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Handball-Kreisoberliga Mitte Männer : 33:32 – Gut Heil gewinnt „Wahnsinnsspiel“ am Kanal

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Stammler-Schützlinge biegen einen 15:26-Rückstand noch um. Derweil winkt der SGBB II der Herbstmeistertitel.

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2013 | 11:00 Uhr

Jede Menge Tore in den drei Spielen mit Neumünsteraner Beteiligung prägten das Bild am jüngsten Spieltag in der Männerhandball-Kreisoberliga. Die SG Bordesholm/Brügge II festigte mit dem 33:30 bei der HSG Hohn/Elsdorf III den zweiten Tabellenplatz (14:2 Punkte), während der SC Gut Heil nach einer furiosen Aufholjagd beim Büdelsdorfer TSV noch mit 33:32 siegte und mit soliden 11:7 Zählern Vierter ist. Das gleiche Punktekonto hätte die HSG 91 Nortorf erreichen können. Der Aufsteiger unterlag beim Münsterdorfer SV jedoch mit 25:32.

HSG Hohn/Elsdorf III - SG Bordesholm/Brügge II 30:33 (16:18). Durch kurzfristige krankheitsbedingte Absagen mussten die Bordesholmer mit einer Minimalbesetzung antreten. Dabei war ein Sieg dennoch Pflicht, um den Anschluss an Spitzenreiter MTV Herzhorn II zu halten. Der Start verlief gut für die Gäste, die sich zunächst gut auf die körperbetonte Hohner Abwehr und die Rückraumschützen einstellten. Die eigenen Angriffe wurden ruhig und konzentriert vorgetragen, und erst auf Grund einiger Unaufmerksamkeiten gelang es den Hausherren, einen Vier-Tore-Rückstand bis zur Pause auf 16:18 zu reduzieren. Bordesholms Reserve fehlte es zunächst weiterhin an Konzentration, und so fiel in der 50. Minute der Ausgleich zum 27:27. „Doch wir zeigten Ruhe und Souveränität und konnten durch Tempo und überlegtes Spiel die Partie mit beruhigenden drei Toren Vorsprung gewinnen. Garanten für diesen Sieg waren besonders die beiden treffsicheren Rückraumschützen Jakob Molzow und Yannick Zittlau, die zusammen 20 Tore erzielten“, berichtete Hendrik Roßmann als Sprecher der SGBB II. Seinem Team winkt sogar noch der Herbstmeistertitel. Dazu ist ein Sieg im Nachholspiel daheim gegen den Büdelsdorfer TSV (Sonnabend, 18 Uhr) vonnöten.

SG Bordesholm/Brügge II (Tore in Klammern): Tewes, Möller- Reese (2), Glumm (1), Scherwinski (1), Roßmann (5), Molzow (10), Sohn (1), Mierau (2), Welz (1), Zittlau (10).


Münsterdorfer SV – HSG 91 Nortorf 32:25 (19:14). Nach ausgeglichener Anfangsphase, in der die Führungen stets wechselten, musste die HSG 91 zwischen der 20. und der 27. Minute in einfacher und doppelter Unterzahl spielen. „Grund dafür waren Diskussionen mit den Schiedsrichtern und auf Grund der Unterzahl auch einige unglückliche Fouls“, erklärte Roland Schulze von der HSG. Diesen Umstand nutzte Münsterdorf, um sich bis zur Pause auf 19:14 davonzumachen. Einmal die Führung so sicher in den Händen, gaben die Hausherren diese auch nicht wieder her. „Wir hatten viele Chancen, um das Ergebnis zu korrigieren, scheiterten aber immer wieder frei vor dem Tor. Beleg dafür ist, dass wir unser erstes Tor in der zweiten Hälfte erst in der 40. Minute geworfen haben. Beim Spielstand von 15:24 gegen uns war der Zug abgefahren. Man sieht es immer wieder: Disziplin ist halt alles“, suchte Schulze die Schuld für die 25:32-Auswärtsniederlage in den eigenen Reihen.

HSG 91 Nortorf: Preusse, Schulze - Fahrenbach (3), Pohl (3), Rhode (3), Ahlrichs (4), Rohwer,  Rumpf (6), Jahnke, Förster (1), Speth (2), Harbs (3).


Büdelsdorfer TSV – SC Gut Heil Neumünster 32:33 (21:14). Es gibt Spiele, über die man als Aktiver noch lange Zeit nach dem Abpfiff redet. Für die Gut-Heiler gehört diese Partie am Kanal mit Sicherheit dazu. Ein schon verlorenes Spiel zu drehen und einen Elf-Tore-Rückstand (15:26/37.) aufzuholen, um am Ende mit einem Tor zu gewinnen, das ist schon eine respektable Leistung. Lange Zeit sah es nicht gut aus für die Gäste. „Es war zu erkennen, dass es kein gutes Spiel werden würde. Unsere Abwehr war viel zu ruhig und stand nicht gut. Es wurden zu viele technische Fehler gemacht und dadurch sind wir nach der elften Minute (7:7, Anm. d. Red.) in Rückstand geraten“, erinnerte sich GHN-Coach Mark Stammler. Beim Stand von 15:26 aus Gästesicht meldete sich der nachgereiste Torhüter André Mannke zu Wort. Seine Frage „Braucht ihr mich?“ wurde mit „Ja“ und seiner Einwechslung beantwortet. Nun ging es aufwärts, die Kiste der Neumünsteraner wurde fast vernagelt. „Außerdem stand die Abwehr von Minute zu Minute immer sicherer. Wir haben noch einige Umstellungen vorgenommen und Tor um Tor aufgeholt. In der allerletzten Minute fiel der Treffer zum 32:32, und in der letzten Sekunde rettete uns Pierre Fleischer eiskalt mit einem direkt verwandelten Freiwurf sogar noch den doppelten Punktgewinn. Wahnsinn. Das war Hochspannung und Dramatik pur, nichts für schwache Nerven“, beschrieb Stammler die geschichtsträchtige Schlussphase.

SC Gut Heil: Müller, Kandzora, Mannke - Bock, Tietgen (9), Haupt, Neumann (1), Westphal (2), Fleischer (9), Rohwedder (3), Knapp (5), Velovic (4), Didwischus.

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