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Grosser Auftritt : „Bowling-Oma“ geht auf Titeljagd

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die 66-jährige Neumünsteranerin Heidemarie Wallner spielt für Bordesholm und startet nun bei den deutschen Meisterschaften in München.

Vielleicht wird ja tatsächlich ein Traum wahr für Heidemarie Wallner im Münchener „Dream-Bowl Palace“, der größten Bowlingbahn Europas (52 Bahnen). Dort finden an diesem Wochenende die deutschen Senioren-Meisterschaften im Bowling statt. Dafür hatte sich die Neumünsteranerin kürzlich mit ihrem Sieg bei den Landesmeisterschaften in der Klasse Damen C qualifiziert (wir berichteten). Und sie will nicht als Kanonenfutter in die bayrische Landeshauptstadt fahren. „So, wie ich zurzeit drauf bin, habe ich gute Chancen, das Finale zu erreichen“, räumt die Sportlerin ein. Nervös sei sie auch nicht, habe sie doch schon mehrmals an deutschen Meisterschaften teilgenommen.

Zu ihrem Sport gekommen ist Heidemarie Wallner vor fast 40 Jahren eher zufällig. Als Geschäftsführerin des damaligen „Café Wien“ im Parkcenter sei sie ab und zu während der Mittagspause auf die dortige Bowlingbahn gegangen. Man habe schnell ihr Talent für diesen Sport erkannt, sodass sie sich dem Bowlingverein anschloss. Später ist sie sogar mit der Mannschaft von Schwarz-Weiß Kiel in der Bundesliga gestartet. Heute nimmt sie nur noch an Einzelwettkämpfen teil, bisweilen tritt sie auch im Mixed an.

Wallner startet seit diesem Frühjahr für den BC SAM Bo Bo’s, einem Club im 1. SC Bordesholm, da ihr früherer Verein SC Gut Heil seine Abteilung aus Kostengründen beim Deutschen Bowling Verband abgemeldet hat. „In Bordesholm bin ich die einzige Frau unter lauter Männern. Aber die haben mich ganz toll aufgenommen“, erklärt sie. Als Vorbereitung auf die Titelkämpfe hat die 66-Jährige („Bowling-Oma“/O-Ton Ehemann Erwin) mit dem Training ein wenig angezogen und geht nun zwei Mal in der Woche auf die Bahn. Ansonsten bleibt der Pächterin der Gastronomie in der Kegelsporthalle „Kreinsen“ aus beruflichen Gründen wenig Zeit zum Üben.

„Aber im nächsten Jahr geht’s in Rente, dann kann ich mich mehr meinem Sport widmen“, prophezeit sie. „Vielleicht gründe ich auch einen neuen Verein. Ich finde es nämlich schade, dass zurzeit kein Neumünsteraner Club Bowling leistungssportmäßig betreibt. “ Ehemann Erwin hingegen sähe für den bevorstehenden Ruhestand die Bowlingbälle lieber „im Einfelder See versenkt“ und schätzt als gemeinsamen Zeitvertreib eher das Kartenspiel.

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