Jahres 2015. Mona Barthel fehlen zwei Punkte zum Sieg bei den Frauen.

shz.de von
erstellt am 18.Jan.2016 | 10:00 Uhr

Jubel, Trubel, Heiterkeit: Mit purer Freude und einer riesengroßen Portion Unbekümmertheit feierten „Die Roten Hosen“ ihren Titel „Mannschaft des Jahres“ in Neumünster. Die Gut-Heiler lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Vorjahressieger, den Oberligahandballern der SG Wift. Beide Teams lagen im Voting der Fachjury, bestehend aus Kreissportverband (KSV), Sportpool und Courier-Sportredaktion, quasi gleichauf. Am Ende entschieden die Courier-Leser, die sich mehrheitlich für die Showakrobaten von der Schillerstraße ausgesprochen hatten.

„Wir sind total happy“, bekannte Anna Sophie Freund, Trainerin der „Roten Hosen“. Jeder in der gut 40-köpfigen Gruppe hatte den Job, in seinem Verwandten- und Bekanntenkreis zu „trommeln“ – und dieser Stimmenfang gelang. Fast ein Drittel der 1731 beim Courier eingegangenen Anrufe entfielen auf die Showgruppe des Deutschen-Turner-Bundes. „Bei uns macht es die Mischung aus Jung und Alt“, nannte Anna Sophie Freund das Erfolgsrezept ihres Teams, in dem Athleten von sechs bis 73 Jahren ihrem Sport nachgehen, darunter im Übrigen auch mehrere Flüchtlinge. Noch in diesem Jahr präsentieren sich „Die Roten Hosen“ vor heimischem Publikum. Denn das Bundesfinale der Showtanzgruppen („Rendezvous der Besten“) steigt am 26. November in den Holstenhallen.

Richtig eng war der Fünfkampf bei den Frauen, wo die Überraschungssiegerin Lena Rulle (Erster Kanu-Klub) und die auf Rang 5 platzierte Badmintonspielerin Carina Hingst (Blau-Weiß Wittorf) nur 100 Punkte trennten. Zum Vergleich: Bei den Mannschaften waren es mehr als 1100 (!) Punkte Vorsprung, die „Die Roten Hosen“ vor dem Letzten, den Ü 40-Fußballern der SG Einfeld/Gadeland/PSV, aufwiesen.

Bei den Männern gelang dem Badminton-Ass Bjarne Geiss (Blau-Weiß Wittorf) eine erfolgreiche Titelverteidigung. Neumünsters neuer und alter Sportler des Jahres lag insbesondere beim Votum der Fachjury klar vorn, eine solide Anzahl an Leserstimmen kam noch hinzu. In diesem Ranking zeigte sich, was eine gute Werbung und eine noch bessere Mund-zu-Mund-Propaganda bedeuten können. Denn hinter dem zweitplatzierten Kanuspezialisten Janko Knabe (EKN) landete Matthias Hoffmann, mit gerade einmal 27 Jahren der älteste der zehn nominierten Sportlerinnen und Sportler. Der Leichtathlet von der Behinderten-Sportgemeinschaft durfte sich über eine große Unterstützung freuen. Hoffmann war der Einzelsportler mit den meisten Punkten per Telefon-Voting.

Dass auch die zweitmeisten Anrufer etwas bedeuten, zeigte sich bei den Frauen, wo auf Platz 3 hinter der vermeintlichen Topfavoritin Mona Barthel – die Tennisspielerin lag nur zwei (!) Punkte hinter Rulle – Karateka Emily Kern (Gesundheits- und Rehasport) landete. Die 16-Jährige hatte ebenfalls eine große Anhängerschar mobilisiert und wurde dafür belohnt. Kern durfte sogar als Allererste das neue Podest in der großen Holstenhalle besteigen und sich im Scheinwerferlicht ihren verdienten Applaus abholen.

„Die Wahl hat bewiesen, dass wir in Neumünster über ein breit gefächertes Sportangebot verfügen. Ich finde es auch richtig gut, dass wir junge Sportler und einen Athleten mit Handicap ehren durften. Ebenso haben mir die Präsentation der Sportler auf einer großen Leinwand sowie das neue Podest mitten auf der Tanzfläche gefallen. Das hat die Proklamation deutlich aufgewertet“, zeigte sich die KSV-Vorsitzende Ute Freund mit dem Ablauf sehr zufrieden. Besonders freute sie sich mit der Sportlerin des Jahres: „Lena Rulle hat ja fast geweint, als klar war, dass sie die Siegerin ist. Das fand ich rührend.“

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