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Fussball-Verbandsliga Süd-West : Clevere Schackendorfer nehmen Punkte aus Nortorf mit

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wankendorf verliert gegen Spitzenreiter Reher/Puls knapp. Olympia setzt sich in Hohenwestedt durch.

Der MTSV Olympia Neumünster setzte seinen Aufwärtstrend in der Fußball-Verbandsliga Süd-West fort und gewann mit 3:2 beim MTSV Hohenwestedt. Derweil gingen der TSV Wankendorf (1:2 gegen den FC Reher/Puls) und der TuS Nortorf (0:3 gegen den SV Schackendorf) am 27. Spieltag jeweils im eigenen Stadion als Verlierer vom Platz.

TSV Wankendorf – FC Reher/Puls 1:2 (0:1)

TSV Wankendorf: Balzer - Bobzien, Block, D. Schiffer, Weick - Müller, Gerndt, Heinrich, Steinkamp - Dittkuhn, A. Duggen.

FC Reher/Puls: Rohweder - Wendt (68. L. Dau), Sievers (90. Alter), Fischer, Büch, Göttsche, Rathke, Schümann, O. Dau (70. Tank), Loßmann, A. Albers.

SR: Kulow (Klausdorf). – Zuschauer: 80. – Tore: 0:1 A. Albers (1.), 0:2 A. Albers (47.), 1:2 A. Duggen (70., Foulelfmeter). – Nächster Wankendorf-Gegner: TSV Lägerdorf (A/Sonntag, 15 Uhr).


Durch das Aufstiegsverbot lässt sich die 1997 gegründete Spielgemeinschaft Reher/Puls den Titelappetit augenscheinlich nicht verderben. Der firmierende „FC“ aus dem Kreis Steinburg hielt sich auch auf dem Jahnplatz schadlos und gewann eine unaufgeregte Partie. Dabei erzielten die Gäste ihre Treffer zu psychologisch wertvollen Zeitpunkten. Der Sekundenzeiger hatte seine erste Rundfahrt noch nicht vollendet, da erreichte ein langer Schlag die linke Außenbahn, und André Albers nickte den präzisen und butterweichen Flankenball zur frühen 1:0-Führung für Reher/Puls ein. Ähnlich war die spielentscheidende Situation in der 47. Minute: Während sich Wankendorf abermals noch im Kabinenschlaf befand, erzielte erneut Albers mutterseelenallein gelassen aus Nahdistanz das 2:0 für den Spitzenreiter. Die Heimelf zeigte sich jeweils geschockt und brauchte in beiden Halbzeiten eine Viertelstunde, um überhaupt am Spiel teilzunehmen. Zu mehr reichte es über weite Strecken allerdings nicht, denn Torchancen hatten Seltenheitswert. Es war nicht verwunderlich, dass der Anschlusstreffer aus einem an Olaf Weick verwirkten Foulelfmeter resultierte, den Arne Duggen verwandelte (70.) und damit wenigstens seine Führung im Fernduell um die Torjägerkrone mit Olympias Marc Barck mit nun 19 Treffern auf drei Tore ausbauen konnte. Die Einheimischen stellten in der Schlussphase auf ein offensives 3-4-3-System um, übten nunmehr in Ansätzen Druck aus, doch die Durchschlagskraft ließ weiter zu wünschen übrig. So blieb es am Ende bei der vierten Heimniederlage der Gelb-Blauen, die Trainer Henning Theen akzeptierte: „Wir wurden zwei Mal eiskalt erwischt und haben uns davon nicht erholen können.“

TuS Nortorf – SV Schackendorf 0:3 (0:0)

Nortorf: Maaß - Kortum, Sielken, Doege, Reuter (74. D. Schlotfeldt) - Butenschön, Lampe, Klotzbücher, Hülsen (74. Stolley), Arndt - Struve (62. Bracker).

Schackendorf: Schramm - Steinberg, Blunk, Groß, Spieler (64. Soost), Aichaoiu, De Oliveira, Ajlani, Borgert (71. Birgül), Wienke, Leal Pezan (86. Sari).

SR: Heyn (Rotenhof). – Zuschauer: 85. – Tore: 0:1 Leal Pezan (48.), 0:2 De Oliveira (78.), 0:3 Ajlani (88.). – Rote Karte: Soost (Schackendorf/89., Tätlichkeit). – Nächster Nortorf-Gegner: FC Reher/Puls (A/Sonnabend, 15 Uhr).

