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FUSSBALL-VERBANDSLIGA SÜD-WEST : Auch für Einfeld hat die Saison nun begonnen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das TSE-Punktekonto steht dank des ersten Sieges auf null. Der TSV Gadeland stellt mit einem „komischen Ding“ die Weichen auf Auswärtserfolg

Totgesagte leben offensichtlich auch in der Fußball-Verbandsliga Süd-West länger. Nach neun Niederlagen feierte der TS Einfeld mit einem 2:1 bei der Kaltenkirchener TS seinen ersten Saisonsieg und schaffte es somit, sein Punktekonto von zuvor minus drei wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls auf nunmehr null zu stellen. Einen weiteren Sieg für Neumünster landete der TSV Gadeland (4:0 bei Rot-Weiß Kiebitzreihe), während der TSV Wankendorf (2:4 gegen den SV Schackendorf) und der MTSV Olympia (1:5 beim VfR Horst) leer ausgingen.


Kaltenkirchener TS – TS Einfeld 1:2 (1:0)

Kaltenkirchener TS: Majle - Kruse, Lippke, Issahk, Niemeyer - Ilenser, Widmayer, Geibel-Hoffmann, Böhm - Jensen, Benjamin Peters.
TS Einfeld: Stojanovic (26. Behmerburg) - Wilhelmsen, Tegge, Hinz, Robold - Hoeck, Hnida, Yilderim, Björn Ole Peters - Mömmert, Gerken (86. Reinecke).

SR: Schenke (Ahrensbök). – Zuschauer: 50. – Tore: 1:0 Benjamin Peters (25.), 1:1 Björn Ole Peters (55.), 1:2 Reinecke (87.). – Gelb-Rote Karte: Hoeck (Einfeld/77.,Unsportlichkeit). – Nächster Einfeld-Gegner: VfR Horst (H/Sonnabend, 19. Oktober, 16 Uhr).

„Nach einer langen Durststrecke haben wir stark gespielt, 90 Minuten Gas gegeben und verdient gewonnen“, jubelte TSE-Trainer Hans-Jürgen Neelsen. Obwohl der TSE am Marschweg mit dem „wirklich allerletzten Angebot“ (Neelsen) antrat, versteckte er sich keineswegs. Sascha Mömmert (6.) sowie André Robold per Kopf (13.) hätten die Gäste durchaus in Führung bringen können. Allerdings gab es ein klares Chancenplus für die Hausherren, denen sich zunächst Marco Stojanovic und nach dessen Oberschenkelzerrung (26.) Stefan Behmerburg zwischen im Gästetor entgegenstemmten. Einmal traf die KT aber doch: Benjamin Peters köpfte nach einem Eckstoß zum 1:0 ein (25.). Das 1:1 noch vor der Pause verpasste Philipp Hnida (44.). „Im zweiten Durchgang haben wir auf den Ausgleich gedrängt“, berichtete Neelsen. Das 1:1 besorgte Björn Ole Peters nach schönem Hnida-Pass (55.). Es folgte eine Sturm- und Drangphase der Kaltenkirchener, die aber selbst beste Chancen vergaben. Dann zog Neelsen mit Tim Reinecke seinen Joker, der prompt stach: Nach einem Lattenschuss von KT-Akteur Nick Jensen schickte Kevin Tegge Reinecke steil, der den Ball zum 1:2 ins Netz jagte. „Wir standen mit dem Rücken zur Wand und sind glücklich, ein Lebenszeichen gesendet zu haben“, strahlte Neelsen.


TSV Wankendorf – SV Schackendorf 2:4 (1:3)

TSV Wankendorf: F. Hamann - Müller, Jantzen, Bobzien, Hübner - Heinrich, F. Block, P. Schnoor (75. Latendorf), D. Schiffer, Dittkuhn (70. A. Usbek) - A. Duggen.

SV Schackendorf: Schramm - Steinberg, T. Blunk, S. Blunk, Groß (58. Wienke) - Birgül, Aichaoui, Guilherme de Oliveira, Rafael Carletti Burgueno – Rafael Leal Pezan (87. Spieler), Soost (83. Sari).

SR: Chilcott (Schinkel). – Zuschauer: 80. – Tore: 1:0 Duggen (2., HE), 1:1 Guilherme de Oliveira (7.), 1:2 Rafael Leal Pezan (9.), 1:3 Rafael Leal Pezan (17.), 2:3 Bobzien (48.), 2:4 Wienke (86.). – Gelb-Rote Karte: Aichaoui (Schackendorf/63., wdh. Unsportlichkeit). – Nächster Wankendorf-Gegner: FC Reher/Puls (A/Sonntag, 20. Oktober, 15 Uhr).

Wer etwas zu spät am Jahnplatz eintraf, verpasste gleich mehrere Tore. Zunächst wurde Wankendorf bereits nach einer Minute ein Elfmeter zugesprochen. Schackendorfs Maik Groß schwor zwar Stein auf Bein, den Ball nicht mit der Hand gespielt zu haben, doch Schiedsrichter Sebastian Chilcott blieb bei seiner Strafstoßentscheidung. Arne Duggen verwandelte zum 1:0. Danach offenbarten die Hausherren allerdings große Schwächen bei Standards. Zunächst köpfte Guilherme de Oliveira nach einer Ecke zum 1:1 ein (7.), nach der nächsten traf Rafael Leal Pezan zum 1:2 (9.). In der 17. Minute fiel nach einem schönen Spielzug der Segeberger bereits das 1:3 durch Rafael Leal Pazan. „Nach der Pause sind wir gut zurückgekommen und haben Druck gemacht“, berichtete Wankendorfs Ligaobmann Georg Usbek. Nach dem 2:3 durch Timo Bobzien (48.) agierten die Wankendorfer weiter mit langen und hohen Bällen auf Arne Duggen, kamen aber zu keiner klaren Ausgleichschance mehr. Ein Gästekonter, den Marc Wienke zum 2:4 abschloss, bedeutete schließlich die Entscheidung (86.). „In der Schlussphase haben wir wieder nachgelassen und letztlich verdient verloren“, gab Georg Usbek zu.


