Männerhandball-Oberliga HH/SH : 28:32 – SG Wift stolpert erneut in der Schlussphase

KSV-Hallen-Karambolage: Rasmus Rahlf (links) vom FC St. Pauli lässt in dieser Szene Wifts Torben Binnewies auflaufen.
KSV-Hallen-Karambolage: Rasmus Rahlf (links) vom FC St. Pauli lässt in dieser Szene Wifts Torben Binnewies auflaufen.

Der FC St. Pauli nimmt vor 400 Zuschauern die Punkte aus Neumünster mit. Simon Plähn ist mit acht Treffern bester Torschütze der Hausherren.

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04. November 2013, 08:00 Uhr

Bekanntlich hat ja alles ein Ende: nun auch die Freitagabend-Heimspiel-Siegesserie der SG Wittorf/FTN in der Handball-Oberliga. Denn Neumünsters Aushängeschild musste sich vor 400 Zuschauern mit 28:32 (15:15) dem FC St. Pauli geschlagen geben. Damit hat die SG Wift nun die dritte Niederlage hintereinander kassiert. Die Negativserie hat also weiterhin Bestand.

„Was soll ich sagen? Das war genau das Gleiche wie am Wochenende zuvor. Wir führen mit drei Toren und geben das Spiel danach aus der Hand“, fehlten Wift-Trainer Peter Bente nach dem Abpfiff doch ein wenig die Worte. Schließlich hatte es nach dem 31:32 bei der HSG Hohn/Elsdorf erst klärende Worte und anschließend ausreichend Aufarbeitung sowie Vorbereitung auf St. Pauli gegeben. Überdies wurde zur mentalen und sportlichen Unterstützung der erfahrene Torhüter Thimo Gabriel reaktiviert. „Jannik Mittendorfer ist noch nicht wieder ganz auf der Höhe, daher haben wir Gabriel zu einem Comeback gebeten“, erklärte Peter Bente.

Die Partie gestaltete sich ähnlich wie zuletzt. Die Gäste, lautstark unterstützt von ihrem mitgereisten Fan-Club, hielten von Beginn den Angriffen der SG Wift stand, der Abstand war in der ersten Halbzeit meist nicht größer als ein Tor. Bei den Hausherren wurde vom Anpfiff weg versucht, auf Tempo zu spielen. Oftmals konnte dies nur durch hartes, aber dennoch zumeist faires Eingreifen der St. Paulianer gestoppt werden. Wieder einmal ließ sich allerdings Wittorfs Simon Plähn nur schwierig stoppen und erzielte seine Treffer – am Ende waren es deren acht. Doch die Gäste legten jeweils nach, übernahmen in der 17. Minute sogar mit dem Tor zum 8:9 die Führung und hielten einen Vorsprung, bis Thorben Plöhn in der 27. Minute den Ausgleichstreffer zum 14:14 erzielte. Lars Bente drehte mit dem 15:14 den Spieß für die SG um, doch mit dem Pausenpfiff egalisierte St. Pauli noch zum 15:15.

Im zweiten Durchgang starteten die Blau-Weißen kurzfristig im Turbogang durch, legten von 17:17 (34.) auf 20:17 (36.) vor. Der FC St. Pauli wechselte daraufhin den Torhüter, doch auch in der Folge hielten die Einheimischen den Vorsprung. Im späteren Verlauf wurden von Wift aber drei klare Chancen hintereinander vergeben – und schon kamen die Gäste wieder heran. „Genau wie in der Woche zuvor, einfach unfassbar“, schüttelte Wifts Trainer Peter Bente den Kopf.

Es kam, was kommen musste: Die Nervosität bei den Hausherren wurde sichtbar, und Renke Behrends stellte in der 55. Minute die Führung für St. Pauli wieder her (27:28). Die ohnehin schon lautstarken Fans beider Vereine pushten sich gegenseitig hoch, es herrschte eine tolle Stimmung auf den Rängen; auf dem Feld jedoch nur bei St.Pauli. Denn nun saß jeder Wurf der Hamburger. SG-Keeper Gabriel hatte zuvor mit Paraden begeistert, war nun jedoch machtlos. Eine erneute Niederlage zeichnete sich ab. Das letzte Aufbäumen aufseiten der Gastgeber fehlte jedoch, und so zog St. Pauli auf 32:28 davon. Die Freudengesänge der Gäste waren noch lange und vor allem laut nach dem Abpfiff zu hören.

„Jetzt sind wir in der Tabelle dort, wo wir nicht sein wollten: im unteren Bereich. Unsere Jungs haben gut gespielt, sich saubere Chancen herausgearbeitet, aber nicht verwertet. Irgendwie können sie es zurzeit nicht umsetzen. Daran müssen wir noch hart arbeiten“, wusste Peter Bente, welch Job auf seine Truppe zukommen wird. Statt des erhofften Kontoausgleichs weist Wift jetzt 6:10 Punkte auf und muss nun am kommenden Sonntag um 15.30 Uhr auch noch beim Spitzenreiter Flensburg-Handewitt II (15:1 Zähler) antreten.


SG Wittorf/FTN: Hoffmann, Gabriel - Schmidtke, Steffen (1 Tor), Binnewies (1), Lehmann (2), Rahn (4), Petersen, Aust (2), Plöhn (2), Plähn (8/davon /1 Siebenmeter), Rostock, Bente (7/1), Tomaschewski (1).

SR: Krause/Winter (HSG Horst/Kiebitzreihe). – Zuschauer: 400. – Nächster Wift-Gegner: SG Flensburg-Handewitt II (A/Sonntag, 15.30 Uhr).

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