zur Navigation springen

Leichtathletik : Auf Medaillenjagd in China

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das LGN-Ass Henrik Hannemann hat nun den Saisonhöhepunkt Olympische Jugendspiele dicht vor Augen.

Gerade von den nationalen Titelkämpfen in Bochum zurück, muss er schon wieder seine Sachen packen. Denn heute startet für Henrik Hannemann die Reise nach China, wo vom 16. bis zum 28. August in Nanjing die Olympischen Jugendspiele stattfinden. Dieses ist nun der dritte und absolute Saisonhöhepunkt für den jungen Neumünsteraner Leichtathleten. Zuvor hatte er im Frühjahr in Baku (Aserbaidschan) einen der zwei Startplätze für Europa im 110 m-Hürdenlauf erkämpfen müssen, dann folgte am vergangenen Wochenende der triumphale Doppelerfolg bei den deutschen U 18-Meisterschaften über 110 m Hürden und 200 m (wir berichteten).

Bereits in der Vorschau zu den Meisterschaften hatten die Fachleute gewarnt, dass man den schnellen Jungen aus dem Norden nicht unterschätzen sollte. „Ich wusste, dass ich noch Reserven habe. Aber dass ich meine Bestzeit gleich um mehr als drei Zehntel steigern konnte, hat mich schon überrascht“, sagte Hannemann. Und Glück mit dem Wind hatte er auch. Nachdem seine Zeit über 110 m Hürden (13,53 Sek.) keine Anerkennung als Rekord finden konnte, da der Rückenwind die Läufer mit 2,1 m/Sek. einen Hauch zu stark unterstützt hatte, blies er im Rennen über 200 m „nur“ mit 1,9 m/Sek. von hinten, sodass der Anerkennung als persönliche Bestzeit nichts im Wege stand. Hannemann verbesserte mit dieser Leistung nicht nur seinen eigenen Landesrekord für die U 18, sondern knackte auch den Uralt-U 20-Rekord des Flensburgers Hans Nerlich aus dem Jahr 1966 (21,54 Sek.). Und natürlich führt der Gartenstädter jetzt auch die deutsche Rangliste seiner Altersklasse an. Mit dem Doppelsieg in Bochum krönte der Neumünsteraner nicht nur seine bisherige an Titeln und Rekorden schon so reiche Karriere, sondern er bestätigte mit seiner Topform auch die Planung seines Heimtrainers Peter Malinowski, die ganz auf die Jahreshöhepunkte ausgerichtet war. „Ich hatte Henrik nach den Meisterschaften 2013 versprochen, dass dieses Jahr sein Jahr werden würde. Das hat sich nun bewahrheitet“, erklärte der Meistertrainer überglücklich. So fliegt sein Schützling nun mit berechtigten Ambitionen nach China. „Bochum hat mir noch einen Extraschub Selbstbewusstsein gegeben“, verriet der Jung-Olympionike, der im Reich der Mitte versuchen wird, nicht nur das Finale zu erreichen, sondern auch seine Bestzeit zu unterbieten. Außerdem liebäugelt er durchaus berechtigt mit einer Medaille.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen