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leichtathleten : Bestmarken im Blickpunkt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beim 28. Köstenlauf können Dethlefs und Jachmann Geschichte schreiben. Uliczka sagt seinen Start ab.

Der Köstenlauf des PSV zieht auch bei seiner 28. Auflage die Massen an. In den neun Läufen (Starts zwischen 15 und 19 Uhr) schnüren heute mindestens 2812 Sportler ihre Laufschuhe. Cheforganisator Hans-Dieter Höft ist begeistert: „Der Run aus Hobby- und Spitzenläufern hält ungebrochen an.“ Stolz kann der 68-Jährige auf die bisherige Gesamtzahl von 77 602 Athleten seit 1990 zurückblicken.

Zu den Topläuferinnen zählen im 10-km-Hauptlauf – dem Abschluss der Veranstaltung – die Neumünsteranerin Trixi Trapp im Dress der Power-Schnecken Kiel sowie die dreimalige Siegerin der vergangenen Jahre, Natalie Jachmann (LG Flensburg). Die 26-Jährige, die zurzeit im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an der Uni Flensburg die Einflussnahme der Antibabypille auf die Leistungsfähigkeit im Ausdauerbereich untersucht, will den vierten Kösten-Titel. Das schaffte noch keine Läuferin in der Veranstaltungsgeschichte.

Eine neue Bestmarke kann Jachmanns Lebensgefährte Pascal Dethlefs (LG Flensburg) im Männerfeld aufstellen. Mit sieben Siegen liegt er gleichauf mit Lokalmatador Marco Kolmorgen, der bislang keine Startbereitschaft signalisiert hat. Dabei wird Kolmorgens Streckenrekord von 1992 (30:04 Min.) heute unglaubliche 25 Jahre alt.

Unter keinem guten Stern steht dagegen eine Teilnahme des Langstreckenspezialisten Steffen Uliczka (SG TSV Kronshagen/Kieler TB). Gestern musste der 32-Jährige auf Grund einer Hüftverletzung absagen, eigentlich wollte er erst am Veranstaltungstag eine endgültige Entscheidung treffen. Der Olympiateilnehmer von 2012 hatte bereits im vergangenen Jahr Pech, bei der Anreise nach Neumünster stand er im Stau und schaffte es somit nicht mehr pünktlich zum Start. „Bei Uliczka ist ein vorsichtiger Trainingsaufbau notwendig“, weiß Höft aus einem Telefonat. Somit lässt sich auf die Vorhersage eines abermaligen Sieges von Dethlefs – übrigens Mitarbeiter einer Bausparkasse in Hamburg – fast ein Haus bauen.

Der erste Start (Höhe Joachimstraße) erfolgt um 15 Uhr von den drei- bis sechsjährigen Bambinos. Diese dürfen auf der 300-m-Strecke sogar von einer Person begleitet werden. Dort, wo die Kinder in der Christianstraße, Höhe Parkcenter, ins Ziel laufen, ertönt 30 Minuten später der Startschuss für die Handicap-Läufer. Der PSV zeigt für die Menschen, die eine körperliche oder geistige Einschränkung aufweisen, gelebte Inklusion. Ab 16 Uhr folgen im 15-Minuten-Takt fünf Jugendläufe, beginnend mit dem Jahrgang 2009 bis herunter zum Jahrgang 2005. Für diese Gruppen ist jeweils eine 1,4-km-Wendepunktstrecke zurückzulegen. Keine Klassifizierung gibt es beim Schnupperlauf (Start 17.30 Uhr) über 5 km. Es gilt das Moto „Laufen ohne zu schnaufen“. „Wir wünschen allen viel Spaß und danken den Sponsoren sowie dem Team um Organisator Höft für ihr großes Engagement“, heißt es im Grußwort zur Veranstaltung von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras.

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