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Fussball-Kreisliga Neumünster : 4:2 – FC Torpedo lässt nicht locker

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nun kommt es zum Gipfeltreffen zwischen Spitzenreiter SVT und seinem ärgsten Verfolger. Der PSV II kündigt derweil einen Trainerwechsel an.

Tabellenführer SV Tungendorf, der am 27. Spieltag spielfrei blieb, muss die Titelfeier in der Fußball-Kreisliga noch um mindestens eine Woche verschieben. Denn da der ärgste Verfolger FC Torpedo 76 seine Partie beim TSV Gadeland II mit 4:2 gewann, wie im Übrigen vom SVT erhofft, ist die Elf vom Süderdorfkamp rechnerisch noch einholbar. Am kommenden Sonnabend steigt nun das direkte Duell der beiden Spitzenteams (15 Uhr/Städtisches Stadion). Am Tabellenende wird es derweil für Aufsteiger TuS Nortorf II immer enger. Nach der 1:4-Pleite im Duell mit dem Vorletzten SV Wasbek weist das Schlusslicht bereits sieben Punkte Rückstand auf den SVW auf, hat aber auch noch zwei Partien in der Hinterhand. Der PSV II konnte unterdessen seine starke Serie ausbauen und feierte mit dem 1:0 gegen die SG Padenstedt gar den siebten Sieg in Serie.

PSV II – SG Padenstedt 1:0 (1:0)

Polizei-SV Union II: Seelow - Wolter, P. Schenzer, Meyer, Nützel, Puphal, Zielinski, Arpe (86. Reichow), Eggers (90. Wutzke), F. Schenzer (90. Pupkulies), Waziri.

SG Padenstedt: Hinz - Scheider, Anlauf, Ramm (46. Mi. Klein), Andres (75. Hartwich), Burow, Stöckhardt, Breiholz, Steggewentze, Ma. Klein, Rückert.

SR: Tural (Einfeld). – Zuschauer: 50. – Tor: 1:0 Waziri (12.). – Gelb-Rote Karte: Ma. Klein (Padenstedt/90., Unsportlichkeit).

In einer ansonsten recht ausgeglichenen ersten Halbzeit hatte die PSV-Reserve die klar besseren Torchancen. „Eigentlich hätten wir zur Pause 3:0 führen müssen“, meinte PSV II-Trainer Kay Valentin, der in seinem Amt am Saisonende von seinem Bruder Tim beerbt werden wird. Da Padenstedt im zweiten Durchgang zwar am Drücker war, aber kaum gefährlich wurde, blieb der abgefälschte Treffer von Fayes Waziri (12.) das Tor des Tages. Kay Valentin räumte aber ein, dass seine „Ordnungshüter“ kurz vor Schluss Glück hatten, als Padenstedts Marcel Klein im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Denn anstatt eines vertretbaren Foulelfmeters für die SGP entschied Referee Zekeriya Tural (TS Einfeld) auf „Schwalbe“ und schickte Klein mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen.

Ruthenberger SV – VfR II 3:1 (0:0)

Ruthenberger SV: Kirgil - Fischer, Schramm (46. Scheer), Pfeifer, Brunst, Yilmaz (64. Munene), Sienknecht, Stawecki (79. Akischkin), Maier, Uzun, Leinweber.

VfR Neumünster II: Gabrielides - Ergel (46. Bogun), Seb. Fuhrmann, Amoako, Gülbay, J. Fuhrmann, Kuscu (71. Hinrichsen), Si. Fuhrmann, Omar, Hartmann, Prühs.

SR: Lühr (Krogaspe). – Zuschauer: 30. – Tore: 1:0 Leinweber (48.), 2:0 Stawecki (72.), 3:0 Stawecki (78.), 3:1 Si. Fuhrmann (79.).

In der ersten halben Stunde entwickelte sich laut Ruthenbergs Übungsleiter Hans-Jürgen Bröcker ein munteres und abwechslungsreiches Spiel. „Dabei hatten wir ein leichtes Übergewicht. Doch dann haben wir in den letzten 15 Minuten etwas den Faden verloren“, monierte Bröcker, der aber zu seinem Glück nicht mit ansehen musste, dass sich dies auch in Gegentoren niederschlug. Stattdessen rüttelte er sein Team in der Pause noch einmal wach und sah, wie es sich nun klar besser präsentierte, den Ball laufen ließ und auf 3:0 davonzog. Nach dem dritten Treffer durch den Doppeltorschützen Marcin Stawecki (78.) lehnte sich der RSV wieder zurück, und hatte dabei Glück, dass der „Veilchen“-Reserve nicht mehr als der 1:3-Ehrentreffer gelang.

Gadeland II – FC Torpedo 2:4 (1:3)

TSV Gadeland II: Holstein - Christophersen, A. Törper, Scholz, Röder, Schönhoff (63. Dzierzawa), Begas, Teegen (15. J. Hamann), Schlüter, Zibell, Siegel (78. Knust).

FC Torpedo 76: Hagen - Fund, Matthis, Gülbay, Borgert, Rantzsch, Eggers (63. Oelze), Baumann (63. Grümmer), Simsek, Juckel, Gläske.

SR: Maschewski (Olympia). – Zuschauer: 80. – Tore: 0:1 J. Hamann (29., Eigentor), 0:2 Gülbay (31.), 0:3 Borgert (34.), 1:3 Zibell (41.), 2:3 Zibell (49.), 2:4 Rantzsch (88.).

Nach drei Toren für den Tabellenzweiten Torpedo binnen fünf Zeigerumdrehungen schien die Partie bereits nach knapp 34 Minuten entschieden zu sein. Doch die Gadelander Reserve bewies Moral und kam nach zwei Treffern durch Kevin Zibell (41./49.) noch einmal zurück. „Dann wurde das Spiel noch einmal zur Zitterpartie mit Chancen auf beiden Seiten“, berichtete Torpedo-Coach Thomas Michalowski, dass sein Nervenkostüm strapaziert wurde. Es dauerte bis zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit, ehe Nico Rantzsch nach einem Konter das entscheidende 2:4 erzielte. „In der Schlussphase haben wir aufgemacht, um noch den Ausgleich zu erzielen. Uns war bewusst, dass wir damit riskieren, über einen Konter das vierte Gegentor zu kassieren. Ein Remis wäre gerecht gewesen, da wir genügend Möglichkeiten hatten und eigentlich das 3:3 hätten erzielen müssen“, befand Gadeland II-Coach Björn Sehm.

SV Boostedt – TSV Aukrug 4:4 (3:1)

SV Boostedt: Gaycken - Kairies, Krämer, Vogler (58. Lehmann), Lienhöft, Eckhardt, Schröder, Schramm, Wziontek (58. Royla), Junkuhn, D. Fanasch.

TSV Aukrug: Unrath - Erfurt (55. A. Müller), Michalke, Tietz, H. Althaus, S. Althaus, S. Müller, Bringmann, Baltruschat (66. Sievers), Rickert, Hausberger (20. Anczykowski).

SR: Sander (Padenstedt). – Zuschauer: 50. – Tore: 0:1 Hausberger (4.), 1:1 Krämer (9.), 2:1 Schröder (21.), 3:1 Eckhardt (30.), 3:2 H. Althaus (53.), 4:2 Lehmann (68.), 4:3 A. Müller (76.), 4:4 S. Althaus (90., Handelfmeter).

Auch wenn der Treffer zum 4:4-Endstand von Sebastian Althaus für Boostedts Pressesprecher Lars Kröger durch einen unberechtigten Handelfmeter fiel („Marco Schramm bekam den Ball ins Gesicht und nicht an die Hand“), war dieser Umstand seiner Meinung nach nicht entscheidend für das Remis. „Wir haben es trotz zweimaliger Zwei-Tore-Führung nicht geschafft, den Vorsprung über die Zeit zu retten, und hatten in der Schlussphase riesige Möglichkeiten durch Hannes Krämer sowie Julian Eckhardt zum 5:3“, ärgerte sich Kröger. Zusätzlich zu der fehlenden Cleverness der Hausherren kam ein aufopferungsvoll kämpfender TSV Aukrug, der alles in die Waagschale warf und sich so die Punkteteilung letztlich auch verdiente.

SV Wasbek – TuS Nortorf II 4:1 (2:0)

SV Wasbek: M. Rüdiger - Dahmke, Lenz, Sarikaya, Gill, Link (64. Wollny), von der Mehden (74. Slotosz), Stephan, Schmuck, Wendt, Koch (82. Büttner).

TuS Nortorf II: Spilker - Hellberg, Bobsien, Steen (66. Heiden), Klammer, Nitsch, Lang, Jensen, Viergutz, Sadowski, Sommerfeldt (46. Schwartz).

SR: Kurnaz (Torpedo). – Zuschauer: 40. – Tore: 1:0 Koch (11.), 2:0 Stephan (45./+1), 3:0 Koch (60.), 3:1 Sadowski (62.), 4:1 Büttner (85.).

Sollte es in diesem Jahr einen Absteiger aus der Kreisliga geben, so würde die Luft für den TuS Nortorf II immer dünner. „Chancentechnisch ist unser Sieg absolut verdient. Und auch sonst haben wir – bis auf die Anfangsviertelstunde nach der Halbzeit, in der Nortorf II drückte – richtig gut gespielt“, zeigte sich SVW-Obmann Pasqual Rüdiger zufrieden. Dass die Nortorfer Reserve in der Schlussphase aufmachte, kam den Gastgebern zugute, schließlich konnten sie dadurch mit einem vom erst kurz zuvor eingewechselten Alexander Büttner abgeschlossenen Konter zum 4:1 die endgültige Entscheidung herbeiführen (85.).

SC Gut Heil – SV Bokhorst 1:2 (0:1)

SC Gut Heil: Reimer - Szyszkowski, Berger, von Rüschen (75. Rüschmann), Ergel (82. Matthes), G. Xhemajli, Bara (27. A. Xhemajli), Reimers, Hyseni, Saliuki, Hansen.

SV Bokhorst: Butenschön - Stange, Blöcker, Gressmann, Quatfasel, Ryll, Schliebitz, Arndt, Ingwersen (74. Schmohl), Möbius, Eckmann.

SR: Brauer (Boostedt). – Zuschauer: 30. – Tore: 0:1 Eckmann (14.), 0:2 Eckmann (84.), 1:2 Hyseni (90.).

Viel hatte Gut Heils Obmann Dennis Keyser am Spiel seiner „Rothosen“ nicht zu kritisieren, aber ausgerechnet das Entscheidende: die Chancenverwertung. Denn während Bokhorst in den ersten 20 Minuten noch ebenbürtig war, agierte in der Folge fast ausschließlich die Elf vom Wasserturm. „Wir waren vor allem in der zweiten Halbzeit klar überlegen und hatten Chancen über Chancen. Bokhorst hat hingegen während des ganzen Spiels nur vier Mal aufs Tor geschossen“, bilanzierte Keyser. Doch eine Mischung aus Unvermögen und Pech sowie der gut parierende Torben Butenschön im Bokhorster Gehäuse verhinderten einen Torerfolg der Elf von der Schillerstraße. Dass GHN-Stürmer Kushtrim Hyseni kurz vor dem Abpfiff doch noch traf, hatte lediglich kosmetische Wirkung.

Türkspor – SV Bönebüttel-Husberg 0:3 (0:0)

Neumünster Türkspor: Soyubelli - Simsek, Ceylan (32. Tas), Yagmur, Kilic, G. Aktas, Kuscu (60. Korkmaz), Keser, Kan, Akyel, Idrizi.

SV Bönebüttel-Husberg: Cakar - Krüger, Stein, Jeske, Siedler (79. von Ahrentschildt), Marquardt, Buhrmester, Gerken, Greier, Fürst, Stoffers (55. Velovic).

SR: Ehlers (Boostedt). – Zuschauer: 40. – Tore: 0:1 Gerken (66.), 0:2 von Ahrentschildt (89.), 0:3 Fürst (90.). – Rote Karte: Idrizi (Türkspor, 45./+1, Tätlichkeit).

Wie so häufig, haderte Türkspor-Trainer Cetin Bay mit der Chancenverwertung seines Teams: „Wir waren in der ersten Halbzeit hoch überlegen und hätten mit zwei oder drei Toren führen müssen. Dann haben wir uns mit dem Platzverweis selbst geschwächt und konnten nicht an die vorherige Leistung anknüpfen.“ Husbergs Übungsleiter Andreas Evers hatte eine andere Sichtweise auf das Geschehen: „Im ersten Durchgang war es von beiden Teams eine schwache Partie. Die Möglichkeiten zur Führung waren aber gerecht verteilt. Der Platzverweis für Türkspor hat uns sicher in die Karten gespielt. Denn anschließend waren wir klar feldüberlegen und besser.“ Besondere Freude rief bei Evers das Comeback des bis dahin langzeitverletzten Mathis von Ahrentschildt hervor, der nach seiner Einwechslung nicht nur frischen Wind brachte, sondern auch das wichtige 0:2 erzielte (89.).

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