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Fussball-Kreisliga Neumünster : 3:0 – Torpedo in der Aufstiegsrunde

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nun steht auch der Vizemeister fest. Aufsteiger Nortorf II verfehlt den sportlichen Klassenerhalt. Gadeland II stoppt die SVT-Serie.

Nachdem sich die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga Neumünster bereits in der Vorwoche entschieden hatte, gab es am vorletzten Spieltag zwei weitere Entscheidungen. Dem FC Torpedo 76 ist der Vizetitel und damit verbunden auch die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Verbandsliga Süd-West nach einem 3:0-Erfolg beim SV Wasbek nicht mehr zu nehmen. Derweil sind die Wasbeker ihre Abstiegssorgen endgültig los, da das Schlusslicht TuS Nortorf II mit 1:7 bei Türkspor unterlag und somit auch nach dem letzten Spieltag die Rote Laterne behalten wird. Der frisch gebackene Meister vom SV Tungendorf blieb unterdessen erstmals in diesem Kalenderjahr sieglos, indem er sich mit 1:1 vom TSV Gadeland II trennte.

Padenstedt – Bokhorst 3:0 (1:0)

SG Padenstedt: Stichert - Anlauf, Mi. Klein (59. Hildebrandt), Ramm, Burow, Stöckhardt, C. Wilk, Breiholz (64. Barck), Steggewentze (46. Dittmann), Ma. Klein, Hartwich.

SV Bokhorst: Butenschön - Ryll, Fisse (46. Reese), Gressmann, Quatfasel, Arndt, Schmohl (75. Stange), Schliebitz, Ingwersen, Möbius, Eckmann.

SR: Z. Kurtoglu (Wittorf). – Zuschauer: 50. – Tore: 1:0 Stöckhardt (5.), 2:0 Ma. Klein (55.), 3:0 Stöckhardt (85.).

„Das frühe Tor war ein Auftakt nach Maß“, freute sich SGP-Obmann Hans-Georg Eckert, dass von Beginn an alles für seine Orange-Schwarzen lief. Mit einem schnell ausgeführten Freistoß bediente Marcel Klein Marc Stöckhardt, der einen kühlen Kopf behielt und einschob (5.). Dies gab den überlegenen Padenstedtern weitere Sicherheit. Gute Torchancen blieben aber dennoch Mangelware. Nach dem 2:0 – dieses Mal legte Stöckhardt für Marcel Klein auf (55.) – wurde dann auch Bokhorst aktiver. Doch das wiederum hatte eher zur Folge, dass sich für die SGP Räume zum Kontern ergaben. Dabei fand die Offensive der Hausherren mit Ausnahme des 3:0 durch Stöckhardt (85.) aber zumeist ihren Meister in SVB-Schlussmann Torben Butenschön.

Tungendorf – Gadeland II 1:1 (1:1)

SV Tungendorf: Waldeck - Moschner (60. A. Stölting), Schlotfeldt, Krauel, Möller, Czekay, J. Künstler, Tan, Peschank (65. C. Stölting), Beck, Wuchinger (55. Nupnau).

TSV Gadeland II: Holstein - Christophersen, A. Törper, Knust (60. J. Hamann), Scholz, Dose, Röder, Rychlowski, Schlüter, Zibell (34. Lemke), Siegel.

SR: Lühr (Krogaspe). – Zuschauer: 120. – Tore: 1:0 Czekay (17.), 1:1 Siegel (31.). – Bes. Vork.: Holstein (Gadeland II) pariert Foulelfmeter von J. Künstler (90.).

Nachdem die Meisterschaft bereits in der Vorwoche mit dem 2:1-Sieg bei Torpedo unter Dach und Fach gebracht worden war, gab SVT-Trainer Torsten Sötje einigen Akteuren aus der zweiten Reihe die Möglichkeit, sich zu zeigen, und testete zudem ein 4-4-2-System. „Unser Ziel war es dennoch, zu gewinnen“, stellte er aber klar. Doch bereits vor dem 1:0 durch Toptorjäger Torben Czekay (17.) vergaben die Blau-Weiß-Roten eine Vielzahl an Möglichkeiten. „Im zweiten Durchgang waren wir dann noch überlegener, haben es aber häufig verpasst, den Abschluss zu finden“, monierte Sötje. Die beste Gelegenheit, für den Sieg zu sorgen, vergab dabei SVT-Stürmer Jan-Jürgen Künstler, der in der Schlussminute per Foulelfmeter scheiterte. Gadeland II-Keeper Dennis Holstein hatte zuvor Torben Krauel zu Fall gebracht.

SV Wasbek – FC Torpedo 76 0:3 (0:2)

SV Wasbek: Denis - Lenz, Gill, Krawtzow, Slotosz (46. Koch), Stephan, Büttner, Schmuck, Metschkuev (72. Sorge), Lehnert, Wollny.

FC Torpedo 76: Rasch - Harder (58. Matthis), Fund, Hein, Gülbay, Borgert, Rantzsch, Eggers, Juckel, Willers (58. Oelze), Gläske (48. Berisha).

SR: Kupka (Bokhorst). – Tore: 0:1 Gülbay (33.), 0:2 Gülbay (45./+2, Foulelfmeter), 0:3 Hein (65.). – Gelb-Rote Karte: Gülbay (Torpedo/80., Unsportlichkeit).

Für Wasbeks Ligaobmann Pasqual Rüdiger hat sich sein Team ergebnistechnisch unter Wert geschlagen: „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. In den ersten 30 Minuten waren wir sogar überlegen und hätten in Führung gehen müssen.“ Doch der Tabellenzweite Torpedo bewies mit seiner Kaltschnäuzigkeit nicht nur beim 0:1 durch Enes Gülbay (33.), welches von beiden Mannschaften das Spitzenteam ist. „Torpedo hat von vier Chancen drei verwertet“, berichtete Rüdiger, für den eine Punkteteilung das gerechtere Ergebnis gewesen wäre.

