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Handball-Oberliga HH/SH Männer : Das große Saisonfinale: Wift erwartet das Spiel der Spiele

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In der Vierten Liga muss vor der letzten Runde der Rechenschieber herausgeholt werden.

Sekt oder Selters? Freude oder Frust? Diese Fragen werden heute ab 17 Uhr in der KSV-Halle vom Handball-Oberligisten SG Wittorf/FTN beantwortet. Denn für das Team des Trainergespanns Peter Bente/Peter Schäfke geht es am letzten Spieltag in puncto Klassenerhalt um alles oder nichts.

Als Kontrahent wird Wift heute mit dem Tabellenzehnten SG Hamburg-Nord ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf gegenüberstehen. Die Hanseaten haben, genau wie die Neumünsteraner, 18:32 Punkte auf dem Konto und dürfen sich keine Niederlage erlauben – auch wenn eine solche möglicherweise zum Klassenerhalt reichen wird (siehe Anhang mit den Oberliga-Rechenbeispielen). Dies alles interessiert das Trainerduo der SG Wift nicht. „Wir sind vor dem Spiel der Spiele angespannt, aber auch erwartungsvoll. Wir beteiligen uns an keinen Rechnereien, sondern müssen, wollen und können selbst auch sehr wohl ein positives Ergebnis erarbeiten“, macht Peter Bente ausdrücklich klar. Seine „Bären“ haben nach der 28:35-Hinspielniederlage noch eine Rechnung mit der SG Hamburg-Nord offen und freuen sich nach eigenem Bekunden auf die letzte Begegnung der Saison. „Wir wollen uns auch bei unseren treuen Fans bedanken und können, bis auf Jannik Mittendorfer und Torben Binnewies, auf einen vollen Kader zurückgreifen. Wir haben uns außerdem in dieser Woche gut auf die eher ungewohnte Anwurfzeit um 17 Uhr vorbereitet“, berichtet Bente.

Nicht zum ersten Mal entscheidet sich für die Blau-Weißen erst am letzten Spieltag, wo sie in der kommenden Saison antreten werden. Die KSV-Halle dürfte heute Abend aus allen Nähten platzen, eine knisternde Spannung und glühende Drähte in andere Hallen sind garantiert.

Es fehlen: Mittendorfer, Binnewies (beide verletzt).

Außerdem spielen (alle heute, 17 Uhr): TSV Alt Duvenstedt – HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (Hinspiel 23:28), SG Flensburg-Handewitt II – DHK Flensborg (25:18), TSV Hürup – Dithmarschen LH (32:30), FC St. Pauli – Preetzer TSV (23:36), HSG Hohn/Elsdorf – HSV Handball II (20:37), VfL Bad Schwartau II – TSV Ellerbek (23:23).


Was wäre, wenn ...?

Im dramatischen Foto-Finish der Männerhandball-Oberliga sind mehrere Konstellationen denkbar. Pikant wird die Rechenaufgabe dadurch, dass es bei Punktgleichheit von zwei, drei oder vier Mannschaften immer einen anderen Absteiger geben würde. Auch kann der Tabellenneunte Preetzer TSV (19:31 Zähler) wegen des aus seiner Sicht positiven direkten Vergleichs nicht mehr absteigen. Und doch könnten die Schusterstädter, die beim Tabellensechsten FC St. Pauli antreten, zum Zünglein an der Waage werden (siehe anhängende Beispiele). Der Zehnte SG Hamburg-Nord und der Elfte SG Wift (je 18:32) treffen direkt aufeinander, der auf dem ersten Abstiegsplatz stehende Drittletzte HSG Hohn/Elsdorf (17:33) erwartet mit dem Tabellenvierten HSV Handball II einen ganz dicken Brocken und ist gegen die Hamburger zum Punkten verdammt. Die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (15:35) und der TSV Alt Duvenstedt (12:38) stehen als Absteiger bereits fest. Unsere Redaktion beleuchtet aus Wift-Sicht die Frage „Was wäre, wenn ...?“

Die SG Wift bleibt drin, ...

... wenn sie gegen die SG Hamburg-Nord gewinnt.

... wenn die HSG Hohn/Elsdorf gegen den HSV II verliert.

... wenn sie allein mit Hohn/Elsdorf punktgleich wäre, weil sie den direkten Vergleich gewonnen hat (29:25-Heimsieg/31:32-Auswärtsniederlage).

... wenn am Ende Preetz (bei einer Niederlage auf St. Pauli), Hamburg-Nord, Wift (Remis im direkten Duell) und die HSG Hohn/Elsdorf (Sieg gegen den HSV II) punktgleich wären. Dann würde der direkte Vergleich unter diesen vier Teams zählen. Bei jenem würde die SG Hamburg-Nord in den sauren Abstiegsapfel beißen.

Die SG Wift steigt ab, ...

... wenn sie gegen Hamburg-Nord verliert und Hohn/Elsdorf gegen den HSV II gewinnt.

... wenn sie gegen Hamburg-Nord remis spielt und Hohn/Elsdorf gegen den HSV II gewinnt. Dann würde der direkte Vergleich unter diesen Dreien zählen. In jenem hätte Wift mit 5:7 Punkten die schlechteste Bilanz.

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