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Pferdesport : Alles richtig gemacht: Ulla Salzgeber triumphiert

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Dressurreiterin aus Blonhofen gewinnt die Weltcup-Kür in Neumünster. Die Drittplatzierte Isabell Werth bricht eine Lanze.

Für Ulla Salzgeber aus Blonhofen lief der Sonntag beim internationalen Turnier VR Classics perfekt: Die Dressurreiterin, die kränkelnd am vergangenen Donnerstag in Neumünster eingetroffen war und sich erst mal mit allen (erlaubten) Erkältungsmedikamenten, die es so gibt, eingedeckt hatte, strahlte über das ganze Gesicht: Weltcup-Kür mit Herzruf’s Erbe gewonnen, Entscheidung getroffen, Perspektive gewonnen.

Salzgeber will auf den ursprünglich geplanten nächsten Weltcup-Start in Göteborg (Schweden) verzichten. „,Herzi’ ist 16 Jahre alt. Ich bin froh, dass er nach der so langen Pause im vergangenen Jahr wieder richtig fit geworden ist, und sollte ihn nicht verheizen. Wir werden unsere Konzentration also auf einen Mannschaftsplatz für die Europameisterschaften in Aachen richten“, verriet sie. Damit verzichtet Salzgeber auch auf den möglichen Flug ins US-amerikanische Las Vegas, wo das Weltcup-Finale vom 15. bis zum 19. April im Thomas & Mack-Center stattfinden soll. Auch die heftige Erkältung war gestern fast vergessen.

Im stimmungsvollen „Hexenkessel“ Holstenhalle badeten die drei bestplatzierten Reiterinnen der Weltcup-Kür förmlich im Applaus. Hinter Salzgeber reihte sich das Dressur-„Küken“ Fabienne Lütkemeier aus Paderborn mit D’Agostino ein und ritt dabei mit 80,77 Prozent ihr persönliches Bestergebnis. Dritte wurde Isabell Werth (Rheinberg) mit El Santo NRW.

Die Frau, die sechs Mal die Weltcupentscheidung in Neumünster gewonnen hat, brach eine Lanze für Neumünster im Dressur-Weltcup. „Das ist hier in der Tat ein begeistertes und fachkundiges Publikum – aber eben nicht nur heute, sondern an allen Tagen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man auf so einen Standort verzichten will“, sagte Werth. Seit 29 Jahren spielt Neumünster im Konzert der großen Weltcup-Gastgeber mit und punktet regelmäßig mit Internationalität, achtbaren Starterzahlen und einem enthusiastischen Publikum in der ausverkauften Arena. VR Classics-Veranstalter Ullrich Kasselmann beschrieb es gestern so: „Wenn ich mir Leute nach Hause einlade, möchte ich, dass sie sich wohl fühlen. Und genau das ist das Geheimnis von Neumünster: Es ist ein Haus, in dem sich Reiter, Pferde, Zuschauer und Funktionäre wohl fühlen.“

Wie begeistert man Reitern und Pferden im Dressurviereck zuschaut, war bereits im Grand Prix Special vor der Weltcup-Kür ersichtlich. Ab 8 Uhr morgens war kaum ein Platz mehr auf den Tribünen frei. Diese nationale Prüfung, die zum Championat der Pferdestadt Neumünster in der Dressur zählt, gewann Beatrix Buchwald aus dem Stall Werth mit der Rappstute Weihegold OLD und einem Resultat von 73,94 Prozent.

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