Jugendfussball-Oberligen : 30-Meter-Freistoß rettet lässiger SG Gadeland/VfR einen Punkt

So geht Fußball: Yannick Hagemann (rechts) von den B-Junioren des VfR attackiert Lübecks Samuel Barbarewicz.
So geht Fußball: Yannick Hagemann (rechts) von den B-Junioren des VfR attackiert Lübecks Samuel Barbarewicz.

Gegen den TSV Bargteheide heißt es 3:3. Die B-Junioren des VfR ringen VfB Lübeck ein Remis ab. Nortorfs C-Junioren siegen klar.

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10. September 2018, 17:30 Uhr

Neumünster | Keine Niederlage und doch vier verlorene Punkte – so lässt sich die Bilanz der Junioren-Oberligisten aus dem Kreisfußballverband Neumünster am dritten Spieltag treffend beschreiben.

B-Junioren

VfR – VfB Lübeck 1:1 (0:0). „Nein, wir hätten ein Unentschieden im Vorfeld sicherlich nicht unterschrieben, denn wir wollen jedes Spiel gewinnen“, gab sich VfR-Coach Stefan Fischer mit der Punkteteilung nicht gänzlich zufrieden, sah er doch einen wirklich guten Vortrag seines Teams, das den Marzipanstädtern zunächst die Initiative überließ. Nach dem Wiederanpfiff aber schraubten die Gastgeber ihre Zweikampfintensität hoch, wurden minütlich dominanter und belohnten sich mit dem folgerichtigen Treffer durch Tönjes Peters, der den Ball im Anschluss an einen Konter von der Strafraumkante aus in den Giebel platzierte (60.). Doch der Nachwuchs aus der Schwalestadt musste gegen Ende der Partie der zwischenzeitlichen Intensität Tribut zollen und bekam keinen Zugriff auf den einen Sololauf startenden Lübecker Leon Will, der die tolle Einzelaktion mit einem Treffer aus 18 Metern krönte (1:1/ 73.). „Wir hatten am Ende noch zwei, drei Hochkaräter auf dem Fuß, die wir nicht genutzt haben. Aber unterm Strich geht das Unentschieden nach dem Spielverlauf auch in Ordnung“, erklärte Fischer.

VfR: Zielinski – Hartleib, Wulf, Krüger, Knöfel – Hartung, Bokarius – Demircan, Braun, Hagemann – Doll; eingewechselt: Omland, Peters, Kulka. – Nächster Gegner: SG Mitte NF (A/Sonntag, 13 Uhr).

C-Junioren

TuS Nortorf – SG Probstei 4:0 (2:0). Auch scheinbare Pflichtaufgaben müssen erst einmal gelöst werden, und die C-Junioren des TuS Nortorf lieferten gegen die SG Probstei konzentrierte 70 Minuten ab, an deren Ende ein auch in der Höhe verdienter 4:0-Erfolg sowie der Sprung auf Platz 4 standen. „Wir hätten auch einige Tore mehr schießen können“, bilanzierte TuS-Trainer Enrico Stolz. Sein Angreifer Leon Osmani brachte die Nortorfer per Doppelpack auf die Siegerstraße (10., 15.), ehe der aufgerückte Innenverteidiger Elias Hoop der körperlichen Überlegenheit der Hausherren mit einem Tor im Anschluss an einen Eckstoß Ausdruck verlieh und die Partie mehr als nur vorentschied (44.). Für den Schlusspunkt sorgte Robert Noak nach einer Hereingabe von der Außenbahn (67.). „Nun gilt unsere ganze Konzentration dem anstehenden Kreispokalspiel“, verschwendete Stolz keinen verfrühten Gedanken an den nächsten, wohl ungleich härteren Brocken im Liga-Alltag.

TuS Nortorf: Jürgensen – Gronwald, Lüdtke, Hoop, Stolz – Hogrefe – Noak, Just, Unseld, Bartz – Osmani; eingewechselt: Knüppel, Schümann, Kaul, Zornig. – Nächste Gegner: SC Gut Heil (A/Donnerstag, 18 Uhr/Kreispokal-Viertelfinale), SV Eichede (A/ Sonntag, 11 Uhr/Oberliga).

SG Gadeland/VfR – TSV Bargteheide 3:3 (2:3). Die SG hatte sich mehr ausgerechnet gegen den Aufsteiger, doch Gadeland/VfR fand nie richtig Zugang zu der Begegnung. „Das 3:3 ist natürlich ein Dämpfer, der uns aber nicht umhauen wird“, bilanzierte Neumünsters Trainer Rüdiger Peters, dessen Schützlinge die ersten 17 Minuten völlig verschliefen und danach einem Doppelpack von Til Sauer, der die Unordnung in der SG-Defensive eiskalt bestraft hatte, hinterherlaufen mussten (8., 17.). Zwar besorgten Henrik Otte und Paulin Panasiuk den zügigen 2:2-Ausgleich (19., 22.), den Sauer mit dem dritten Gästetor aber noch unmittelbar vor dem Pausenpfiff wieder zunichte machte. Immerhin rettete Panasiuk mit einem 30-Meter-Freistoß – bei dem Bargteheides Torhüterin Alina Dunkel keine gute Figur machte – den Einheimischen einen Punkt (48.). „Es ist letztlich aber doch eine gefühlte Niederlage“, merkte Peters an. Ferner kritisierte er die lässige Einstellung seiner Elf.

SG Gadeland/VfR: Eggert – Guckuk, Rohde, Knobel, Friedrich – Schöllknecht, Rüse, Sönmez, Panasiuk – Otte, Derjung; eingewechselt: Neitzke, Soares, Jedich, Reiter. – Nächster Gegner: Heider SV (A/Sonntag, 12 Uhr).

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