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Fussball-Regionalliga Nord : Christophersen: „Ich habe die Absprachen stets eingehalten“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Defensiv-Allrounder meldet sich nach seinem spektakulären Abgang beim VfR Neumünster noch einmal zu Wort.

shz.de von
erstellt am 29.Apr.2014 | 11:00 Uhr

Patrick Christophersen und der VfR Neumünster – einst eine fußballerische Liebesbeziehung, aktuell eher eine Ansammlung von Missverständnissen. Nachdem der Regionalligist in der vergangenen Woche zum umstrittenen Abgang seines aus beruflichen Gründen nach Berlin übergesiedelten Spielers offiziell Stellung genommen hatte (wir berichteten), meldete sich nun noch einmal der 25-Jährige zu Wort. „Ich habe mich mit Familie und Freunden beraten und möchte einfach noch mal das eine oder andere klarstellen“, sagte Christophersen. Ihm war unter anderem vom Verein vorgeworfen worden, er habe seine Mannschaft im Stich gelassen. „Noch keiner meiner ehemaligen Neumünsteraner Teamkollegen hat mir bislang Vorwürfe gemacht. Es hatten sich ja auch vor Wochen alle für mich gefreut, dass ich in Berlin Arbeit gefunden hatte“, berichtete der Ex-Tungendorfer. Er möchte nicht in ein schlechtes Licht gerückt werden, „denn zum einen hatte ich wegen des Vereins extra meinen Arbeitsbeginn in Berlin um einen Monat auf den 1. April verschoben, und zum anderen bin ich bis zum Spiel beim HSV II am 19. März auch immer wieder nach Neumünster gependelt, war zuvor sogar eine Woche lang permanent in Neumünster und habe deswegen im März kaum meine Freundin gesehen“. In jener Partie beim HSV II verletzte sich Christophersen am Oberschenkel, daher fehlte er vier Tage später in Norderstedt. Am 30. März gegen Havelse musste er wegen eines Seminars, also aus beruflichen Gründen passen. Vor der Partie in Rehden eine Woche später schließlich platzte kurzfristig seine Mitfahrgelegenheit. „Ich habe die Absprachen stets eingehalten. Auch war nie die Rede davon, dass ich an jedem Wochenende nach Neumünster komme“, verteidigte sich der Defensiv-Allrounder. Ihm sei ferner wichtig, so Christophersen, dass er dem VfR nie vorgeworfen hat, Bahntickets seien nicht bezahlt worden. „Ich hatte lediglich kritisiert, dass ich mich immer selbst um meine Fahrten kümmern musste.“

Zurzeit herrscht zwischen dem VfR und Christophersen Funkstille. Der Club ist seiner Bitte um Vertragsauflösung bislang nicht nachgekommen. 2. Vorsitzender Gerd Grümmer kündigte in der vergangenen Woche vielmehr an, den Spieler wegen Vertragsbruchs belangen zu wollen. „Ich lasse das auf mich zukommen. Was soll mir schon groß passieren? Ich habe beim VfR ja maximal 450 Euro im Monat bekommen: 300 Euro Grundgehalt plus Prämien. Jetzt verdiene ich in meinem Job mehr als das Doppelte“, erklärte er. Und wenn doch etwas „passiert“? „Für einen solchen Fall habe ich mir bereits juristischen Beistand besorgt. Meine Firma, Freunde und Familie stehen hinter mir“, sagte Christophersen.

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