Handball-Oberliga HH/SH Männer : 36:23 – Ein blau-weißes Abschlussfeuerwerk der SG Wift beim TSV Mildstedt

Machte in Mildstedt noch die 700 Tore für die SG Wift voll: Helge Rahn.
Machte in Mildstedt noch die 700 Tore für die SG Wift voll: Helge Rahn.

Der Tabellendritte aus Neumünster zieht am letzten Spieltag noch einmal alle Register.

shz.de von
04. Mai 2015, 16:00 Uhr

Einen ungewohnt lockeren Ausklang der Spielzeit 2014/15 erlebten die Handballer der SG Wittorf/FTN. Denn in den vergangenen Jahren ging es dem Saisonende in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein deutlich angespannter entgegen, besonders 2013/14. Jeder „Bären“-Fan wird sich noch an die bangen Schlussminuten in der KSV-Halle am letzten Spieltag erinnern, als der Klassenerhalt erst nach dem 28:27 Erfolg gegen die SG Hamburg-Nord feststand. Doch von solch nervenaufreibenden Krimis blieben alle Wittorfer Beteiligten in dieser Spielzeit verschont. Mit einem starken Auftritt in der Mildauhalle unterstrichen die Blau-Weißen ihren zuvor schon gesicherten dritten Platz. Am Ende besiegten die Schwalestädter den bereits dem Abstieg geweihten TSV Mildstedt souverän mit 36:23 (18:10). Damit begeisterten sie nicht nur einmal mehr die rund 40 mitgereisten Wift-Anhänger, sondern boten auch ihren vier Abgängen Helge Rahn, Sven Steffen, Tim Rostock und Trainer Peter Schäfke einen würdigen Ausstand.

Von Beginn an bestimmte die SG Wift das Geschehen in Mildstedt und war auf dem fremden Parkett schlichtweg präsenter (5:2 aus Gästesicht/6.). Ein kurzzeitiges Aufbäumen der Hausherren wurde umgehend im Keim erstickt, die Neumünsteraner legten nach knapp 20 Minuten ein 13:6 vor. Die Blau-Weißen spielten einen klaren und sicheren Ball, ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und gingen dadurch bereits mit einem Acht-Tore-Vorsprung in der Pause (18:10).

Auch nach dem Wechsel dominierten die Neumünsteraner. Über einen gut organisierten und flexiblen Abwehrverbund erzielten die Wittorfer immer wieder Ballgewinne in der eigenen Hälfte und setzten ihre Außenspieler im Tempogegenstoß in Szene. Dahinter verbarrikadierte Oliver Titze den Kasten der SG Wift über die gesamten 60 Minuten und entschärfte unter anderem vier Siebenmeter. „Das war schon unheimlich“, kommentierte Trainer Peter Bente die beachtliche Leistung seines Torwarts. Eine knappe Viertelstunde nach dem Wiederanpfiff war es Tim Rostock, der im letzten Spiel für sein Team die erste Zehn-Tore-Führung für die „Bären“ markierte (26:16/43.). Nur wenige Minuten später stand der 30-Jährige nach seinem vierten Treffer (50.) erneut im Fokus. Dieses Mal war allerdings niemandem zum Jubeln zu Mute, denn Rostock landete unglücklich auf dem Fuß seines Gegenspielers und verdrehte sich dabei das linke Knie. Die Diagnose steht noch aus. „Sich ausgerechnet im letzten Spiel zu verletzen, ist besonders ärgerlich. Hoffentlich ist es nichts Ernstes“, drückte SG-Trainer Peter Bente seinem Noch-Schützling die Daumen.

Trotz oder gerade deswegen drehten die Gäste in der verbliebenen Zeit noch einmal auf und legten durch einen 7:2-Lauf bis zum Abpfiff 13 Tore vor (36:23). Dabei setzte sich einer selbst ein Denkmal aufseiten der SG Wift und verabschiedete sich mit einer runden Zahl vom blauen Trikot. Helge Rahn verbuchte kurz vor Schluss per Siebenmeter seinen 700. Treffer für Wittorf/FTN.

„Ich bin stolz auf meine Mannschaft und das, was wir zusammen in dieser Saison erreicht haben“, freute sich Wift-Coach Peter Bente über das gelungene Abschlussfeuerwerk und die Platzierung auf dem Podest. Nachdem auf der Rücktour bereits die Zimmerpartner unter dem Motto „Ein Junger und ein Alter“ ausgelost worden sind, steigt jetzt die Vorfreude auf die Saisonabschlussfahrt mit noch geheimem Ziel am 21. Mai.

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Titze - Haß (1), Lehmann (2),Henrich (3), Sellmer (1), L. Bente (4), Stock (8), Plöhn (2), Rostock (4), Kobs (5/davon 1 Siebenmeter), Rahn (3/1), Koslowski (3).

Schiedsrichter: Jäger/Kempe (Ellerbek). – Zuschauer: 145.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen