zur Navigation springen

Pferdesport : Ahlmann hängt die Konkurrenz ab

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Springreiter aus Marl gewinnt mit Codex One den Großen Preis von Neumünster. Rund 38 000 Zuschauer pilgern an vier Tagen in die Holstenhallen.

Er zählt wie zuvor sein Vater Georg „Schorsch“ Ahlmann zu den Dauergästen der VR Classics in den Holstenhallen von Neumünster, aber erst 2016 gelang dem Weltranglistensechsten Christian Ahlmann aus Marl der Sieg im prestigeträchtigen Großen Preis. „Das war das erste Mal, ich kann mich nicht erinnern, dass mir das vorher schon mal gelungen wäre“, grübelte der 41-jährige Springreiter mit verschmitztem Lächeln. „Christian war ja auch mal ein Jahr lang bei mir, da konnte er sein Pferd schon nicht halten“, scherzte Turnierveranstalter Paul Schockemöhle angesichts der perfekten Dramaturgie, denn Ahlmann und sein Hengst Codex One lieferten als letzte Starter im Stechen die schnellste fehlerfreie Runde ab.

Mit 50  000 Euro ist die wertvollste Prüfung des internationalen Turniers in den Holstenhallen, die seit vielen Jahren untrennbar mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken verbunden ist, dotiert. Für Ahlmann barg Neumünster zudem einen Doppelerfolg, denn am Vorabend des Großen Preises gewann der Westfale mit Epleaser van’t Heike auch das Weltranglistenspringen, das Schockemöhle gemeinsam mit Ullrich Kasselmann ausgelobt hatte. Solchermaßen gewappnet blickte Ahlmann nun der nächsten Herausforderung entgegen: „Am nächsten Wochenende haben wir mal frei, dann geht es nach Doha in Katar“, verriet der Springreiter. „Wir haben noch einiges vor in diesem Jahr“, meinte er. Ahlmann zählt zum deutschen Olympiakader.

Der Zweitplatzierte im Großen Preis war Gert-Jan Bruggink aus den Niederlanden, der zu den schnellsten Reitern der Welt gehört. „Ich war zu langsam, der Christian ist einfach gut drauf“, stellte Bruggink unumwunden fest. Und auch der Deutsche Meister Denis Nielsen aus Lastrup konnte mit seinem Cashmoaker nichts gegen den erfolgreichen Kollegen aus Marl ausrichten, war allerdings ebenfalls hochzufrieden mit seinem Pferd: „Er hatte eine längere Pause, insofern war das alles wunderbar hier.“

Wie gut „der Christian drauf ist“, musste Bruggink Stunden vor dem Großen Preis schon erfahren, denn auch im Weltranglistenspringen der Veranstalter am Sonnabendabend reihte sich der Niederländer an zweiter Stelle hinter Ahlmann ein. In dieser Prüfung machte der Boostedter Christian Hess mit Platz fünf auf Quick Step auf sich aufmerksam.

Bester Schleswig-Holsteiner im Großen Preis war einmal mehr der Mannschaftsweltmeister von 2010, Carsten-Otto Nagel aus Wedel mit Holiday by Solitour (Platz 10). Janne Friederike Meyer aus Schenefeld und Chuck verpassten wegen eines Springfehlers das Stechen.

Paul Schockemöhles Bilanz als Turnierveranstalter – seit 2009 ist er für die VR Classics verantwortlich – fiel positiv aus. „Wir haben rund 38  000 Zuschauer über die vier Tage gehabt. Und ich habe das auch gemerkt. Man kam nicht so leicht durch, wenn man mal schnell irgendwo hinwollte“, lachte er.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert