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Fussball-Regionalliga Nord : Die Parole des VfR lautet: „Wir müssen gierig bleiben“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Auswärts zurzeit sehr erfolgreiche Rasensportler aus Neumünster gastieren morgen beim TSV Havelse.

Gott sei Dank, es gibt wieder ein Auswärtsspiel! Im krassen Gegensatz zur Vorsaison und zu den aktuellen Geschehnissen auf eigenem Platz nimmt Fußball-Regionalligist VfR Neumünster in der Fremde aktuell die Punkte mit. Das 1:0 am Tag der Deutschen Einheit bei Hannover 96 II war bereits der dritte „Dreier“ auf auswärtigem Geläuf in Folge. Morgen geht es erneut nach Niedersachsen. Nur rund 15 Kilometer nördlich des Spielorts vom Donnerstag wartet um 14 Uhr der Tabellenachte TSV Havelse (14 Punkte/17:14 Tore) auf die Rasensportler (10/10:20), die gerade vier Plätze gutmachten und auf Rang 13 kletterten.

Trotz alledem möchte VfR-Trainer Ervin Lamce von einer entspannten Reise ins Garbsener Wilhelm-Langrehr-Stadion nichts wissen. „Bloß keine Zufriedenheit“, gibt der 41-Jährige die Parole aus. „Denn wir müssen gierig bleiben“, sagt er und hofft nach zuletzt drei Auswärtserfolgen beziehungsweise sieben Punkten aus den jüngsten drei Partien auf die endgültige Trendwende: „Vielleicht ist nach unserer Pechsträhne zu Saisonbeginn nun ja mal eine Glückssträhne angesagt.“

Vorjahres-Vizemeister Havelse befindet sich im Reigen derer, die vor der Saison von einem Umbruch betroffen waren. „Der Verein hat fünf, sechs Topspieler verloren, rund ein Dutzend Akteure muss integriert werden. Das braucht Zeit“, sagt der neue Trainer Christian Benbennek, der den Garbsener Erfolgscoach André Breitenreiter beerbte. Letzterer wechselte zum Zweitligisten SC Paderborn 07. Benbennek beobachtete den VfR bei dessen Coup in Hannover. „Neumünster steht tief, agiert sehr kompakt und ist mit seinen schnellen Leuten bei Kontern brandgefährlich“, hat er festgestellt. Dass Lamce von Schönspielerei auf Ergebnisfußball umgestellt hat, ringt ihm Respekt ab. Benbennek wörtlich: „Ich möchte mir über die Arbeit meines Trainerkollegen nicht den Kopf zerbrechen. Aber wenn eine Strategie erfolgreich ist, dann muss die Arbeit gut sein.“ Natürlich sind dem 40-Jährigen die Schwächen des VfR nicht verborgen geblieben. Dazu zählen, so der Havelser Coach, gewiss die vermeintlichen Probleme auf der Torwartposition. Allerdings: In den vier Spielen mit dem als unverzichtbar geltenden, aktuell verletzten Stammkeeper Marcus Hesse hat der VfR keinen einzigen seiner zehn Punkte geholt. Auf Hesses Vertreter Marc Aaron Kassler wartet morgen auch Christoph Beismann. Havelses Goalgetter Nummer 1 rangiert mit acht Treffern in der aktuellen Torjägerliste hinter Addy-Waku Menga (VfB Oldenburg/neun) auf Platz 2.


VfR Neumünster: Kassler - Jakubowski, Aust, Schäfke, Nagel - Olthoff, K. Schulz - Thomas, Rave, Moslehe - Harrer. – Auf der Bank: Gabrielides - Bönigk, Michalowski, Christophersen, Ingreso, Zekjiri, Kramer. – Es fehlen: Durak, Ju, Schlagelambers, M. Schultz, Streubier (alle nicht im Kader), Hesse (Einblutung im Meniskus und Zerrung des Kreuzbandes/voraussichtlich noch zwei Wochen Pause), Zschimmer (noch für ein Spiel rotgesperrt). – SR: Porsch (Barsbüttel). – Duelle 2012/13: In Neumünster gewann der VfR mit 2:1, in Havelse verlor Rasensport mit 1:4. – Courier-Tipp: 2:1 für VfR.

Außerdem spielen (in Klammern Courier-Tipps): heute, 14 Uhr: ETSV Weiche Flensburg – SV Wilhelmshaven (2:0), Werder Bremen II – BV Cloppenburg (3:1), Eintracht Braunschweig II – Hamburger SV II (1:2); morgen, 14 Uhr: SC Victoria Hamburg – VfL Wolfsburg II (0:3); morgen, 15 Uhr: VfB Oldenburg – Hannover 96 II (2:1), BSV Rehden – FC Eintracht Norderstedt (2:0), SV Meppen – Goslarer SC 08 (2:2), SV Eichede – FC St. Pauli II (1:1).

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erstellt am 05.Okt.2013 | 18:00 Uhr

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