Der SV Schackendorf wahrte mit einem am Ende verdienten Erfolg in Nortorf seine Titel- und Aufstiegschance, muss aber bei nur noch einer eigenen Partie weiter auf Patzer der Konkurrenz hoffen. Dass der Druck auf den Rot-Schwarzen lastete, war am Heinkenborsteler Weg spürbar, denn trotz überlegener Spielweise brachte die Elf von Trainer Matthias Falk außer verbaler Scharmützel untereinander lange Zeit nichts Zählbares zu Stande. Stattdessen verbuchte der taktisch defensiv ausgerichtete TuS die ersten Chancen. Andree Klotzbücher (15.) vergab aber ebenso wie Kim Hülsen (29.). So ging es torlos in die Kabinen, bevor die Gäste ihre aufkeimende Wut nach dem Wiederanpfiff in Tore ummünzten. In der 48. Minute wurde Klotzbücher im Halbfeld aus Nortorfer Sicht ein Freistoß verweigert, und der SVS nutzte die Unruhe im Nortorfer Aufbauspiel eiskalt aus. Rafael Leal Pezan profitierte schließlich von einem Ausrutscher Stefan Lampes im Strafraum und ließ Bjarne Maaß im Nortorfer Gehäuse keine Abwehrmöglichkeit. Der TuS schüttelte sich nur kurz und hätte durch Klotzbücher (72.) sowie Benjamin Butenschön (77.) zum Ausgleich kommen müssen, doch auch der nächste Torjubel gehörte den Gästen. Das Raunen im Publikum ob der vergebenen Chance von Butenschön war noch nicht verhallt, da durfte den Gästen für einen Konter, abgeschlossen per Kopf von Guilherme De Oliveira, applaudiert werden (78.). Aymin Ajlani erhöhte in der 88. Minute sogar auf 3:0 für Schackendorf, sodass die Segeberger die Rote Karte für den eingewechselten Merlen Soost nach einer Tätlichkeit verschmerzen dürften (89.). „Meine Elf hat eine gute Leistung gezeigt. Die Gäste waren schlichtweg cleverer“, bilanzierte Nortorfs Trainer Thomas Arndt und freute sich über zwei Neuzugänge für die nächste Saison: „Simon und Sebastian Fuhrmann vom VfR Neumünster II haben uns ihre Zusagen gegeben.“

MTSV Hohenwestedt – MTSV Olympia Neumünster 2:3 (1:2)

MTSV Hohenwestedt: Coprian - Jera, S. Gloy, D. Gloy, Lehmpfuhl, Pieper, Boye (57. Heuer), Bigler, C. Gieseler, Olhöft, Hummel.

MTSV Olympia Neumünster: Boll - Jablonski, Granzow (77. Kost), S. Reichow, Walther (83. Schmidt) - Jace, Khomkhonsu, Mester, Muhs - T. Alioua (72. Ocak), Barck.

SR: Stotzem (Hennstedt). – Zuschauer: 30. – Tore: 0:1 Granzow (7.), 1:1 S. Gloy (14.), 1:2 Granzow (42.), 2:2 Bigler (55.), 2:3 Khomkhonsu (76.). – Nächster Olympia-Gegner: FC Itzehoe (H/Sonnabend, 15 Uhr).


„Wir hätten auch mit einem Zähler gut leben können“, wusste Olympias Interimscoach Ralf Hartmann, dass seine Mannschaft mit Glück, aber auch jeder Menge Geschick alle drei Punkte vom schwierigen Geläuf am Sportpark Wilhelmshöh entführt hatte. Schließlich gehörten sowohl das 1:0 für die „59er“ durch Steven Granzow in der siebten Minute als auch das entscheidende 3:2 von Jannarong Khomkhomsu in der 76. Minute in die Kategorie „Geniestreich“. Jeweils aus der Ferne überwanden sie Mathias Coprian im MTSV-Tor mit sehenswerten Distanzschüssen. Dazwischen lag eine gute Stunde, in der die Gäste sich auf das Wesentliche beschränkten und gegen feldüberlegene Gäste nur wenig zuließen. Zwei Mal patzte die Defensive der Grün-Weiß-Roten aber dennoch. In der 14. Minute köpfte Sascha Gloy nach einem Freistoß aus spitzem Winkel zum zwischenzeitlichen 1:1 in die Maschen, und in der 55. Minute erfüllte Alexander Bigler den zu diesem Zeitpunkt quasi erbettelten Wunsch der Gäste nach dem erneuten Ausgleichstor zum 2:2. Abermals Granzow hatte Olympia kurz vor der Pause mit einem Kraftakt über die halb linke Position und einem Schuss durch die Beine seines Gegenspielers und durch die Handschuhe Coprians mit 2:1 in Führung gebracht. „Hohenwestedt war über Einzelaktionen stets gefährlicher, aber wir nehmen die Punkte gerne mit“, freute sich Hartmann über den vierten Auswärtssieg seiner Farben.

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