VfR Horst – MTSV Olympia 5:1 (3:1)

VfR Horst: Lemke - Thies, Gorny, F. Sommer, M. Sommer (74. Brandt), Dittmann, Friedrich (80. Suta), Dehner, Behrendt (85. Niendorf), Jeske, Voigt.

MTSV Olympia: Boll - Jablonski (46. Barck), Jace, Mester, Granzow (43. Wendt) - Weidemann, Hanka, Muhs (52. S. Reichow) - Alioua - Ocak, Kost.

SR: Heidemann (Kronshagen). – Zuschauer: 90. – Tore: 1:0 Jeske (7.), 1:1 Eigentor (19.), 2:1 M. Sommer (35.), 3:1 Friedrich (44., FE), 4:1 Dittmann (58.), 5:1 Jeske (78.). – Rote Karte: Boll (Olympia/43., Notbremse). – Bes. Vork.: Lemke (Horst) hält Foulelfmeter von Barck (65.). – Nächster Olympia-Gegner: MTSV Hohenwestedt (H/Sonnabend, 15 Uhr).

Für Olympia-Trainer Holger Mischke ereignete sich der Knackpunkt der Partie kurz vor der Pause. MTSV-Torwart Sascha Boll legte Michel Gorny im Strafraum. Regelkonform, aber mit aus Mischkes Sicht wenig Fingerspitzengefühl, entschied Referee Tim Heidemann auf Rot für Boll und Elfmeter für den VfR. „Hätte er weiterlaufen lassen, dann wäre der Ball auch drin gewesen. Gelb für Boll hätte dann auch gereicht“, betonte Mischke. Hätte, hätte ... hatte er aber nicht. Und so ließ sich Horsts Dennis Friedrich die Chance nicht nehmen und traf gegen den eingewechselten Keeper Helge Wendt zum 3:1 (44.). Zuvor hatte Olympia gut dagegengehalten, dem Gegner durch defensive Unzulänglichkeiten aber zwei Treffer erlaubt und selbst durch einen Eckball von Jan Olaf Muhs auf den kurzen Pfosten, der im Billard-Modus durch mehrere Horster Spieler hindurch den Weg ins Tor fand, nur das zwischenzeitliche 1:1 geschafft (19.). Nach der Pause war ein Aufbäumen der „59er“ zu sehen, doch letztlich blieb es ein gebrauchter Tag.



Rot-Weiß Kiebitzreihe – TSV Gadeland 0:4 (0:0)

Rot-Weiß Kiebitzreihe: Niebuhr - Horn (62. Böwig), Turkat, Gülck, Blume (62. Balfanz), B. Clasen (78. Scheppmann), Hansen, Strauer, S. Duwensee, Hatje-Fötsch, Ploog.

Gadeland: Holstein - Tomaschewski (81. Hildebrandt), Tambalque, Hamann, Christophersen - Rychlowski, Lututala - Siegfried (73. Schönhoff), Grümmer, Siegel (73. Alioua) - Röder.

Schiedsrichter: Duchow (Tellingstedt). – Zuschauer: 60. – Tore: 0:1 Tomaschewski (51.), 0:2 Röder (54.), 0:3 Lututala (76.), 0:4 Rychlowski (79.). – Bes. Vork.: Holstein (Gadeland) hält Foulelfmeter von B. Clasen (60.). – Nächster Gadeland-Gegner: SV Todesfelde II (H/Sonnabend, 15 Uhr).


Zwei Kritikpunkte fand Gadelands Trainer Marco Frauenstein: „Erstens hätten wir viel früher in Führung gehen müssen, zweitens haben wir nach dem 2:0 kurzzeitig den Faden verloren und Kiebitzreihe damit fast ins Spiel zurückgebracht.“ Ansonsten bot sein Team aber „eine runde Leistung“. Vor der Pause ließen Sita Lututala (20.), Jan Patrick Siegel (20./24.) und Dennis Röder (34.) gute Chancen ungenutzt. Auch nach der Pause vergaben Jan Henrik Grümmer (46.) und Arnold Rychlowski (48.). Die Weichen stellte dann aber Dennis Tomaschewski auf Sieg. Sein eher uninspiriert nach vorne geschlagener Ball aus der eigenen Hälfte mutierte als Aufsetzer zu einer unlösbaren Aufgabe für Rot-Weiß-Keeper Timm Niebuhr, der sich böse verschätzte und dem über ihn hinweg springenden Ball nur noch hinterherschauen konnte (51.). „Manchmal muss es eben ein so komisches Ding sein“, kommentierte Frauenstein das Führungstor. Schnell legte sein Team durch Röder den zweiten Treffer nach (54.), ließ Kiebitzreihe dann aber kommen. Per Handelfmeter hätten die Gastgeber den Anschluss herstellen können, doch Gadelands Keeper Dennis Holstein parierte gegen Bastian Clasen (60.). „Das war der endgültige Knackpunkt. Der Sieg ging letztlich auch in der Höhe in Ordnung“, resümierte Frauenstein.

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erstellt am 14.Okt.2013 | 11:00 Uhr

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