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Fussball-SH-Liga : „Das Ergebnis kotzt mich an“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der PSV Neumünster muss sich trotz diverser Großchancen im Spitzenspiel beim Preetzer TSV mit 2:5 geschlagen geben.

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2013 | 08:00 Uhr

Fußball-SH-Ligist Polizei-SV Union hat im Spitzenspiel beim Preetzer TSV ergebnistechnisch klar den Kürzeren gezogen. Die „Ordnungshüter“ unterlagen dem Tabellenzweiten vor 200 Zuschauern mit 2:5 (0:2).

PSV-Trainer Patrick Nöhren ärgerte sich nach dem Spielende über zwei entscheidende Faktoren: „Wir haben hinten zu viele Fehler gemacht und vorne unsere Chancen nicht genutzt.“ Ersteres traf zwar später in der Partie auch auf den PTSV zu, doch zeigte die Elf von Trainer Danilo Blank, einem früheren Regionalligaspieler des VfR Neumünster, in der Offensive ihre ganze Klasse. Bei schwierigen Platzbedingungen auf Grund des regnerischen Wetters setzten die Blau-Weiß-Roten die nicht immer standfesten „Polizisten“ vom Anstoß an stark unter Druck, zwangen diese zu Fehlern und kamen auch gleich zur ersten Chance. Dabei scheiterte die Preetzer Sturmspitze Florian Stahl aber an PSV-Schlussmann Morten Nagel. Doch bei dem anschließenden Eckball bedrängte Gästeverteidiger Marcel Pinkert eben jenen Stahl nicht ausreichend, sodass der Preetzer zum 1:0 einnicken konnte (2.). Grün-Weiß kam in der Defensive immer wieder ins Schwimmen, wenn es beim PTSV schnell ging und die Pässe in die Schnittstellen gespielt wurden. So war es nicht weiter verwunderlich, dass Lukas Lindner nach einer Hereingabe von Florian Ziehmer das 2:0 besorgte (12.), wenngleich die Neumünsteraner ebenfalls aussichtsreich vor dem gegnerischen Tor auftauchten, als Christian Scheinpflug einen Volley nicht aufs Gehäuse von PTSV-Keeper Lennart Weidner brachte (10.). Mitte der ersten Hälfte kam der Gast aber immer besser in die Partie, gewann über das eigene Pressing einige Bälle und vergab vor dem Wechsel mehrere „Riesen“. So lupfte Patrick Fürst am Tor vorbei (25.), Dominik Ulrich scheiterte mit einem Distanzschuss (26.), Nicola Soranno schoss nach klugem Querpass von Marinko Ruzic nur den Preetzer Verteidiger Sebastian Witt an (37.), und Ruzic zielte aus 16 Metern knapp daneben (45.).

Einen Aufreger gab es zwischendurch aber auch auf der Gegenseite, als Nagel schon geschlagen war und Stahl Pinkert anschoss, dem das Spielgerät im Fallen vom Körper an den Arm sprang. Von Preetzer Seite wurde prompt ein Handelfmeter gefordert (27.). Im Anschluss lieferte sich Blank zunächst ein Wortgefecht mit PSV-Mittelfeldmann Bastian Hasler und danach mit Nöhren, wobei Blank ein „Halt die Fresse!“ herausrutschte. Referee Christopher Haase (Pinneberg) schickte Blank daraufhin auf die Tribüne. Der „Übeltäter“ zeigte sich nach Spielschluss aber einsichtig: „Ich habe etwas gesagt, was sich nicht gehört.“ Der Verweis aus dem Innenraum sollte ihn aber nicht daran hindern, weiter Einfluss auf das Geschehen zu nehmen. So sagte er später unter anderem die Auswechslungen an.

Nach dem Wiederbeginn präsentierten sich die „Ordnungshüter“ weiter richtig stark und kamen durch die Treffer von Fürst (50.) und Scheinpflug (58.) verdientermaßen zum 2:2-Ausgleich. Zwischendurch vergaben Fürst (51.) und Soranno (53.) weitere „Hochkaräter“. Nachdem die Gäste egalisiert hatten, wachten aber die Schusterstädter wieder auf und lieferten mit dem 3:2 durch Yannick Wolf (62.) prompt eine Antwort, die der Nöhren-Elf das Genick brechen sollte. Preetz wollte nun die Entscheidung herbeiführen, für die sich Stahl mit zwei Treffern nach langen Bällen dann auch verantwortlich zeichnete (82., 90./+1).

„Das Ergebnis kotzt mich an. Ich trauere so einigen Möglichkeiten vor allem aus der ersten Hälfte nach. Es hätte auch 6:5 für uns ausgehen können“, ärgerte sich Gästecoach Nöhren. Blank hingegen war dem Ausgang entsprechend erfreut: „Wir sind sehr zufrieden, denn wir haben gegen einen starken Gegner gewonnen. Offensiv war das Spiel auf einem hohen Niveau. Defensiv dafür weniger.“

Preetzer TSV – PSV Neumünster 5:2 (2:0)


Preetzer TSV: Weidner - Lindner (78. Degenhardt), Schümann, Hansen, S. Witt - Sachse, Dreier - Degdo, F. Ziehmer (85. Heine), Wolf - Stahl (90./+2 Büssau).

Polizei-SV Union: Nagel - Ulrich, Pinkert (73. Khemiri), F. Schulz, Bock - Hasler, Gülbay - Fürst, Ruzic, Soranno (73. Möller) - Scheinpflug (73. Raniewicz).

Beste Spieler: Stahl, F. Ziehmer, Wolf - Fürst. – SR: Haase (Pinneberg). – Zuschauer: 200. – Tore: 1:0 Stahl (2.), 2:0 Lindner (12.), 2:1 Fürst (50.), 2:2 Scheinpflug (58.), 3:2 Wolf (62.), 4:2 Stahl (82.), 5:2 Stahl (90./+1). – Bes. Vork.: Trainer Blank (Preetz) wird wegen zu emotionaler Spielbegleitung des Innenraumes verwiesen (27.). – Nächster PSV-Gegner: Heider SV (H/Sonnabend, 15 Uhr).

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