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Fussball-Regionalliga Nord : Auch Hesse, Schultz und Thomas verlassen den VfR

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In Neumünster wird es einen erneuten Umbruch geben. Trainer Erkenbrecher bezeichnet die erste Halbzeit gegen Wilhelmshaven als „Krampf“.

shz.de von
erstellt am 19.Mai.2014 | 17:00 Uhr

Uwe Erkenbrecher ist ein Mann klarer Worte. Das war nach dem 0:2 seines VfR gegen Wilhelmshaven nicht anders. „Von einem Fußballspiel konnte bei uns in der ersten Halbzeit nicht die Rede sein. Denn es war nur Krampf, spielerisch konnten wir überhaupt nichts anbieten“, war der 59-Jährige mit den ersten 45 Minuten gar nicht zufrieden. Zumindest nach dem Wechsel hatte er „viel Ballbesitz“ registriert, doch sei, so Erkenbrecher, die Torgefahr gering gewesen. Im nächsten Atemzug blickte er dem letzten Spieltag entgegen: „In Braunschweig müssen wir nun eine schwierige Saison abschließen.“ Dass danach die aktuelle Truppe auseinander fallen wird, steht für ihn außer Frage. Erkenbrecher hielt fest: „Mit dieser Mannschaft kann es nicht weitergehen. Denn Qualität und Einstellung stimmen nicht.“ Dass es der VfR gestern verpasste, sich auf Platz 13 zu verbessern und somit etwas für die Tabellenkosmetik zu tun, ließ ihn eher kalt. „Uninteressant, denn erst einmal muss die Leistung stimmen. Auch bringt uns die Kosmetik zurzeit nichts, wir brauchen eher einen Chirurgen.“

Als Randnotiz blieb, dass drei weitere Abgänge beim VfR perfekt sind: Finn Thomas wechselt zum VfB Lübeck, Marco Schultz zu Eintracht Norderstedt. Torhüter Marcus Hesse wird aus beruflichen Gründen kürzer treten und sich einem unterklassigen Club anschließen. „Das ist schade, denn Hesse wollten wir halten. Doch zumindest haben wir Alternativen“, erklärte Erkenbrecher und ließ damit durchblicken, dass er den „Veilchen“ wohl tatsächlich erhalten bleiben wird. Fix waren bei Rasensport bereits zuvor die Abschiede von Christian Rave (VfB Lübeck) und Yannik Jakubowski, der in den Kieler Raum zurückgehen wird. In puncto Kevin Schulz, dessen Zukunft noch offen ist, betonte Erkenbrecher: „Ihn wollen wir nicht verlieren. Wir müssen schnellstens zu Gesprächen an einen Tisch.“

Während es der VfR gestern verpasste, den Klassenerhalt auch sportlich dingfest zu machen, darf Zwangsabsteiger SV Wilhelmshaven weiter darauf hoffen, bei einer noch ausstehenden Partie „über dem Strich“ zu landen. „Nun haben wir eine Endspielsituation“, freute sich Gästetrainer Farat Toku, dessen Team am kommenden Sonnabend Hannover 96 II empfängt. „Wir haben diszipliniert gespielt und auch in der Höhe verdient gewonnen“, befand er durchaus zu Recht. Irgendwie kurios: Nach der Winterpause hat Wilhelmshaven nur drei Mal gesiegt – und zwar gegen die drei schleswig-holsteinischen Vertreter SV Eichede, ETSV Weiche Flensburg und VfR Neumünster.

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