Handball-Kreisligen RD-ECK/NMS : Bramstedt lässt die Korken knallen

Mit wirklich allerletzter Kraft befördert Matthias Schillhorn (links) hier die Kugel in Richtung Gästetor. Marco Schnack (Nr. 5) und Jörg Mees von der HSG Fockbek/Nübbel II haben vergeblich versucht, den Akteur der SG Wift IV aufzuhalten.
Mit wirklich allerletzter Kraft befördert Matthias Schillhorn (links) hier die Kugel in Richtung Gästetor. Marco Schnack (Nr. 5) und Jörg Mees von der HSG Fockbek/Nübbel II haben vergeblich versucht, den Akteur der SG Wift IV aufzuhalten.

Das Giesecke-Team schafft tatsächlich noch den Aufstieg. Tungendorfs Männer befinden sich weiterhin in guter Position.

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20. März 2014, 09:00 Uhr

Eine faustdicke Überraschung hatte der letzte Spieltag in der Frauenhandball-Kreisliga im Köcher. Die Bramstedter TS verdrängte mit einem 25:20 gegen die HSG Fockbek/Nübbel II den bisherigen Tabellenzweiten HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II (10:24 gegen die HSG Hohn/Elsdorf II) und schafften somit als „Vize“ hinter dem Meister SV Hüttener Berge den Wiederaufstieg in die Kreisoberliga. Danach hatte es im Laufe der Serie nicht wirklich ausgesehen. Der abgestiegenen HSG 91 Nortorf II blieb der Trost, mit einem 20:19 beim Büdelsdorfer TSV die Rote Laterne noch an die Gastgeberinnen abgegeben zu haben.

Bei den gleichklassigen Männern ist die Saison noch nicht abgeschlossen. Der SV Tungendorf sammelte mit einem 35:22 bei der HSG 91 Nortorf II weitere wichtige Punkte, um den zweiten Tabellenplatz zu sichern. Die SVT-Reserve hatte den Tabellenersten TSV Owschlag II zu Besuch und verlor programmgemäß mit 19:27. Die SG Wittorf/FTN IV unterlag knapp mit 21:23 gegen die HSG Fockbek/Nübbel II, liegt mit 7:27 Punkten aber weiter vor den Tabellenschlusslichtern SV Tungendorf II und HSG 91 Nortorf II (jeweils 4:32.

Kreisliga Frauen

Büdelsdorfer TSV – HSG 91 Nortorf II 19:20 (6:10). In einer umkämpften Partie ging es munter und ausgeglichen los (2:2/8., 5:5/18.). Die Führung wechselte ständig hin und her, doch bis zur Halbzeitpause schafften es die Nortorferinnen, sich mit 10:6 abzusetzen. Im zweiten Abschnitt agierten die Gastgeberinnen in der Abwehr aktiver und offensiver, wodurch der dezimierte Kader der Nortorfs Tribut zollen musste und die Kräfte langsam nachließen. Führten die Gäste in der 39. Minute noch mit 13:10, kämpfte sich Büdelsdorf Tor um Tor heran (12:13/42., 16:17/52.). „Das Spiel wurde noch mal unnötig spannend, aber mehr als den Anschlusstreffer ließen wir nicht zu. Und so konnten wir am Ende einen Auswärtssieg verbuchen und mit Büdelsdorf die Tabellenplätze tauschen“, resümierte Nortorf II- Betreuer Jan Henrik Schafranski.

HSG 91 Nortorf II (Tore in Klammern): Paulsen, Küchenmeister - Schultz (3), M. Döring (3), J. Döring (1), Neumann (3), Pflugradt (1), Ratjen (6), Mittelstät (2), Kleinschmidt (1).


HSG WaBo 2011 II – TSV Wattenbek II 7:13 (5:8). „Es war das Spiel um die so genannte goldene Ananas“, schmunzelte WaBo II-Trainerin Martina Eggers-Stölting und fügte hinzu: „Für beide Mannschaften war die Saison schon gelaufen und wir einigten uns im Vorwege auf ein entspanntes Spiel ohne Gezicke. Beide Mannschaften kennen und schätzen sich seit Jahren – insofern waren Fairness und gesunde Härte vorausgesetzt.“ In der Anfangsphase lief die Begegnung noch sehr ausgeglichen (3:3/8.), danach konnten sich die Gäste über ein 6:3 (19.) bis zur Halbzeit mit 8:5 jeweils aus Gästesicht absetzen. Auch in den zweiten 30 Minuten ging es torarm weiter, so landete der Ball der Wankendorferinnen nur noch zwei Mal im Tor der Gäste, was auch an der starken Abwehr der Wattenbek-Reserve lag. Zudem machten die Gäste mit ihren fünf Treffern den Sack zu. „Ein großes Dankeschön geht an Wattenbeks Trainer Axel Reese, der die Partie unparteiisch und sehr fair pfiff, da die angesetzten Schiedsrichter nicht erschienen waren. Das war souverän“, war Eggers-Stölting voll des Lobes.

HSG WaBo 2011 II: Schröder - Gebhard, Kugel (1), Wolfgramm, Schweim (1), Kölsch, S. Henningsen (1), Wedemeyer (1), Barg (1), Kossowski (2), Sroka, Oldekop, Jensen, Boß.

TSV Wattenbek II: Röscheisen - Schmidt (6), Meier-Mielke (2), Reese (4), Schoch, Müller (1), Naber, Schmahl, J. Schütt, Bahr.


Bramstedter TS – HSG Fockbek/Nübbel II 25:20 (10:9). „Die Sensation ist perfekt“, jubelte Bramstedts Trainer Jörn Giesecke. Ohne Pep im Angriff und in der Abwehr immer einen Schritt zu spät – so startete die BT in die Partie. Dennoch führten die Rolandstädterinnen zur Pause mit 10:9. Nach dem Wiederanpfiff lösten sie die Handbremse, standen sicher in der Abwehr und erkämpften sich immer wieder den Ball. Über die erste Welle oder den erweiterten Gegenstoß wurden immer wieder Treffer erzielt, und auch im Positionsangriff wurde das Tempo hochgehalten. So stand nach 40 Minuten ein 17:10-Vorsprung auf der Anzeigetafel. Alle Tore der Gäste wurden prompt mit Gegentreffern beantwortet. Ergo: Die BT ließ sich den Aufstieg nicht mehr nehmen. „Der Rest war nur noch Party“, berichtete Giesecke.

Bramstedter TS: Jantzen, Muschner - T. Lapöhn, Staschik (6), L. Maczeyzik (6), B. Lapöhn (1), Knödler (5), Wiese (3), K. Blume, I. Blume, Poggensee (2), Mehrens (2).

Kreisliga Männer

HSG 91 Nortorf II – SV Tungendorf 22:35 (9:18). „Viel zu holen war erwartungsgemäß nicht“, berichtete Nortorfs Mannschaftssprecher Christian Delfs. Stand es in der dritten Minute noch 1:1, legte der Tabellenzweite aus Tungendorf eine Schippe drauf und ging schnell deutlich in Führung (2:11/17.). Einige Konter des SVT konnten die Hausherren in der Folge unterbinden und so auch den Rückstand im Rahmen halten. Zur Halbzeit stand es 9:18. Auch nach dem Wiederbeginn bot die Nortorf-Reserve Paroli (18:27/48.), ehe die Kräfte nachließen und das Ergebnis doch deutlicher wurde. „Die Überraschung blieb aus, aber über weite Strecken haben wir uns ganz gut verkauft“, sagte Delfs.

HSG 91 Nortorf II: Reese, Rousseau - Delfs (6), Dohm (4), Marcus Klindt (3), Stapelfeldt (3) ,Henkes (3), Roehl (1), Späth (1), Kowalczyk (1), Sievers, Fahrenbach.

SV Tungendorf: Korten, Nielsen - Henkel (6), Deutschmann (6), P. Schmidt-Holländer (6), N. Dose (5), Horst (4), Mittendorfer (3), Bottke (2), M. Kraft, D. Kraft, B. Dose, Meder, C. Schmidt-Holländer.

SV Tungendorf II – TSV Owschlag II 19:27 (7:11). Mit Torwart Marco Thun im Feld und zwei U 21-Spielern leistete sich die SVT-Reserve anfangs zu viele technische Fehler, die mit Gegentoren bestraft wurden (2:7/12.). Da Owschlag II ohne gefährlichen Rückraumschützen angereist war und auch sonst nicht in Bestbesetzung antrat, konnten die Gastgeber durch eine defensive Deckung und einen gut aufgelegten Thomas Brandt im Tor auf 7:9 (22.) verkürzen. Jedoch legte der Titelanwärter Nummer 1 nach und ging mit einem 11:7-Vorsprung in die Pause. In der zweiten Halbzeit verschlief der SVT II den Start und geriet mit 9:19 (42.) arg ins Hintertreffen. Danach besannen sich die Gastgeber wieder auf ihre Tugenden und kämpften sich über die Stationen 14:24 (51.) und 16:26 (57.) auf 19:27 heran. „Mehr war mit dem ausgedünnten Kader nicht drin“, meinte SVT II-Betreuer Michael Kruse.

SV Tungendorf II: Brandt - Beierke (5), Lemsky (5), Pommerenke (4), Dorband (2), Schwenck (2), Thun (1), Sussek, Johannsen.

SG Wittorf/FTN IV – HSG Fockbek/Nübbel II 21:23 (8:15). Die Startschwierigkeiten der Einheimischen, die zu einem 3:10-Rückstand in der 18. Minute führten, machten sich trotz aller Bemühungen am Ende bemerkbar. Nach dem 8:15-Halbzeitstand mobilisierten die Wittorfer noch einmal alle Kräfte und kämpften sich über die Stationen 13:18 (39.) und 17:19 (48.) sogar auf 21:22 (56.) heran. „Leider haben wir die Möglichkeit, wenigstens noch einen Punkt mitzunehmen, nicht mehr bekommen“, meldete Florian Kramer von der SG Wift IV.

SG Wittorf/FTN IV: Rohlf - Krause (2), Dettmann, Puphal (7), Schelzig (5), Blöcker (2), Tanck, Kurepkat, Naumann (4), Schillhorn (1), Albrecht.

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