SC Gut Heil – TSV Aukrug 2:2 (0:2)

SC Gut Heil: Reimer - Studt, Ergel, Matthes, Malchau (56. Heine), Rüschmann, A. Xhemajli, Hansen, Hyseni, Berger, Szyszkowski.

TSV Aukrug: Schmuck - Erfurt (61. Braun), Sievers, Tietz, A. Müller, H. Althaus, F. Jacobs (71. C. Althaus), S. Müller (90. S. Althaus), Bringmann, Rickert, Reinke-Allais.

SR: Haake (Krogaspe). – Zuschauer: 30. – Tore: 0:1 H. Althaus (34.), 0:2 Bringmann (45./+1), 1:2 Hyseni (69.), 2:2 Ergel (88.).

Mit Ausnahme von Cüneyt Ergels schönem Distanztreffer aus 22 Metern zum 2:2-Endstand (88.) und des Umstandes, dass sein Team nach einem 0:2-Halbzeitrückstand noch einmal zurückkam, konnte Gut Heils Obmann Dennis Keyser der Partie nicht allzu viel abgewinnen: „Es war ein schlechtes Spiel, das keinen Sieger verdient hatte.“ Dabei hätte es auch nach dem späten 2:2-Ausgleich durchaus noch einen Sieger geben können. „In den letzten Minuten gab es einen offenen Schlagabtausch mit Chancen für beide Seiten“, führte Keyser aus, dessen „Rothosen“ ohne sechs Stammspieler und mit einigen angeschlagenen Akteuren ins Rennen gegangen waren.

Ruthenberg – Bönebüttel-Husberg 0:2 (0:1)

Ruthenberger SV: Kirgil - Meyer, Akischkin (70. Richardt), Schramm, Pfeifer, Brunst, Yilmaz, Maier, Uzun, Deniz (46. Albin), Leinweber.

SV Bönebüttel-Husberg: Schmidt – Stein, Jeske, Siedler, Marquardt (83. Schulze), Buhrmester, Gerken, Krüger, Kröger, Golland, Luth (75. von Ahrentschildt).

SR: Tural (Einfeld). – Zuschauer: 50. – Tore: 0:1 Buhrmester (10.), 0:2 von Ahrentschildt (90./+2). – Gelb-Rote Karte: Uzun (Ruthenberg/90., Foulspiel).

Ruthenbergs Trainer Hans-Jürgen Bröcker war nach dem Schlusspfiff reichlich frustriert: „Ein Unentschieden oder sogar ein Sieg wären möglich gewesen. Wir hatten etliche Chancen zum 1:1.“ Doch die Gäste aus Husberg nutzten ihre ebenfalls nicht geringe Anzahl an Chancen einfach besser und packten in der Nachspielzeit durch das 0:2 des eingewechselten Jan-Mathis von Ahrentschildt (90./+2) den Deckel auf den Auswärtssieg. Zu diesem Zeitpunkt hatten die ansonsten eher auf Konter spielenden Ruthenberger längst alles nach vorne geworfen, um den Ausgleich zu erzwingen. „Gemessen daran, dass wir sehr ersatzgeschwächt in die Partie gegangen sind, haben wir ein gutes Spiel gemacht“, konnte Bröcker seiner Elf mit Ausnahme der Chancenverwertung keine großen Vorwürfe machen.

Türkspor - TuS Nortorf II 7:1 (4:0)

Neumünster Türkspor: Soyubelli - Yagmur, Simsek, Kuscu, Bay, Korkmaz, G. Aktas, Keser, Kan, Akyel, Tas.

TuS Nortorf II: Spilker - Bobsien, Nitsch, Sommerfeldt, Grimm, Sierck, Schwartz, Hellberg (46. Maaß), Heiden, Rohweder, Lang.

SR: Ehlers (Boostedt). – Zuschauer: 20. – Tore: 1:0 Tas (4.), 2:0 Tas (11.), 3:0 Akyel (30.), 4:0 Akyel (31., Handelfmeter), 4:1 Schwartz (55.), 5:1 Korkmaz (65.), 6:1 Simsek (68.), 7:1 Simsek (72.).

Für Nortorf II–Trainer Sven Bannach hätte der Auftritt seiner Mannschaft kaum schlimmer sein können. „Wir sind mit einer katastrophalen Einstellung ins Spiel gegangen und haben uns unserem Schicksal ergeben. Teilweise wurden wir wie Fahnenstangen umkurvt und hätten auch zweistellig verlieren können“, ärgerte er sich. Schließlich hatte sich die Elf vom Heinkenborsteler Weg vorgenommen, sich trotz des schon vor dem Anpfiff praktisch sicheren sportlichen Abstiegs so teuer wie möglich zu verkaufen. Bei sieben Zählern und nur noch zwei verbleibenden Partien steht somit fest, dass die Nortorfer-Reserve die Saison auf dem 15. und somit letzten Tabellenplatz beenden wird. Damit ist Nortorf II nach dem bereits zu Saisonbeginn abgemeldeten TS Einfeld II der zweite Regelabsteiger in die Kreisklasse A. Da sich mit dem TSV Wankendorf II, dem TSV 05 und Olympia II in der Kreisklasse A gleich drei aufstiegsberechtigte Teams unter den ersten fünf der Tabelle befinden, ist ein Abstieg somit selbst im Falle eines Aufstiegs von Kreisliga-Vizemeister Torpedo in die Verbandsliga sehr wahrscheinlich. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Kreisklassenteams auch für die Neumünsteraner Beletage melden.

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