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Handball-Oberliga HH/SH Männer : Bedingungsloser Kampf beschert SG Wift den Sieg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neumünsteraner ringen die favorisierte HSV-Reserve mit 29:27 nieder.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 11:00 Uhr

Ausgelassene Partystimmung herrschte am Sonnabendabend nach dem Abpfiff der Handball-Oberligapartie zwischen der SG Wittorf/FTN und dem HSV Handball II. Grund dafür war der nicht unbedingt erwartete 29:27 (15:13)-Heimsieg der Neumünsteraner, die die auf Platz 4 postierte Erstligareserve nach einem starken Spiel mit leeren Händen in die Hansestadt zurückschickten. „Endlich konnten wir zeigen, dass wir auch einen in der Tabelle höher gestellten Gegner schlagen können“, freute sich unisono das Trainergespann der SG Wift, Peter Bente und Peter Schäfke.

200 Zuschauer in der „Bärenhöhle“ sahen ein Spiel, das alles in sich hatte: Tempo, Tore, Temperamentausbrüche und Spannung von Anfang bis Ende. Insbesondere Lars Bente hatte zu tun, musste sich durch den Ausfall von Bennet Kretschmer 60 Minuten lang durchwühlen und war dabei zu Beginn nicht immer erfolgreich. In der ersten Halbzeit hatten die Gäste zwar lange Zeit die Nase vorn. Streng genommen war es nur die Nasenspitze. Denn Wift ließ sich nicht abschütteln, zeigte sich bissig und hellwach in der Abwehr und hielt stets den Anschluss. Torhüter André Hoffmann erwischte zudem einen starken Tag und raubte den Hansestädtern so manchen Nerv. Der 8:11-Rückstand in der 20.Minute wurde durch zwei Treffer von Lars Bente und einen von Jörg Tomaschewski in der 24. Minute beim 11:11 egalisiert. Thorben Plöhn erzielte in der 25. Minute gar den ersten Führungstreffer (12:11). Die Hamburger konnten zwar in der gesamten verbleibenden Spielzeit noch den einen oder anderen Ausgleichstreffer verbuchen, weiter kamen sie jedoch nicht mehr. Nach dem 15:13 für die SG zur Pause erhöhte Tomaschewski per Dopelpack auf 17:13, ehe er mit einer Zeitstrafe belegt wurde. Ihm folgten kurz darauf Tim Rostock und schließlich auch noch Torben Petersen, sodass sich die Hausherren von der 34. bis zur 40.Minute ständig in Unterzahl befanden – ein Umstand, den die HSV-Reserve zum Ausgleichstreffer per Siebenmeter nutzte (18:18). Trotz einiger vergebener Chancen behielt Wift die Oberhand, und nach einem durch den eingewechselten Torhüter Thimo Gabriel gehaltenen Strafwurf stieg das Selbstbewusstsein der „Bären“. Nur ganz kurz kam beim 26:26 (57.) das Gefühl auf, die Partie könnte kippen. Petersen traf zum 27:26, Simon Plähn zum 28:27 (60.). Dieser Treffer und eine großartige Parade von Hoffmann rissen die Zuschauer von den Sitzen. SG-Coach Peter Bente gab in einer Auszeit 40 Sekunden vor Schluss noch einmal Anweisungen, ehe sein Filius Lars im Anschluss – 20 Sekunden vor Ultimo – nervenstark einen Strafwurf zum 29:27-Endstand verwertete.

„Unsere Jungs haben bedingungslos gekämpft, jeder Ball wurde bis zum Schluss verteidigt. Es wurde sich richtig reingeschmissen. Das Spiel hatte es in sich“, fasste ein strahlender Peter Bente zusammen. Mit nun 10:14 Punkten sieht es für Wift im Abstiegskampf wieder etwas entspannter aus.

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Hoffmann, Gabriel - Steffen (1), Binnewies, Rahn, Petersen (2), Plöhn (1), Plähn (5/davon 1 Siebenmeter); Rostock (2), Bente (11/1), Tomaschewski (7), Schmidtke, Aust.

Schiedsrichter: Bruse/Engel (Suchsdorf/Bordesholm). – Zuschauer: 200. – Nächster Gegner: SG Hamburg-Nord (A/Sonnabend, 18 Uhr).

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