zur Navigation springen

Handball-Oberliga Männer : 26:36 – Das Derby in Westerrönfeld wird für Wift zum Stimmungskiller

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünsters Viertligist kassiert eine klare Auswärtsniederlage und bleibt im Tabellenkeller hängen.

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2014 | 13:00 Uhr

Dieser Jahresauftakt ging mal richtig in die Hose: Die „Bären“ der SG Wift haben in der Männerhandball-Oberliga im ersten Pflichtspiel das Fell über die Ohren gezogen bekommen. Im Derby bei der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg kamen die Neumünsteraner mit 26:36 (10:14) unter die Räder und verpassten damit einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Vielmehr blieben sie durch diese glatte Niederlage im Tabellenkeller hängen.

Das hatten sich die „Bären“ ganz anders vorgestellt. Eigentlich wollten die Neumünsteraner mit zwei Punkten im Gepäck auf dem Ball des Sports in den Holstenhalle die Nacht zum Tag machen. Stattdessen entpuppte sich das Nachbarschaftsderby in Westerrönfeld aber als echter Stimmungskiller. „Das war einfach nur grausam. Ab der 36. Minute haben wir das Handballspielen komplett eingestellt“, musste Wift-Coach Peter Bente erkennen, dass seine Mannschaft erneut nicht in der Lage war, eine stabile Leistung über die kompletten 60 Minuten abzuliefern. Hatten sich die Gäste vor rund 180 Zuschauern, darunter auch 40 Fans aus Neumünster, in der Westerrönfelder Heidesandhalle gerade mal wieder herangearbeitet, folgte prompt der nächste Leistungseinbruch. „Wir hatten schon im ersten Durchgang unsere Probleme, sind dort aber jeweils noch gut zurückgekommen“, konnte sich das Trainerduo Peter Bente/Peter Schäfke wenigstens noch auf den Kampfgeist ihrer Bären verlassen. Auch nach dem 10:14-Pausenrückstand sollte noch nicht aller Tage Abend sein. Wift war beim 14:16 (36.) wieder in Schlagdistanz, war nun aber urplötzlich von allen guten Geistern verlassen. Was die Gäste in der Folge ablieferten, wusste Bente nur als „Total-Blackout“ zu bezeichnen. Speziell in der Offensive leisteten sich die Gäste zu viele leichte Fehler, zeigten sich in der Chancenverwertung fahrlässig und fingen sich dann auch noch Zeitstrafen ein. Auf der anderen Seite kamen die Rendsburger zu ganz einfachen Toren. So konnten einem die SG-Torhüter André Hoffmann und Jannik Mittendorfer, die von ihren Vorderleuten regelrecht im Stich gelassen wurden, wirklich nur Leid tun. „In dieser Phase ist alles zusammengekommen. Danach war das Spiel für uns erledigt“, meinte Peter Bente, der fast tatenlos mit ansehen musste, wie seine Truppe regelrecht überrollt wurde. Wift bekam die Quittung dafür, dass es den Hausherren viel zu sehr das Spiel überließ und fing sich bis zum 16:27 (48.) eine 2:11-Serie ein, die den endgültigen K.o. bedeutete. In der Schlussphase rissen sich die Bären dann noch einmal am Riemen und betrieben zumindest Schadensbegrenzung. Ein wirkliches Trostpflaster war das aber nicht mehr. Der Besuch auf dem Ball des Sports dürfte somit eher der Frustbewältigung gedient haben.

SG Wift: Hoffmann, Mittendorfer - Plähn (5/davon 2 Siebenmeter), Plöhn (6), Petersen (4), Kretschmer (1), L. Bente (6), Lehmann (1), F. Schmidtke (1), Rostock (1), Steffen (1), Rahn, Binnewies, Schilling.

Schiedsrichter: Hamerich/Surrow (Elmshorn). – Zuschauer: 180. – Nächster Gegner: Dithmarschen LH (H/Freitag, 20.30 Uhr).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen